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Zwetschken-Pfirsich-Kuchen


Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?

Hach, da ist es auf einmal schon wieder Mitte August, wa?

Nee, im Ernst jetzt, ich schwöre bei Gott und Benedict Cumberbatch’s Wangenknochen – es war doch grad erst Silvester, oder? Ich kann mich noch glasklar daran erinnern (ich weiß, irgendwie mach ich was falsch, wenn ich mich an Silvester noch erinnere, aber darum geht’s grad nicht).

Da freuste dich gestern noch über die ersten Primeln im Laden und heute hälst du Ausschau nach Halloween-Deko und Spekulatius. Wenn die Zeit nicht mal n bissl langsamer macht, bekomm ich noch ein Schleudertrauma.

Okay, ich übertreibe, ich weiß. Und sooooooooooo alt bin ich ja nun auch noch net, aber ich komme auch nicht umhin, festzustellen, dass irgendwie alles immer schneller vergeht, je älter man wird. Waren die Sommerferien nicht mal he halbe Ewigkeit lang? Heute sind’s bloß noch sechs Wochen, kaum begonnen, schon wieder vorbei.

Heute is aber auch wieder ein wunderbar spät-sommerlicher Tag, wie er im Buche steht: N bissl sonnig, n bissl bedeckt, freundliche 20°C und der Wind rauscht im Baum vorm Fenster. Haaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaach. So mag Mama das.

Und deswegen gibt es heute auch mal was spät-sommerlich-früh-herbstliches aus meiner Küche:

Zwetchken-Pfirsich-Kuchen

Aka. The Best of Both Worlds

Zutaten für eine 28cm-Springform:

–          250gr Mehl

–          30gr Zucker

–          90ml lauwarme Milch

–          1 Ei

–          ½ Würfel Hefe

–          30gr sehr weiche Butter

 

–          75gr Mehl

–          75gr sehr weiche Butter (keine Margarine)

–          75gr Zucker (bevorzugt braun)

–          75gr kernige Haferflocken

–          Nach Belieben Zimt, Muskatnuss, Ingwer, gemahlen

 

–          Ca 500gr frische Zwetschken

–          2 – 3 frische Pfirsiche

 

Zunächst einmal nehmen wir die Hefe und lösen sie in der Milch auf. Den Zucker mischen wir mit etwa 3 EL von dem Mehl und schütten die Hefemilch hinzu. Gut verrühren und etwa 20 Minuten an einem warmen Ort stehen lassen.

Das restliche Mehl geben wir mit der Butter und dem Ei in eine große Schüssel. Das Ei würde ich vorher von seiner Schale befreien.

Nach etwa 20 Minuten (mehr ist auch kein Problem) sollte sich das Hefe-Gemisch in einen blubbernden Schaum verwandelt haben. N bisschen so, wie die Schaumkrone auf euerm Bier.

Diesen Schaum schütten wir ebenfalls in die große Schüssel und bearbeiten dann alles mit den Knethaken unseres Mixers – mindestens 7 Minuten, nur keine falsche Müdigkeit vortäuschen. Omma musste zu ihrer Zeit den Hefeteig noch per Hand kneten, und hört ihr die etwa jammern?

Am Ende dürftet ihr dann so etwas haben:

Die Zwetschke dient hier zurm Größenvergleich und zur Veranschaulichung des Gär-Prozesses. Außerdem sind sie und der Teig beste Freunde.

Die Zwetschke dient hier zurm Größenvergleich und zur Veranschaulichung des Gär-Prozesses. Außerdem sind sie und der Teig beste Freunde.

Diesen Teigkloß lasst ihr in der Schüssel liegen, legt n Handtusch drüber und dann darf er sich etwa ne Stunde an einem warmen Ort ausruhen. Ein bisschen länger schadet aber auch nicht.

Danach dürfte das dann etwa so aussehen:

Sag ich doch - beste Freunde.

Sag ich doch – beste Freunde.

Diesen Teig knetet ihr jetzt nochmal per Hand kurz durch und rollt ihn auf die Größe eurer Springform aus. Den Boden der Form mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben. Nen großartigen Rand braucht ihr nicht zu formen.

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Das Obst wird entkernt, in gefällige Stücke zerteilt und auf dem Hefeboden nach Geschmack verteilt.

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Aus Mehl, Butter, Haferflocken, Zucker und Gewürzen stellen wir Streusel her: Alles in eine Schüssel kippen und mit den Rührbesen vermengen. Diese Streusel verteilen wir dann gleichmäßig auf dem Obst.

Streusel im Sonnenlicht. Kann das mal einer ins Louvre hängen?

Streusel im Sonnenlicht. Kann das mal einer ins Louvre hängen?

Während der Ofen auf 190°C vorheizt, lassen wir den Kuchen nun noch ein letztes Mal gehen, bevor wir ihn für 35 Minuten backen.

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Dazu jetzt noch ein Klacks Schlagsahne… joa, warum eigentlich nicht?

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Fazit:

Besonders der Teig hat mich sehr erfreut – richtig schön aufgegangen und ganz lecker-locker nach dem Backen. Auch die Streusel sind wunderbar, die Haferflocken geben einen schönen Biss, ohne zu sehr nach „Müsli“ zu schmecken. Die Wahl der Gewürze bleibt hierbei jedem selbst überlassen, ich kann mir gut vorstellen, dass sie auch nur mit Vanille toll schmecken.

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Einzig das Obst hat mich hier nicht total überzeugen können – es war einfach noch nicht reif genug, befürchte ich.

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Sowohl Zwetschken als auch Pfirsiche waren etwas zu säuerlich im Geschmack, was durch Streusel und Boden zwar einigermaßen ausgeglichen wird, aber ich möchte wirklich dazu raten, darauf zu achten, aromatisches, reifes Obst zu verwenden. In dem Fall bekommt ihr einen ganz leckeren, soliden Obstkuchen, der sich auf keiner Kaffeetafel verstecken muss. Vier von fünf Kuchenkatzen.

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