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World Cup-Cakes: Revani (Griechenland)


Ugh, ich hoffe, ihr hattet einen etwas entspannteren Samstag als ich.

Das war vielleicht was… also erstmal ja das Wetter, dass sich gestern genauso gut entscheiden konnte wie ich vorm Lindt-Regal – ich mein, das ging ja von November-Sturm zu Sommernachmittags-Idylle binnen 30 Minuten. Und das nicht nur einmal. Nö. Den ganzen Tag lang. Leute mit extrem niedrigen Blutdruck (aka. moi, me, ich) wissen, dass man da richtig Spaß inne Backen hat.

Man war das lustig. Immerhin weiß ich jetzt, wie sich eine halbverdaute Erbse fühlt. Und dann… ich weiß gar nicht, wie ich euch das sagen soll… wir haben… also… einen Krankheitsfall in der Mannschaft. Im Moment ist das Trainingslager eher ein Lazarett.

Ofizielles Pressefoto der kranken Spielerin

Ofizielles Pressefoto der kranken Spielerin

Beim morgendlichen Gang in die Küche stellte ich nämlich fest, dass da etwas in der Katzentoilette ist, was dort nicht hingehört: Blut. Einige bizarre Momente später konnten wir dann auch den Verursacher ermitteln – unsere kleine Katzendame Ginny. Gleich vorweg: der kleinen Maus geht’s super, sie frisst, pennt, schnurrt und vermoppt den Kater wie immer. Aber trotzdem – Blut im Urin heißt automatisch Tierarzt.

Also alles gepackt, ab zum Auto… Batterie leer. Gut, alles wieder reinschleppen, Batterie laden. Beim zweiten Mal haben wir’s dann auch zum Arzt geschafft, wo man uns mitteilte „Ja also, das dauert aber noch so anderthalb bis zwei Stunden… wollen Sie nicht lieber nen Termin für 19 Uhr?“ Ja, wollen wir. Also wieder nach Hause, unterwegs im Platzregen noch schnell einkaufen, und später dann wieder los. Halleluja. Die Krönung waren dann nur noch die halbgaren Kartoffeln zum Abendessen.

Ich habe fertig.

Jedenfalls habt ihr hier auch die Erklärung, warum ich meinen World Cup-Beitrag zum Thema Griechenland mit einem Tag Verspätung poste. Hatte den eigentlich gestern noch hochladen wollen, aber echt, Leute… Mama hatte genug. Dafür dann heute.

Ich präsentiere aus der Reihe Holly Jolly World Cup-Cakes:

Revani, griechischer Grießkuchen

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Bevor jemand schreit: Ich habe auch ähnliche Rezepte in der türkischen Küche gefunden, eigentlich in der arabischen generell, ganz so eindeutig ist die Herkunft wohl nicht. Auch kennt man diesen Kuchen, der in Griechenland wohl gern als Dessert serviert wird, unter etlichen Namen.

Ist wahrscheinlich wie bei unserem Kartoffelsalat – im Grunde ein und dasselbe, aber es gibt 1000 Varianten davon und alle behaupten, ihre wäre die Originale. Das hier verwendete Rezept findet ihr übrigens auf chefkoch.de

Zutaten:

–          125 gr Mehl

–          3 TL Backpulver

–          140 gr Hartweizengrieß

–          1 Prise Salz

–          6 Eier, getrennt

–          200gr Butter

–          100 gr Zucker

–          Etwas Vanille (ich hatte ein Päckchen Vanillezucker)

–          125 ml Orangensaft

–          150 gr Mandeln, gestiftelt Zutaten Sirup:

–          250 gr Zucker

–          125 ml Wasser

–          2 EL griechischer Weinbrand (Metaxa, Kulturbanausen wie ich nehmen nen deutschen)

–          Saft von ½ Zitrone

So. Ofen vorheizen (175°C) und Springform (26 cm) vorbereiten. Dann das Eiweiß mit der Prise Salz schön steifschlagen. Dabei darauf achten, dass Schüssel und Rührbesen unbedingt so fettfrei sind wie die Models auf der Paris Fashion Week. Ganz, ganz wichtig.

Sollte dann so aussehen

Sollte dann so aussehen

Als nächstes dann die Butter, den Zucker und die Eigelbe schaumig schlagen, nach und nach dann die Vanille und den Saft dazugeben.

Ja, ich habe Butter fotografiert

Ja, ich habe Butter fotografiert

Mehl, Backpulver und Grieß gut mischen und zügig unterrühren. Und jetzt bitte die Mandelstifte noch unterheben. Diesen Schritt bitte nicht vergessen, so wie mir das natürlich auch nicht passiert ist. Jetzt in die Form geben und ca. 45 – 60 Minuten backen. Bei mir war der Kuchen nach 55 Minuten fertig.

Wenn ihr die Mandeln nicht vergessen habt, müsst ihr den Kuchen auch nicht nach fünf Minuten wieder aus dem Ofen holen und sie ganz hektisch noch eben unterrühren. So wie mir das natürlich auch nicht passiert ist.

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In der Zwischenzeit Zucker, Wasser und Weinbrand kräftig aufkochen und ca. 20 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder rühren. Pro-Tipp: Dieser Sirup ist auch toll für Cocktails.

Schade, dass ich den Duft nicht auch knipsen konnte

Schade, dass ich den Duft nicht auch knipsen konnte

Wenn der Kuchen dann fertig ist, nicht auskühlen lassen, sondern gleich mit einem Holzspieß bearbeiten und Löcher pieksen. Den noch heißen Kuchen dann mit dem Sirup tränken und auskühlen lassen.

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Abschlussbericht: Süß, aber nicht so süß, wie ich befürchtet hatte. Durch den Sirup auch schön saftig, und der Grieß und die Mandeln geben einen interessanten Biss, den ich wirklich gut finde. Mal was anderes als immer nur Rührkuchen. Ich würde noch empfehlen, ein wenig extra Orangenschale in den Teig zu geben, der Saft allein hat nicht genug Geschmack.

Gut kommen bestimmt auch Zimt oder Kardamom (wenn man das mag)… oder ein paar Rosinen… Nur auf einen Guss würde ich wirklich verzichten, das wäre dann wohl doch zu viel Zucker ;) Ein bisschen ungesüßte Schlagsahne oder Sauerrahm oder eine Quarkcreme könnten allerdings passen und die Süße etwas ausgleichen und einen geschmacklichen Gegenpol bieten.

So schlicht ist er aber auch ganz hübsch... so gülden

So schlicht ist er aber auch ganz hübsch… so gülden

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