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World Cup-Cakes 2014: Pastel des Tres Leches (Mexiko)


Fiesta, fiesta mexicana, lala lala laala…

Entstaubt die Sombreros, stellt den Tequila kalt und schneidet die Limetten – es gibt mexikanisch!

Ay ay ay ay ay!

Arriba arriba, andale andale! Muchas gracias nachos de padron! (nein, das macht wirklich keinen Sinn und ja, mein Spanisch ist eigentlich besser ;) )

Ehem. Okay, sorry. Das musste nur mal kurz raus, ist schon wieder vorbei.

Ich mag eh keinen Tequila.

Mexiko hingegen ist schön. Würd ich sofort wieder hinfliegen, obwohl ich ja nun wirklich nicht so der Fan von Sonne und heißem Wetter bin. Aber so im Oktober geht das eigentlich mit den Temperaturen, und Leute, den Dia de los Muertos muss man gesehen haben.

Hach, da kriegt Mama glatt wieder Fernweh. Seufz.

Besame… besameeee muuuuuuchooooo…

Und nun zum Sport.

Dat fing ja gestern schon gut an mit dem Achtelfinale, wa? Gut, ich hab die erste Halbzeit gelesen (Chow Ching Lie: Die Sänfte der Tränen, sehr empfehlenswert) und hauptsächlich nur mit halbem Ohr zugehört, und im Grunde ist die deutsche Mannschaft eh die einzige, die mich interessiert, aber in der zweiten Hälfte hatte ich schon ein wenig Sorge ums Mobiliar, welches Gefahr lief, meinem höchst angespannten Gatten zum Opfer zu fallen.

Und nach der zweiten Hälfte hatte ich Sorge um das Herz des eben erwähnten Gatten. Herrje. Die haben das aber auch spannend gemacht.

Kuckt mal, Mehl.

Kuckt mal, Mehl.

Und am Ende wollte ich dann eigentlich nur noch die Chilenen knuddeln. Himmel, sahen die traurig aus, da ist ein Dackelwaise im Regen ja ne Lachnummer.

Und heute halt die Holländer gegen die Mexikaner. Holzschuh trifft auf Sombrero, hm?

Naja, ich nehme dieses weltbewegende Ereignis einfach mal zum Anlass, euch was ganz was Fieses vorzustellen:

Pastel des Tres Leches

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Zutaten:

–          300 gr Mehl

–          2 TL Backpulver

–          150 gr Zucker

–          1 Prise Salz

–          1 TL Vanille-Extrakt (ich hab dieses Vanille-Back von Dr. Oetker genommen)

–          125 gr Butter

–          6 Eier

–          250 ml gesüßte Kondensmilch

–          250 ml normale Kondensmilch

–          250 ml Milch

Zunächst einmal bestücken wir eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier. Man kann auch Cupcakes daraus machen, in dem Fall solltet ihr aber keine Papierförmchen nehmen, sondern welche mit Alu-Beschichtung, sonst suppt euch die ganze Geschichte später durch.

Oder aber man ist so schlau wie ich und verwendet handelsübliche Babybrei-Gläschen à 190gr Inhalt. Funktioniert super.

Schnuggelich, wa?

Schnuggelich, wa?

Den Ofen heizen wir auf kuschelige 175°C vor.

Nun rühren wir Butter und Zucker zusammen mit der Vanille und dem Salz schön cremig-weiß und fügen dann nach und nach die Eier einzeln hinzu. Immer erst schön brav ein Ei komplett einrühren, bevor ihr das nächste dazugebt.

Mehl und Backpulver mischen wir separat und sieben es zu der Butter-Ei-Mischung.

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Kurz unterrühren und in die vorbereitete Form füllen.

Teig. In nem Glas. Wow. (Ich fotografier echt jeden Mist xD)

Teig. In nem Glas. Wow. (Ich fotografier echt jeden Mist xD)

Und nun kommt’s: Seht ihr, wie voll ich meine Gläschen gemacht habe? Ja?

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Das ist zu voll.

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Wenn ihr eure Gläschen auch so voll macht, dann passiert euch, wie mir, folgendes:

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Also lieber etwas weniger Teig nehmen.

Und dann ca. 30 Minuten backen. Stäbchenprobe nach 20 Minuten nicht vergessen!

Groß dramatisch war das kleine Malheur aber auch nicht, einfach das übergelaufene Hütchen abgesäbelt und fertig.

Während der Kuchen backt, mischen wir Kondensmilch, Kondensmilch und normale Milch. Wer mag, kann hier noch einen Schuss Rum dazugeben, ich hab darauf verzichtet (ich teil meinen Rum doch nicht!).

Wenn der Kuchen / die Cupcakes dann aus dem Ofen kommen, löchern wir ihn / sie mit einem Schaschlikspieß und tränken das Ganze mit der Milchmischung. Eventuell werdet ihr nicht alles auf einmal verwenden können, dann eben warten, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist und nachschütten. Einfach so weitermachen, bis die ganze Milch aufgebraucht ist.

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Auskühlen lassen und mit steifgeschlagener Sahne und Belegkirschen dekorieren.

Kirschies!

Kirschies!

Fazit:

Eigentlich ist das mehr ein Dessert denn ein Kuchen, ist aber auch wurscht – Hauptsache lecker. Und das ist der Pastel des Tres Leches in jedem Fall. Meine Variante ist dabei recht zuckerreduziert, weil wir es nicht so gerne sooooooooo süß mögen, der Zucker kann gerne auf bis zu 250gr erhöht werden. Ich wär aber vorsichtig.

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Die Konsistenz ist ein wenig überraschend, halt ein getränkter Kuchen, aber die Kombination Vanille+Kondensmilch+Milch ist köstlich. Lässt sich nicht anders sagen. Und meine Idee mit den Babygläschen war super, nur das mit der Füllhöhe muss ich anpassen.

Und im direkten Vergleich Holländischer Sandkuchen und Pastel des Tres Leches muss ich abschließend sagen: Klarer Sieg für Mexiko.

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