Leider kommt das Grün des Zuckers nicht wirklich rüber auf dem Bild :(
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World Cup-Cakes 2014: Bolo de fubá (Brasilien)


Und da waren’s nur noch vier.

Hoppala, das ging jetzt aber schon irgendwie schnell. Halbfinale. War nicht grad erst Eröffnungsfeier? Kinder, wie die Zeit vergeht! Da zappelt man ewig lange vor Vorfreude rum, und kaum hat’s angefangen, isses auch schon wieder vorbei.

Naja, vier Spiele haben wir ja noch, bevor sich dann so manch einer der bangen Frage stellen muss: Gibt es ein Leben nach der WM? Ich seh schon die langen Schlangen vor den Selbsthilfezentren vor meinem geistigen Auge.

Aber soweit isses heut ja noch nicht, heute geht’s erstmal gegen Brasilien, ist mir zu Ohren gekommen? Na, die haben dann wenigstens keinen langen Heimweg, das ist doch sehr nett.

Und für uns gibt’s heute als Proviant auf dem Weg ins Finale mal wieder was Brasilianisches. Ich mein, man soll doch die Herzen seiner Gegner essen, von wegen Stärke und so, oder? Okay, in diesem Fall sind die Herzen Cupcakes, aber das wird doch wohl auch zählen.

Ja wie jetzt, noch nicht im Trikot, Jungs? Hopp hopp, in die Kabine!

Ja wie jetzt, noch nicht im Trikot, Jungs? Hopp hopp, in die Kabine!

Genauer gesagt kredenze ich heute Bolo de fubá in Törtchenform. Bei einem Bolo de fubá handelt es sich um nichts Geringeres als einen Maismehlkuchen, und ich habe mir sagen lassen, dass der auf keiner brasilianischen Party fehlen darf. Ob’s stimmt, weiß ich nicht, ich geh net auf Partys.

Einige liegen sogar noch in den Federn, das darf ja wohl nicht wahr sein!

Einige liegen sogar noch in den Federn, das darf ja wohl nicht wahr sein!

Maismehl also. Passt bitte auf, dass ihr auch wirklich MaisMEHL kauft und keinen MaisGRIES, aka. Polenta.

Hier nochmal zur Veranschaulichung zwei Fahndungsphotos:

Dies ist MaisMEHL

Dies ist MaisMEHL

Und dies MaisGRIES, auch Polenta genannt

Und dies MaisGRIES, auch Polenta genannt

Klar soweit? Schön. Dann kann’s ja losgehen.

Bolo de fubà

Für 18 Cupcakes

Zutaten:

–          85gr Maismehl

–          85gr Weizenmehl

–          2 TL Backpulver

–          150gr Zucker

–          2 Eier

–          125 ml Öl, neutrales

–          125 ml Buttermilch

–          Vanilleextrakt nach Belieben

Am Anfang das übliche Ritual: Papierförmchen in die Mulden des Muffinbleches und den Ofen auf 180°C vorheizen.

Dann mischen wir Maismehl und Weizenmehl und Backpulver in einer Schüssel gründlich durch. Beiseite stellen.

In einer zweiten Schüssel rühren wir Zucker und Eier schaumig, das darf ruhig ne Weile dauern. Wir wollen einen schönen, hellen Schaum und der Zucker sollte sich größtenteils aufgelöst haben.

Zu dieser Masse geben wir Öl und Buttermilch und verrühren alles miteinander. An dieser Stelle fügen wir ebenfalls die Vanille hinzu.

Zum Schluss sieben wir noch das Mehl-Backpulver-Gemisch dazu, vermischen alles KURZ!, am besten per Hand und füllen die Muffinmulden etwa bis zur Hälfte. Der Teig ist sehr, sehr flüssig, nicht erschrecken. Und vor allem: Kein extra Mehl hinzufügen, widersteht der Versuchung!

Durch das Maismehl wird der Teig auch recht gelb

Durch das Maismehl wird der Teig auch recht gelb

Tja, und dann in den Ofen, 20 – 25 Minuten backen und fertig. Lieber ne Minute weniger backen als zu viel, die werden leider sehr schnell trocken, wie ich am ersten Blech feststellen musste.

Leider kommt das Grün des Zuckers nicht wirklich rüber auf dem Bild :(

Leider kommt das Grün des Zuckers nicht wirklich rüber auf dem Bild :(

Nach Wunsch dekorieren. Bei mir sah dieser Wunsch so aus, dass ich gerne irgendwas in gelb und grün machen wollte. Originell, ich weiß.

IMG_3342

Gut, ein gelbes Frosting ist schnell gemacht: Puderzucker und Frischkäse verrühren, nach Wunsch aromatisieren und gelb einfärben. Soweit kein Thema (ich brauchte etwa 2 EL Frischkäse und 1,5 Packungen Puderzucker, nur so als Richtlinie).

Und das Grün?

Meine Dekovorräte gaben leider nix her, also hieß es: Kreativ werden. Grüner Dekozucker wär ja cool… und weil ich nicht einsehe, die horrenden Preise des Fachhandels zu unterstützen (okay, ich kann’s auch einfach nicht xD), machen wir den heute mal selber:

Dazu nehmen wir ein sauberes Schraubglas, füllen Zucker hinein und flüssige Lebensmittelfarbe im gewünschten Farbton. Und dann schütteln wir. Nicht uns, das Glas. Deckel drauf machen vorher nicht vergessen.

Wenn sich dann die Farbe per Schütteln und Rühren gleichmäßig verteilt hat, verteilen wir nun wiederrum den Zucker auf einem Teller und lassen ihn trocknen. Zwischendurch immer mal wieder zerbröckeln.

Nein, ich habe keinen komischen Nebenjob, dat is Zucker ^^

Nein, ich habe keinen komischen Nebenjob, dat is Zucker ^^

Wer will, kann den trockenen Zucker dann noch in der Moulinette zerhäckseln, dabei aber aufpassen, dass er nicht zuuuuuuuuuu fein wird, sonst geht die Farbe flöten.

Tatdaa, glitzernder Dekozucker. Besonders hübsch übrigens in Rosa oder Violett ;)

Hier sieht man das Grün schon ein bisschen besser.

Hier sieht man das Grün schon ein bisschen besser.

So, na dann wolln wir heute Abend mal, wa?

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