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World Cup-Cakes 2014: Arabischer Mandelkuchen (Algerien)


Kennt ihr die hier?

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Na, schonmal gesehen?

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Das, liebe Kinderlein, sind Tonkabohnen.

Bei der Tonkabohne (Dipteryx odorata) handelt es sich um den mandelförmigen Samen des Tonkabaumes, der es vorzieht, in Südamerika und Teilen Afrikas Wurzeln zu schlagen und der zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen gehört. Man kann sich seine Verwandtschaft halt nicht aussuchen.

Die Tonkabohne macht sich ausgesprochen gut in Desserts und Backwaren, mit einem Geschmack, der an Vanille und Bittermandel erinnert. Und bevor hier jetzt jemand entsetzt schreit: Aber das Cumarin! Die Krebsgefahr! Aaaaaah! –Ja, sie enthält Cumarin, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein, solange ihr aber nicht jahrelang tagtäglich ein Dutzend von diesen Dingern knuspert, besteht wohl kaum Grund zur Sorge. Da ist Nachbars Benz schlimmer.

Mandeln. Die spielen heute auch eine Rolle.

Mandeln. Die spielen heute auch eine Rolle.

So, jenuch jelernt. Kommen wir wieder zu den wirklich wichtigen Dingen: Fußball und Backen.

Mexiko darf also nach Hause fahren, aber die haben’s ja auch nicht so weit. Und wenigstens das Kuchenduell haben sie ja gewonnen. Nachtrag zu gestern: Am zweiten Tag ist der Pastel des Tres Leches übrigens so richtig schön durchgezogen und schmeckt noch einen Ticken besser.

Und heute wir dann wieder, hm? Um zehn Uhr abends, Kinners, macht doch nicht sowas mit mir. Da bin ich ja vor zwölfe net im Bett. Bäh. Ich bin ja schon beim Gedanken daran müde.

Naja, soviel zum Fußball. Kommen wir zum Kuchen und der Frage: Was backt man eigentlich so in Algerien?

Erstens – nicht viel. War jedenfalls gar nicht so einfach, ein spezifisch algerisches Kuchenrezept zu finden. Fladenbrot hätt ich im Angebot gehabt, und Dattelkonfekt. Aber Kuchen? Aber: Was lange währt, wird endlich gut und ich bin dann doch noch fündig geworden, als ich meine Suche auf Nordafrika ausdehnte. Das ist dann quasi das Umland von Algerien. Oder so. Und daher kann ich euch heute voller Stolz präsentieren:

Arabischer Mandelkuchen

(in Anlehnung an dieses Rezept: http://www.chefkoch.de/rezepte/249471099063172/Arabischer-Mandelkuchen.html)

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Zutaten:

–          200 gr gemahlene Mandeln

–          150 gr Zucker

–          4 Eier, getrennt

–          1 Prise Salz

–          ¼ – ½ Tonkabohne, gemahlen (hier eignet sich die Muskatnussreibe hervorragend)

–          1 Prise Zimt

–          2 EL Rosenwasser

 

Zunächst einmal kleiden wir unsere Springform (26cm) am Boden mit Backpapier aus und heizen den Ofen auf 180°C vor.

Anschließend vermoppen wir das Eiweiß so lange, bis es zu Eischnee wird. Hierbei ist es ungemein wichtig, dass sowohl Schüssel als auch Schneebesen vollkommen fettfrei sind und auch kein Fitzelchen Eigelb mitreingerutscht ist.

In einer zweiten Schüssel schlagen wir Eigelb, Zucker und Aromen so lange, bis die Masse schön weiß-cremig ist. Dann schütten wir die Mandeln dazu und vermischen alles.

Das sähe dann so aus.

Das sähe dann so aus.

Zuletzt geben wir den Eischnee hinzu und ziehen ihn per Hand unter. Das sollte dann eine recht dünnflüssige Masse geben, die wir in die Form geben und ca. 35 Minuten backen.

Viel isses wirklich nicht.

Viel isses wirklich nicht.

Der Kuchen bleibt verhältnismäßig saftig-feucht, aber die Oberfläche sollte schon trocken aussehen und ein Stäbchen sollte unverklebt herauskommen. Auch wird er nicht sehr hoch, das ist aber schon richtig so.

Eigentlich eher ne Tarte als ein Kuchen, aber was ist schon ein Name?

Eigentlich eher ne Tarte als ein Kuchen, aber was ist schon ein Name?

Ein wenig auskühlen lassen, aus der Form nehmen und vollständig erkalten lassen.

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Fazit:

Ein recht flacher Kuchen, der durch ungewöhnliche Aromen auffällt. Ich persönlich finde, er schmeckt ein wenig nach Marzipan, was vermutlich an der Tonkabohne und den Mandeln liegt. Außerdem ist er natürlich irre saftig, ist ja auch kein Mehl dran. Alles in allem erinnert er mich irgendwie an einen Zimtstern, nur eben in Kuchenform. Aber warum auch nicht?

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