Mama, ich hab Angst...
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World Cup-Cakes 2014: Vanilla Cake-Pops (England)


Wo wir grad noch von Spanien sprachen… ich wiederhole: Aua, das tat weh. Da wird sich sicher der eine oder andere Spanier ganz bitterlich in den Schlaf geweint haben. Hach, sie tun mir ja schon leid. Ich kann Männer ja nicht leiden sehen, die bekommen dann immer so einen Dackelblick… brrr, da läuft’s mir eiskalt den Rücken runter.

In der Vorrunde raus… schade eigentlich, gebäckspezialitätenmäßig hätte Spanien noch einiges Schönes zu bieten gehabt, und nu komm ich gar net mehr dazu. Ei verbibbsch.

Nun gut, es gibt noch andere Länder, n’est pas? (Wir sind heute wirklich sehr international, aren’t we?)

England zum Beispiel. Ach ja, good ol‘ Britain. Wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich grad Kaffee trinke, aber es ist ja auch noch nicht fünf Uhr. Da trink ich dann wieder Tee, versprochen.

Unser heutiges Rezept würde aber auch ziemlich gut zu Schottland passen, wenn ich genau darüber nachdenke. Die schmeißen ja auch nix weg, so von wegen Sparsamkeit und so. Aber Schottland spielt ja nicht mit. Pah.

Ich schmeiße nämlich überaus ungern Lebensmittel weg. Ich mein, das muss doch nicht sein. Wenn was wirklich schlecht ist, ja klar, dann muss es weg, aber nur, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (denkt mal über den Namen nach) abgelaufen ist? Liebe Leute, ihr habt doch Augen und ne Nase. Sollte der Joghurt wirklich verdorben sein, glaubt mir – das merkt man. Und dann sollte man sich fragen, warum er schlecht geworden ist und beim nächsten Mal vielleicht etwas weniger kaufen. Kleiner Tipp von Mama ;)

Jedenfalls, ich hatte da noch Muffins eingefroren. So völlig banale, unspektakuläre, simple Vanille-Muffins. So aus der Kategorie ja-sind-ganz-okay-aber-wirklich-essen-will-die-auch-keiner. Gelungen, aber langweilig.

Solche halt (Archivbild)

Solche halt (Archivbild)

Und daaaaaaaaaaaaaan hatte ich von den Holland-Cupcakes noch ungefärbtes Frosting über. Hm. Muffins. Frosting. Hm. Einfach das Frosting auf die Muffins klatschen? Zu ordinär. Ich bitte euch, das ist unter meinem Niveau ;)

Nee nee nee, ich präsentiere euch viel lieber

 

Vanilla Cake-Pops à la Three Lions

Zutaten:

–          1 handelsüblicher Rührkuchen oder Muffins, ca. 12 Stück

–          Cream Cheese Frosting ODER

–          Ca. 100 – 150 gr Frischkäse (Menge hängt vom Kuchen ab)

–          Puderzucker nach Wunsch

–          Lebensmittelfarbe nach Wunsch

–          200 gr weiße Kuvertüre

–          1 TL Kokosöl

–          Schaschlikspieße

Den Kuchen könnt ihr natürlich auch extra backen, dann bietet sich das Rezept hier an: http://thehollyjollycupcake.com/de/how-to-der-ruehrteig/

So. Als Erstes tun wir das, was Mama uns immer verboten hat – wir matschen mit dem Essen rum. Will sagen: Wir zerbröseln den Kuchen. Ihr könnt übrigens jeden Kuchen nehmen, den ihr wollt, solange er trocken, also ungefüllt ist. Ich habe hier halt Vanillemuffins benutzt. Schokokuchen geht aber auch.

Ich glaub, hier bröselt`s!

Ich glaub, hier bröselt`s!

In die Schüssel mit den Bröseln gebt ihr dann esslöffelweise Frosting ODER neutralen Frischkäse und vermengt dieses mit den Bröselchen. Verwendet ihr Frischkäse, müsst ihr eventuell noch etwas Puderzucker hinzugeben, je nachdem, wie süß ihr seid.

Wie viel Frosting / Frischkäse ihr braucht, hängt auch sehr davon ab, wie altbacken euer Kuchen ist. Deswegen Vorsicht walten lassen und nicht zu viel auf einmal nehmen.

Ich habe zu meiner Masse auch noch etwas Vanille gegeben.

Wenn dann alles schön vermischt ist, kann man (muss man aber nicht) den so entstandenen Teig noch einfärben. Hier empfehle ich wärmstens Pastenfarben. Die werdet ihr im Laden eher nicht bekommen, müsst ihr bestellen, aber es gibt nix Besseres. Von dem Preis nicht abschrecken lassen, bei mir ist grad ein Döschen leergeworden – nach drei Jahren. Und die Farben sind einfach genial, geht mir weg mit dem Flüssigmist.

Dem Anlass entsprechend habe ich mich natürlich für die Farben Rot und Weiß entschieden

Dem Anlass entsprechend habe ich mich natürlich für die Farben Rot und Weiß entschieden

Naja jedenfalls – aus dieser Masse formen wir nun Kugeln. Meine waren alle 15 gr schwer, aber das bleibt euch überlassen.

Und nun ab damit ins Eisfach.

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Währenddessen schmelzen wir die Kuvertüre. Und zwar VORSICHTIG! Die beste Methode hier ist natürlich das Wasserbad, aber bitte bitte bitte, mit Zuckerguss obendrauf: bei gaaaaaaaaaaaaaaaaanz sanfter Hitze. Bei uns kommt das Wasser so heiß aus dem Hahn, dass ich den Topf nichtmal auf den Herd stellen muss. Das dauert dann zwar vielleicht 10 Minuten länger, aber wenn ihr die Schokolade zu heiß schmelzt, gibt’s diesen ätzenden weißlichen Belag. Da ist dann nix mit hübsch glänzen und so. Heißer als 40 – 50°C sollte das Wasser echt nicht sein. In die flüssige Kuvertüre das Kokosöl einrühren, das gibt noch etwas extra Glanz.

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Nach so ner Stunde (oder auch mehr) nehmt ihr dann die Kuchenbällchen aus dem Eisfach, piekst ein Schaschlikstäbchen hinein und taucht das Kügelchen in die Kuvertüre. Dann schön schütteln (vorsichtig), um den Überschuss loszuwerden und in einen Pappkarton oder Styroporblock stecken zum festwerden.

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Da die Kugeln sehr kalt sind, zieht die Kuvertüre sofort an, wenn ihr also noch Streusel oder Deko wollt, müsst ihr schnell (oder zu zweit sein).

Hilfe, mein Cake Pop hat ein Gesicht!

Hilfe, mein Cake Pop hat ein Gesicht!

Joa, dann noch komplett fest werden lassen und tatdaa. Cake Pops.

Nee im Ernst, der kuckt mich doch total böse an...

Nee im Ernst, der kuckt mich doch total böse an…

Dann wollen wir mal schauen, wie sich die Herren von der Insel heute Abend schlagen. Kann es eigentlich zum Elfmeterschießen kommen?

Mama, ich hab Angst...

Mama, ich hab Angst…

P.S.: Aufbewahren würde ich die Dinger im Kühlschrank. Ohne Kuvertüre lassen die Kuchen-Kugeln sich auch gut einfrieren, so hat man immer nen kleinen Vorrat parat.

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Ich hab noch nie so grimmig dreinschauendes Gebäck gesehen…

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