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Weintrauben-Cupcakes


Kinder, im Leben muss man manchmal Kompromisse eingehen. Man bekommt nicht immer, was man gerne hätte, das wussten schon die Rolling Stones.

Ich wollte zum Beispiel als Kind immer ein Pony, und was hab ich bekommen?

Eine kleine Schwester. Zugegeben, sie ist ne Pferdenärrin, und vielleicht ist das ja der Kompromiss.

Mein Kater Jack wollte immer ein großer Tiger sein, der auf seinen Raubzügen die unendliche Steppe Berlins durchstreift, doch stattdessen ist er jetzt ein Salonlöwe, der mit seinem Gebrüll die Wollmäuse unterm Sofa in Angst und Schrecken versetzt.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Spinne, die ich vorhin erschlagen hab, auch andere Pläne hatte.

Ihr seht also – es kann immer anders kommen, als man sich das vorgestellt oder gewünscht hat. Aber das muss nichts Schlechtes sein. Manchmal entstehen aus den Unwägbarkeiten, die uns auf unserem Weg durchs Leben begegnen, die wunderbarsten Dinge. So hatte ich vor zehn Jahren eigentlich gedacht, ich würde nach Hannover gehen und Jura studieren und mir später die Taschen mit hübschen Euro-Scheinen vollstopfen. Aber stattdessen zog ich nach Berlin zu meinem damaligen Freund, den ich fünf Jahre später dann auch heiratete und mit dem ich dann zwei wundervolle Katzen bekam.

Und gestern erst wollte ich eigentlich Johannisbeer-Cupcakes backen, aber leider gab es in dem Laden, in dem ich immer einkaufe, keine Johannisbeeren mehr, also musst ich einen Kompromiss eingehen. Und diesem Kompromiss ist es zu verdanken, dass sich jetzt im Gemüsefach unseres Kühlschranks Weintrauben-Cupcakes befinden.

I heard it through the grapevine...dadadaaadadadadaaa...

I heard it through the grapevine…dadadaaadadadadaaa…

Und jeder, der jetzt die ganze Zeit Ted Mosby in seinem Kopf gehört hat, bekommt nen extra Löffel Frosting.

Weintrauben-Cupcakes

Für 20 Stück

Zutaten:

–          100gr Zucker

–          100gr Butter

–          1 Prise Salz

–          300gr Mehl

–          2 TL Backpulver

–          2 Eier

–          200ml Milch

–          Ca. 300gr helle, kernlose Weintrauben, halbiert

–          Vanillearoma oder Zimt nach Belieben

Soooooooo – Ofen auf 180°C vorheizen und das Muffinblech mit Papierförmchen ausstatten.

Mehl und Backpulver gut mischen. Wenn ihr Zimt verwendet, kommt der auch dazu.

Butter mit Zucker und Salz und Vanillearoma (wenn gewünscht) schön schaumig schlagen und die Eier nacheinander einzeln unterrühren. Dann die Milch dazugeben und ebenfalls schön verrühren.

Mehl in die Schüssel sieben und KURZ unterrühren und dann noch die Weintrauben PER HAND unterheben.

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Mit dem Eisportionierer wieder eine Kugel Teig pro Mulde einfüllen und ab dafür in den Ofen, für 25 Minuten.

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Abkühlen lassen und mit folgendem Frosting garnieren:

–          100gr Schokolade, weiß

–          25gr Butter (bitte keine Margarine)

–          50gr Creme fraiche

–          1 Prise Salz

–          Wenn gewünscht Vanillearoma oder Zimt

–          Ca. 300gr Puderzucker

Schokolade und Butter im Wasserbad schmelzen lassen, mit der Creme fraiche verrühren, Salz und eventuelles Aroma hinzufügen und den Puderzucker einarbeiten. Wieviel Puderzucker ihr braucht, hängt letzten Endes davon ab, wie fest ihr euer Frosting gerne hättet. Noch ein bisschen kalt stellen und dann nach Wunsch auf die Cupcakes auftragen.

Kuckt mal, voll die süßen Eulen!

Kuckt mal, voll die süßen Eulen!

Wer mag, dekoriert jetzt noch ein bisschen und fertig.

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Das Urteil:

Joa, genehmigt, würde ich sagen. Ich musste zwar feststellen, dass Weintrauben nicht unbedingt das beste Obst zum backen sind, aber ganz so schlimm isses auch nicht. Johannisbeeren wären vermutlich etwas geschmacksintensiver gewesen, aber wenn ich die nunmal nicht bekomme, dann kann ich auch nix ändern. Pah.

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Der Teig erinnert mich bestechend stark an diese kleinen Apfelküchlein, die meine Mama immer für meinen Geburtstag in der Schule gebacken hatte. Das war, als noch keine Sau von Cupcakes oder Muffins gesprochen hatte. Ja, so alt bin ich schon.

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Auf das Frosting würde ich wirklich nicht verzichten, ohne schmecken sie dann doch etwas fad. Aber natürlich könnt ihr jedes Frosting eurer Wahl nehmen.

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Ansonsten haben wir er hier mit hübschen, netten Cupcakes zu tun, solide im Geschmack, keine Offenbarung, aber groß zu beanstanden hab ich auch nix. Dreieinhalb von fünf Küchenkatzen. Eventuell nochmal mit anderem Obst ausprobieren.

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