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Vanille Cupcakes mit gebrannten Salzmandeln 2


Haaaaaaaaaaaaaaaalt, stop, stop, stop, stop, stop.

Bleibt mal lieber da stehen. Niiicht näher kommen, Abstand wahren.

Mama brütet nämlich grad was aus, befürchte ich, und damit meine ich kein süßes, flauschiges Küken.

Ihr kennt diesen Quatsch mit Dauerniesen (sorry an die Nachbarschaft, nebenbei bemerkt), verstopfter Nase, Gliederschmerzen, erhöhter Temperatur, Kratzen im Hals und irgendwie das Gefühl, es hätte sich ein mittelgroßer Elefant auf eurer Brust niedergelassen? Jaja, sowas hab ich grad.

Wobei es faszinierend ist, wie schnell sowas geht. Heute Morgen war mein größtes Problem noch der Radiowecker gewesen, aus dem mich diese unsägliche Adele wachplärrte, aber dat ging schon. Das Geseiere kann ich ausblenden.

Und nun dit. Is doch nicht wahr. Da kuckste einmal nicht hin und schwupps, schon hat dich so ein Bazillus erwischt. Wenn ich die Ratte in die Finger bekomme…

Naja, sollte ich diese schwere Krankheit nicht überstehen und dem Fieber zum Opfer fallen, so tröstet mich doch wenigstens der Gedanke, dieser Welt, die ich verlasse, eine gar köstliche Kreation hinterlassen zu können, auf das sie zukünftige Generationen erfreue:

Vanille Cupcakes mit gebrannten Salzmandeln

Zutaten für 16 Stück

–          200gr Mehl

–          1 TL Backpulver

–          ¼ TL Salz

–          125gr Butter

–          150gr Zucker, bevorzugt braun

–          2 Eier, Raumtemperatur

–          1 TL Vanille-Extrakt

–          Ca 100gr gebrannte Salzmandeln (Rezept gibt’s hier)

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Als erstes noch eine Anmerkung:
Das Basis-Rezept stammt von unserer guten Martha Stewart, aus ihrem Buch „Cupcakes“ (es handelt sich hierbei um die Blondie Cupcakes von Seite 100), allerdings hab ich es etwas abgewandelt.

Nun denn – Papierförmchen in die Mulden des Muffinbleches setzen, Ofen auf 180°C vorheizen und los geht’s.

Mehl und Backpulver werden in einer Schüssel gut vermischt und beiseite gestellt. Wirklich gut vermischen, nur so klappt’s mit dem gleichmäßigen Aufgehen der Cupcakes.

In einer zweiten Schüssel rühren wir Butter, Zucker, Salz und Vanille sehr cremig. Nehmt bitte schon sowas wie echte Vanille, kein Vanillin-Zucker oder Buttervanille-Aroma. Ich benutze sehr gerne dieses Finesse von Dr. Oetker, das ist ein ganz guter Ersatz, wenn echte Schoten das Budget sprengen würden. Und man schmeckt wirklich einen Unterschied.

Wenn der Zucker größtenteils aufgelöst ist, fügen wir die Eier einzeln hinzu. Erst das eine Ei komplett unterrühren, bevor das zweite dazukommt.

Jetzt das Mehl hinzusieben und KURZ unterrühren. Es schadet nix, wenn noch Mehlnester zu sehen sind.

Nun noch die gebrannten Mandeln grob hacken und per Hand unterheben. Ich empfehle, zu diesem Zweck keinen Schneebesen zu nehmen, der Teig ist recht fest und eher schwer aus dem Ding wieder rauszubekommen. Ich spreche aus Erfahrung.

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Mit dem Eisportionierer eine Kugel Teig pro Mulde einfüllen und ca. 20 Minuten backen.

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Währenddessen das Frosting zubereiten:

Vanille Frosting

–          125gr weiche Butter (KEINE MARGARINE! Wer Margarine nimmt, wird gehauen!)

–          1 TL Vanille-Extrakt (ersatzweise ein Beutelchen Finesse)

–          250gr Puderzucker, eventuell mehr

Auch hier wieder auf die Qualität der Vanille achten, sonst schmeckt’s echt widerlich.

Die Butter mit eben erwähnter Vanille schöööööööööööööön schaumig schlagen. Man kann auch noch eine Prise Salz hinzufügen, was ich empfehle. Hier habe ich darauf verzichtet, da schon genug Salz in den Cupcakes ist.

Wenn die Butter wirklich sichtbar heller geworden ist, geben wir den Puderzucker portionsweise hinzu. Gut unterrühren, das ist sehr, sehr wichtig. Am Ende habt ihr ein fast weißes, fluffiges Frosting. Unter Umständen benötigt ihr mehr Puderzucker, das müsst ihr selbst entscheiden.

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Bis die Cupcakes ausgekühlt sind, in den Kühlschrank stellen und dann nach Wunsch verarbeiten.

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Dieses Frosting eignet sich hervorragend zum Aufspritzen, allerdings sollten die Cakes im Kühlschrank aufbewahrt werden oder in einem wirklich kühlen Raum. Buttercreme kann zickig sein.

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Fazit:

Wer hier leichte, fluffige, zarte Cupcakes sucht, der kann gleich weitergehen. Diese Cupcakes sind eher kompakt und fest, aber nicht trocken. Mich erinnern sie ein wenig an Brownies, nur ohne Schokolade. Die leichte Salz-Karamellnote zieht sich schön durch den ganzen Teig und die Mandeln sorgen für etwas Biss. Geschmacklich auf jeden Fall top.

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Am meisten überrascht hat mich allerdings das Frosting. Ich war am Anfang ja extrem skeptisch – im Grunde ist es ja nur Butter und Puderzucker. Der Trick ist hier wirklich das lange Aufschlagen der Masse, dadurch wird sie wahnsinnig zart und leicht.

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Ich mein, sogar Schatzi, der normalerweise Butter hasst (echt, er kann schon den Geruch nicht ab), hat dieses Frosting anstandslos verdrückt. Tut euch aber bitte selbst den Gefallen und verwendet vernünftige Zutaten, also echte Butter und Vanille. Grad bei so wenig Zutaten ist die Qualität ausschlaggebend.

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Tja, alles in allem bin ich recht zufrieden mit dem Ergebnis. Als Variante würde ich vorschlagen, noch ein paar Schokobrocken mit in den Teig zu werfen (dann etwas weniger Mandeln) oder mal ein Karamellfrosting zu versuchen (Dulche de Leche, anyone?). Statt Salzmandeln können natürlich auch alle anderen gebrannten Nüsse verwendet werden.

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Und am Ende des Tages vergebe ich vier von fünf Küchenkatzen.

Und sowas könnte euch dann ankucken, wenn ihr es euch mit einem der Cupcakes auf der Couch bequem macht.

Und sowas könnte euch dann ankucken, wenn ihr es euch mit einem der Cupcakes auf der Couch bequem macht.

Und nun geh ich mir ein Sterbeloch buddeln. Hatschi.


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2 Gedanken zu “Vanille Cupcakes mit gebrannten Salzmandeln