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Trüffel-Biskuitrolle


Neeiiinn… oooh nein, kommt nicht in… nimm deine Pfoten da weg! Aus! Schluss! Gib das wieder her! Das… ist… meine… Pfui! Hol dir deine eigene, die gehört mir… neeeeeeeeiiiin, neeeeeeeiiiiinnnn… HILFE! RAUB! MORD UND TOTSCHLAG! FEUERIO!

Grumpf. Jedes Jahr zu dieser Zeit das gleiche Theater. Jedes verdammte Jahr kommen sie wieder. Aber nicht mit mir, nicht dieses Jahr! Ich bin vorbereitet. Die Türen verbarrikadiert. Die Fenster abgedichtet. Der Burggraben ausgehoben und mit Piranhas gefüllt.

Und den Katzen hab ich die Krallen frisch gefeilt.

Dieses Jahr werden sie mir diese eine Stunde nicht stehlen! Der Sieg wird mein sein! Ich behalte meine Stunde!

Soweit kommt das noch, eine Stunde weniger schlafen. Pöh. Kommt ja gar nicht in Frage.

Wohlan, ihr Recken, ihr Streiter für ungestörten Schlaf! Auf die Burgzinnen! An die Waffen.

Und kalibriert die Triboks.

Dann gibt’s nachher auch

Trüffel-Biskuitrolle

Originalrezept aus „Schokolade“, Parragon Books Ltd. (Bûche de noel), leicht abgewandelt

Zutaten:

  • 4 Eier
  • 100gr Zucker
  • 75gr Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 EL Kakaopulver, ungesüßt
  • 75gr Schokolade
  • 1 Eigelb
  • 75ml Milch
  • 60gr Butter (keine Margarine)
  • 25gr Puderzucker
  • Nutella nach Bedarf

Den Ofen auf 200°C vorheizen und das Backblech mit Backpapier auslegen.

Mehl, Kakaopulver und Backpulver mischen.

Eier und Zucker schaumig schlagen. Sehr schaumig. Ohne Mist, mit dem Mixer darf das ruhig so sieben, acht Minuten dauern. Je länger, desto besser.

Mehlmischung auf die Eiercreme sieben und per Hand vorsichtig unterheben (am besten mit dem Schneebesen).

Den sehr luftigen Teig auf das Backblech streichen und 12 Minuten backen. Auf keinen Fall zu lange!

Den fertigen Biskuit mit dem Papier nach oben auf ein mit Puderzucker bestreutes, sauberes Küchentuch stürzen, vorsichtig und zügig das Papier abziehen, die Biskuitplatte mitsamt dem Handtuch fest aufrollen und so auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Schokolade im Wasserbad schmelzen.

Das Eigelb mit der Milch mischen, erhitzen (nicht kochen), die Schokolade einrühren und zur Rose abziehen. Heißt – bis kurz vor dem Siedepunkt erhitzen, bis die Creme andickt. Wenn ihr dann einen Löffel hineintaucht und auf den Löffelrücken pustet, sollten Ringe entstehen, die an Rosenblätter erinnern.

Diese Creme auskühlen lassen, dabei regelmäßig umrühren, damit sich keine Haut bildet.

Butter und Zucker cremig aufschlagen.

Wenn beide Massen Raumtemperatur haben (das ist wichtig!!), den Schokopudding esslöffelweise unter die Butter schlagen.

Den Biskuit entrollen, mit Nutella bestreichen, mit Schokobuttercreme bestreichen und wieder aufrollen.

Nach Belieben dekorieren und genießen.

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Fazit:

Wer mag, kann die Rolle noch mit einer Schokoglasur überziehen. Oder die doppelte Menge Buttercreme machen und auch außen auftragen.

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Dann habt ihr allerdings den absoluten Schokoladen-Overkill. Ich hab euch gewarnt.

Ansonsten – Schokolaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaadeeeeeeeeeee. Soooooooooviel Schokolaaaaaaaaaaaaaaaaadeeeeeee.

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Okay, der Biskuit ist ein bisschen trocken, da muss ich nochmal experimentieren. Das fällt aber durch die Creme kaum auf, ist also nicht so schlimm. Außerdem ließ er sich hervorragend rollen.

Das Nutella gibt eine schöne Haselnussnote, man kann aber auch jede andere Schokocreme verwenden. Weiß könnte ich mir auch gut vorstellen. Oder auch Dulce de Leche, hier kann man sich austoben.

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Und auch, wenn das Ganze ziemlich süß klingt – das täuscht. Auch ist die Trüffel-Biskuitrolle nicht ganz so mächtig, wie man vermuten möchte, sondern entgegen aller Erwartungen recht zart und cremig. Kann man auch gut als Dessert verwenden.

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Die Herstellung, besonders der Buttercreme, klingt auch komplizierter, als sie ist. Wichtig ist eigentlich nur, dass Schokocreme und Butter-Zucker-Masse beide Raumtemperatur haben. Auch das „zur Rose abziehen“ klingt schlimmer, als es dann letzten Endes ist. Einfach mal ausprobieren. Und wenn’s schiefgeht, könnt ihr immer noch ne normale Schokosahne improvisieren.

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Wir fassen also zusammen: Zubereitung mittelschwer, geschmacklich nix zu meckern, optisch macht die Rolle auch was her und Schokoholics werden hier ins Nirvana katapultiert.

Ich würd mal sagen… dreieinhalb von fünf Küchenkatzen.

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