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Tiramisu-Torte „La Dolce VIta“ 2


Ich möchte den heutigen Beitrag mit einem sinngemäßen Zitat des leider bereits verstorbenen Humoristen Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow, einigen besser bekannt als Loriot, beginnen:

Ein Leben ohne Katze ist möglich, aber sinnlos.

Herzlich Willkommen zum Weltkatzentag!

Oder wie meine beiden Scheißerchen sagen würden: Einer von 365 im Jahr. Olle Egozentriker. Dat mit den Katzengöttern, dat war im Alten Ägypten, und dit is auch schon 4000 Jahre her! Akzeptiert es endlich.

Aber gut, so ganz ohne Katze wäre das Leben doch auch irgendwie öde. Man stelle sich nur mal das Internet vor! Kannste dichtmachen ohne Miezekatzen. Und wie wir dann alle rumlaufen würden – völlig ohne Fellhaare auf den Klamotten, un-mög-lich, sag ich euch. So kann man sich doch nicht blicken lassen. Ach, und überhaupt, Haare – ohne schmeckt der morgendliche Kaffee doch auch gar nicht. Da muss ne Prise Katze ran.

Oder auch diese tollen kleinen Kratzer an Armen und Beinen, wat würd ich sie vermissen. Ganz unvollständig käm ich mir da vor.

Von der Körperhygiene möchte ich jetzt gar nicht erst anfangen… was wär ich für ein Dreckspatz, wenn mich mein kleines Prinzesschen nicht immer des nächtens so schön putzen würde. Im Gesicht. Mit ihrer rauen Katzenzunge. Man, dit kommt jut, so nachts um 4.

Jedenfalls – Weltkatzentag. Da geht man doch glatt noch mal eben fix zum Krämer seines Vertrauens und ersteht eine Dose edelsten Tunfischs für den Tiger in Ausbildung.

Und wir selber feiern mit einer

Tiramisu-Tore „La Dolce Vita“

Zutaten Biskuit für eine 26 cm-Springform:

  • 4 Eier
  • 2 Eigelb
  • 125gr Zucker
  • 150gr Mehl

Wir bereiten unsere Springform vor und heizen den Ofen auf 200°C vor.

Das Eigelb, die Eier und den Zucker schlagen wir über einem heißen Wasserbad auf, und zwar so lange, bis die Masse wieder kühl ist (oder wenigstens Raumtemperatur). Ja, das dauert auch mit dem Mixer seine 10 – 15 Minuten. Muss aber sein.

Die Creme sollte dabei ihr Volumen mindestens verdoppeln, eher noch verdreifachen.

Dann sieben wir das Mehl darüber und heben es per Hand mit einem Schneebesen sehr vorsichtig unter. Keine Hektik hier, schön sachte. Wir haben Zeit.

Den Teig dann in die Form gießen und ca. 30 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, und wenn nix feuchtes mehr dran klebt, Ofen ausschalten, den Biskuit noch so 20 Minuten drin stehen lassen und dann draußen komplett auskühlen lassen. Wer’s eilig hat, stellt ihn in den Kühlschrank, mal kann man das machen.

Zutaten Füllung:

  • 200gr Mandelblättchen (alternativ gehakte Mandeln)
  • 250gr Mascarpone
  • 200ml Sahne
  • 2 EL Instant-Kaffeepulver
  • 50gr Zucker

Zutaten Sirup:

  • 250ml sehr starker, kalter Kaffee
  • 200gr Zucker

Wer mag, kann den Sirup natürlich auch kaufen, und wenn keine Kinder mitessen, geht auch Kaffeelikör oder Amaretto.

Ansonsten: Kaffee und Zucker aufkochen lassen (Vorsicht: Schäumt wie blöde anfangs) und so etwa ne halbe Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Flüssigkeit merklich zäher geworden ist. Auskühlen lassen, dabei wird der Sirup noch dickflüssiger.

Die Mandelblättchen ohne Fett anrösten, bis sie braun sind. Aufpassen – verbrennt dann sehr schnell, also schön dabeibleiben.

Sahne steifschlagen. Das geht am besten, wenn Schneebesen und Schüssel eiskalt sind. Und die Sahne auch. Wer sich nicht traut, nimmt noch ein Päckchen Sahnesteif, grad im Sommer ist das ne gute Idee.

Mascarpone, Kaffeepulver und Zucker verrühren, die geschlagene Sahne unterheben.

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Den Biskuitboden halbieren. Unteren Boden mit 3-5 EL Kaffeesirup tränken, Hälfte der Creme auf den unteren Boden streichen, mit einem Teil der Mandelblättchen belegen, zweiten Boden drauflegen, mit dem Rest Creme bestreichen und mit Mandelblättchen und echtem Kakaopulver nach Belieben dekorieren.

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Im Kühlschrank kühlen und servieren.

Fazit:

La Vita e bella!

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Oder so ähnlich, ich sprech kein Italienisch.

Aber die Torte kommt gut. Ganz zarter Biskuit, den man kaum auf der Zunge spürt, herb-süße Kaffeecreme, süßer Sirup/Likör, knackige Mandeln… la dolce vita eben.

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Die Süße der Creme müsst ihr dabei selbst ein bisschen anpassen – wer es süßer mag, gibt noch ein bisschen mehr Zucker dazu, obwohl ich davon abraten würde.

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Und den Firlefanz mit dem Wasserbad – macht euch die Mühe, dadurch wird der Biskuit unvergleichlich in der Konsistenz, super-flaumig, zart, locker, sowas hab ich noch nicht erlebt.

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Und wie gesagt – den Sirup kann man auch durch Amaretto austauschen, dann ist es noch tiramisuiger. Ich wollte bloß keine ganze Flasche kaufen für 5 EL, bei uns trinkt das Zeug sonst nämlich keiner.

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Die Torte ist auch eine schöne Tiramisu-Alternative für den Sommer, sie kommt nämlich komplett ohne rohe Eier aus. Und ernsthaft, Freunde – Salmonellen sind wirklich kein Spaß.

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Am besten schmeckt sie übrigens schön kühl aus dem Kühlschrank. Richtiggehend erfrischend.

Und in diesem Sinne vergeben wir viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

 


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2 Gedanken zu “Tiramisu-Torte „La Dolce VIta“

  • Liz MiniMe

    Schönes Rezept, schöne Bilder… yamyam und verführt zum Nachbacken…
    Aber… sprach Loriot nicht von MopsHunden? Mein Mann und ich haben letztens erst über diesen Spruch disskutiert :-)
    Viele liebe Grüße,
    Liz MiniMe

    • Holly C. Beitragsautor

      Danke für den lieben Kommentar :) Und Nachbacken kann ich nur empfehlen ;)
      Ja, Loriot hat Mopshunde gemeint, ich hab mir nur erlaubt, das Ganze auf Katzen umzumünzen. Aber der Herr von Bülow war bekennender Mops-Freund, das stimmt schon.
      Liebe Grüße!