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Tarte au Chocolat no. 2


So, jetzt aber mal raus hier. Ja ja, du auch, komm schon. Das war jetzt wirklich lange genug.

Jaaaa, schön war’s, sag ich ja gar nicht, aber genug ist genug, jetzt ist hier aus die Maus, Ende Gelände, Schicht im Schacht.

Nächstes Jahr dann wieder, versprochen.

Oh, und ihr seid ja auch mal wieder da, ich hätt euch fast nicht gesehen. Dann kommt mal rein, Vorsicht, nicht auf die Katze treten, macht’s euch gemütlich, ich muss nur mal eben kurz noch durchfegen. Nicht, dass sich da noch irgendwo was versteckt. Man kennt diese kleinen Biester ja. Besonders unterm Bett finde ich jedes Jahr noch was, irgendwann im Oktober dann oder so, schrecklich.

Äh, was? Natürlich den Juli, was denn sonst?

Nee, nee, Kinners, jetzt ist Schluss hier mit Hochsommer-Blabla, jetzt steuern wir hart auf den Altweibersommer und den Herbst zu, jawollja. Mama ist auch schon ganz mit den Vorbereitungen beschäftigt, ich sag’s euch. Hausputz, die Deko entstauben, Marmelade kochen, Sirup machen, Obst und Gemüse einfrieren, hachje. Jetzt geht’s ja bald wieder los, dass man sich vor Ernteerzeugnissen kaum retten kann… ich bin schon ganz kribbelig. Endlich isses wieder soweit.

Und für euch hab ich heut eine

Tarte au Chocolat

Zutaten für eine 26cm-Springform:

  • 200gr Butter (keine Margarine)
  • 100gr Edelbitterschokolade
  • 100gr Halbbitterschokolade
  • 100gr Puderzucker
  • 4 Eier
  • 2 EL Speisestärke
  • 2 EL Kakao, ungesüßt
  • ½ TL Backpulver
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz

Zunächst ein Wort zur Schokolade:

Ich hatte Edelbitterschokolade mit 85% Kakao und Halbbitterschokolade mit 50% Kakao. Dadurch wird diese Tarte etwas für Liebhaber dunkler, herber Schokoladen. Vollmilchfreunde sollten lieber zu milderen Schokosorten greifen, also beispielsweise Edelvollmilch und Zartbitter im Verhältnis 1:1. Einfach die Zuckermenge erhöhen würde ich nicht.

Nun denn. Backform mit Papier auslegen und Ofen auf 180°C vorheizen.

Butter und Schokolade schmelzen.

Die Eier mit dem Puderzucker, der Vanille und dem Salz sehr schaumig rühren. S ne richtig schöne Eiercreme halt.

Stärke, Backpulver und Kakao mischen.

Die Schokobutter zur Eiercreme geben und gut verrühren.

Mehl-Kakao-Mischung sieben und zügig unterziehen.

Den flüssigen Teig in die Form gießen und ca. 25 Minuten backen. Nicht zu lange im Ofen lassen, die Tarte darf und soll in der Mitte noch schön weich und cremig sein.

Komplett auskühlen lassen und genießen.

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Fazit:

Tarte? Welche Tarte? Von was für einer Tarte redet ihr die ganze Zeit? Tarte au Chocolat? Hab ich nicht gesehen.

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Was? Ach das? Diese… braunen… Flecken bei mir an der Schnute? Das ist… äh, also, ich hab… tja… eine Schlammmaske gemacht?

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Ja gut, okay: Die Tarte ist verteufelt lecker.

Beziehungsweise war.

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Deshalb kann ich zur Haltbarkeit nichts sagen, außer: Lange lebt die eh nicht, die hat gar keine Chance, schlecht zu werden.

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Die Zubereitung ist denkbar einfach, lediglich beim Backen muss man n Auge drauf haben. Lieber eine Minute zu früh als zu spät aus dem Ofen nehmen, heißt das Motto hier.

Und unbedingt wenigstens auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, sonst läuft’s euch beim Anschneiden weg.

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Zur Schokolade sagte ich ja bereits eingangs etwas. Die Tarte, so wie ich sie gebacken habe, war eben ein Traum für Bitterschokofans – dunkle, tiefe Kakaonoten, die sich so richtig schön um den Gaumen kuscheln und da auch noch für eine ganze Weile bleiben. Dazu cremig-zarte Konsistenz, die auf der Zunge zerschmilzt – Herz, was willst du mehr?

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Welche Schokolade ihr aber benutzt, ist letzten Endes eure Sache. Nur ein Hinweis: Solltet ihr in der Hauptsache Vollmilchschokolade verwenden, rate ich euch, den Zucker runterzufahren. Je weniger Kakaoanteil, je weniger Zucker. Sonst habt ihr ne pappsüße Katastrophe am Ende.

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Wer mag, serviert noch einen Klecks eiskalte, ungesüßte Schlagsahne dazu, das muss aber gar nicht. Diese Tarte ist perfekt, so wie sie ist – schlicht, simpel, und so gut.

Fünf von fünf Küchenkatzen.

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Und wo hab ich denn jetzt die Kürbisse deponiert…?

 

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