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Süßkartoffel-Cupcakes


Logbucheintrag Außenteam, Sternzeit 19082014.

Tag 03 nach Ankunft in Strohwitwenien.

Das Wetter ist wechselhaft, aber angenehm. Baldiger Wechsel der Jahreszeiten scheint unmittelbar bevorzustehen. Erwarte täglich die Ankunft von Spekulatius und Stollen beim hiesigen Dorfkrämer.

Sehe mich einem unerwarteten Feind gegenüber: Der Langeweile. Nachdem mir die Oberflächen zum Putzen ausgegangen waren, ließ sie sich zum ersten Mal blicken, verschwand aber kurzzeitig wieder, als ich Staub wischte. Doch nun schleicht sie für immer längere Zeiträume durch mein Basislager. Habe langsam keine Gegenstände mehr, die ich in den Geschirrspüler stecken kann. Sollte die Katzen im Hinterkopf behalten.

Heute Zuckerstreusel nach Farben sortiert. Danach die Blätter der Pfefferminze einzeln abgewischt. Verbrachte eine halbe Stunde mit dem fotografischen Abbilden einer Süßkartoffel und weitere 30 Minuten damit, mich über ihr groteskes Aussehen totzulachen.

Kommt schon, sie SIEHT albern aus xD

Kommt schon, sie SIEHT albern aus xD

Die vierbeinigen Einheimischen (konnte bisher zwei beobachten) belagern mich nachts und scheinen via Zungenkontakt biometrische Daten über mich zu sammeln. Lasse sie gewähren und stelle mich bewusstlos. Darf keine Konflikte riskieren.

Die Kaffeemaschine scheint kaputt zu sein. Wenn Reparatur unmöglich, so stellt die eine ernsthafte Bedrohung des Außenteams dar und ein sofortiger Abbruch der Mission muss erwogen werden.

So, und nun reden wir mal über Cupcakes. Über

Süßkartoffel-Cupcakes

(auf Grundlage des Rezeptes von http://anecdotesandapples.weebly.com)

Zutaten für 17 Stück:

–          1 Ei

–          1 Eigelb

–          150gr Zucker, am besten braun

–          75gr Butter, weich

–          180ml Milch (ich hatte nur Buttermilch)

–          275gr Süßkartoffel-Püree

–          1 EL Honig

–          240gr Mehl

–          2 TL Backpulver

–          ½ TL Salz

–          ½ TL Zimt

–          ¼ TL gemahlene Nelken

–          ¼ TL gemahlener Ingwer

Zutaten Frosting:

–          65gr Frischkäse, neutral

–          125gr Butter (KEINE Margarine!)

–          250 – 300gr Puderzucker

–          Nach Geschmack Vanille und Zimt

Wir bestücken unser Muffin-Backblech mit Papierförmchen oder fetten es alternativ gut ein. Den Ofen heizen wir auf 180°C vor.

Mehl, Backpulver und Gewürze gut miteinander vermischen und beiseite stellen.

Die Butter mit dem Zucker und dem Salz weiß-cremig aufschlagen, anschließend erst das Ei unterrühren, dann das Eigelb. Es folgen der Honig und das Süßkartoffel-Püree.

Dieses stellt ihr her, indem ihr das hier:

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Schält und in Stücke schneidet

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und mit ein weeeeeeeeeeeeeenig Wasser weichkocht und anschließend (ohne das Wasser) püriert. Das sieht dann so aus:

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Wenn das also alles gut vermischt ist, sieben wir das Mehl dazu und rühren es mit der Milch KURZ unter.

Mit einem Eisportionierer eine Kugel Teig pro Mulde einfüllen und ca. 25 Minuten backen.

In der Zwischenzeit für das Frosting die Butter und den Frischkäse gut miteinander verrühren, dabei Vanille und Zimt hinzufügen. Schließlich soviel Puderzucker dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. In den Kühlschrank stellen und warten, bis die Cupcakes kalt sind.

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Wenn dieser Fall eingetreten ist, die Cupcakes nach Belieben mit dem Frosting dekorieren und vernaschen.

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Missionsbericht:

Wer fluffige, zarte Cupcakes haben will, sollte ein anderes Rezept versuchen. Wie zu erwarten war, sind diese hier aufgrund des Pürees in der Konsistenz eher kompakt und feucht. Wirklich groß aufgegangen sind sie auch nicht, aber wie schon gesagt – damit war zu rechnen. Das Gemüsepüree macht den Teig einfach sehr schwer, darauf sollte man sich einstellen.

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Nichtsdestotrotz sind die Cupcakes ganz weich und cremig im Mund, also nix mit Gummi und Klitsch. Eher so ein bisschen wie Tarte au Chocolat, nur ohne Chocolat. Dafür mit Süßkartoffel.

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Geschmacklich liegen sie irgendwo zwischen Kürbis und Möhre, süßlich, leicht erdig und samtig. Die Gewürze passen auch hervorragend, man könnte vielleicht noch ein wenig Muskat zugeben. Und wer es gern bissig mag, der könnte einige gehackte Nüsse mit in den Teig schmeißen, oder aber auch Rosinen. Die aber vorher in Mehl wälzen, sonst sinken sie zu Boden.

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Am Ende vergebe ich dreieinhalb von fünf Küchenkatzen.

So, und wer isst den ganzen Haufen jetzt?

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