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Snickerdoodles


Psssssssssscht, leise!

Schuhe ausziehen, dann könnt ihr reinkommen, aber gaaaaaanz vorsichtig! Auf Samtpfötchen, quasi. Auf Ze-hen-spitz-en. Wer hat da so geschnauft?

Die Kleinen schlafen doch noch ganz friedlich, kuckt mal. Ganz ruhig und gemütlich liegen sie da eingemummelt in ihren Regalen und Kartons und schlummern tief und fest vor sich hin. Und wenn mal zwischendurch eins aufwacht, reibt es sich eben kurz die Augen, blinzelt einmal in die Runde und kuschelt sich wieder zu seinen Brüdern und Schwestern.

Ist ja auch noch ein bisschen Zeit, bis sie gebraucht werden und dann wieder durch unsere Wohnzimmer kugeln und purzeln.

UND BIS DAHIN IST HIER RUHE!

Entgegen allen Vermutungen, die sich bis jetzt eingestellt haben könnten, möchte ich an dieser Stelle nur mal eben klarstellen, dass ich augenblicklich nicht unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stehe. Ich schwör.

Aaaaaaber. Ich habe sie gesehen. Ich habe sie gesehen!

Oh Gott. Es beginnt. Die Zeit ist gekommen, das Warten hat ein Ende.

Nein, nicht schon wieder Fußball-Weltmeisterschaft. Die ersten Lebkuchen! Gestern beim Einkaufen war es soweit, Kinder – Lebkuchen, Spekulatius, Pfeffernüsse, Dominosteine, hach, es war herrlich.

Und Kürbisse gab es auch, bergeweise. Große Kürbisse und kleine Kürbisse und runde Kürbisse und längliche und ovale und orangene und gelbe und grüne und glatte und welche mit Warzen… mir ist glatt ein bisschen schwindelig geworden.

Ich hätte ja auch gerne so einen oder siebenundzwanzig davon mitgenommen, aber der Kerl, den ich geheiratet habe, hat sich geweigert, zu tragen. Pah.

Jedenfalls. Ich läute hiermit höchstoffiziell die Herbstzeit aka. schönste Zeit des Jahres ein. Nachher geht’s erstmal runter in den Keller, die Deko raufholen, später schneiden wir dann bunte Blätter aus Tonkarton aus und heute Abend verspeisen wir Pfeffernüsse und süffeln Federweißen. So sieht’s aus.

Und ihr könnt mal wieder backen:

Snickerdoodles

(Quelle: Martha Stewart, „Cookies“)

Zutaten für ca. 30 Stück:

–          160gr Mehl

–          1 TL Backpulver

–          ½ TL Salz

–          125gr weiche Butter (ich würde keine Margarine nehmen)

–          1 Ei

–          100 – 150gr Zucker

 

–          Zimt nach Belieben

–          Ca. 50gr Zucker

Erstmal den Ofen vorheizen: 175°C. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die 50gr Zucker mit Zimt vermischen. Nehmt halt soviel Zimt, wie ihr mögt.

Dann Mehl und Backpulver gut mischen, die Butter mit dem Zucker und dem Salz schön cremig schlagen und das Ei unterrühren. Mehlmischung dazu und kurz unterrühren.

Tja, und nu wird’s haarig. Laut Frau Stewart soll man nämlich jetzt kleine Portionen vom Teig abstechen, zwischen den Handflächen zu Kugeln rollen und diese dann in Zucker-Zimt wälzen.

Leider war mein Teig eher ein fester Rührteig, denn ein hübscher Mürbeteig, will sagen – rollen ist nicht, Schatzi. Keine Ahnung, wie das gehen soll.

Hier also meine Variante: Mit zwei Teelöffeln kleine Portionen vom Teig abnehmen, aufs Blech legen und großzügig mit dem Zimt-Zucker bestreuen.

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Tadaa. Geht genauso gut.

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Attention, please:

Lasst bloß gut Platz zwischen den Plätzchen, die Biester laufen in die Breite, als gäb’s kein Morgen. Mehr als neun Kekse pro Blech sollten es nicht sein, wenn ihr am Ende nicht mit einer großen Teigplatte dastehen wollt.

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Joa, in den Ofen damit und ca. 15 Minuten backen. Die Snickerdoodles sind noch sehr weich, wenn ihr sie rausnehmt, das ist schon okay. Das gibt sich, also nicht zu lange drin lassen.

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Und fertig.

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Ich hab dann noch ein paar zur Hälfe in Schokolade getaucht und mit Streuseln dekoriert:

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Tja, und wie finden wir diese Snickerdoodles?

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Extrem zart und leicht. Schön buttrig. Und der Zimt-Zucker-Mantel gibt nach dem Backen eine lustige Karamellschicht, die leicht knuspert beim Reinbeissen.

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Ich könnte mir noch gut einen Hauch Vanille im Teig vorstellen, oder zusätzlich zum Zimt etwas Muskat. Oder statt weißem, braunen Zucker. Aber auch schon die Basis-Version ist ziemlich lecker. Schlicht und einfach, aber lecker. Und wirklich schnell gemacht.

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Wichtig ist nur, dass ihr Butter nehmt, und keine Margarine – bei so wenig Zutaten kommt es auf die Qualität jeder einzelnen an. Wenn ihr das berücksichtigt, bekommt ihr Kekse, die so gut wie jeden Geschmack treffen, einfach und schnell zu machen sind und für die man die Zutaten eigentlich immer da hat.

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Dreieinhalb von fünf Küchenkatzen.

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P.S.: Das Wort „Snickerdoodles“ leitet sich übrigens vom deutschen „Schneckennudeln“ ab. Kein Scherz.

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