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Snickerdoodle-Cornbread


Ja, manchmal tue ich es.

Vielleicht so einmal im Monat. Höchstens zweimal.

Nicht, weil es notwendig ist, sondern eher so… man könnte ja mal wieder… außerdem gibt’s da doch immer… haben wir ja auch schon lange nicht mehr gehabt

Dabei bin ich noch nicht einmal ein großer Fan.

Von großen Supermärkten.

Also, ich mein diese Dinger von der Größe eines Fußballfeldes. Keine Ahnung, warum es mich da immer mal wieder hinzieht. Ich find’s furchtbar. Viel zu groß. Viel zu viele Leute. Ständige Berieselung durch Musik und Durchsagen. Und am Ende kauft man immer mehr, als man wollte und fühlt sich wie nach ner zweistündigen Jazztanz-Session.

Ugh.

Was ich aber am furchtbarsten an diesen großen Supermärkten finde, ist die Auswahl.

Oh Mein Gott.

Erstmal gibt es so gut wie alles. So weit, so gut. Das ist nicht das Problem.

Aber es gibt es auch alles in siebzehnfacher Ausführung. Kann mir mal einer erklären, warum ich zwei Regalmeter Erdbeermarmeladen-Varianten brauche? Oder acht Dutzend verschiedene Paprika-Chips-Sorten? Elf verschiedene Anbieter von Sauerkraut?

Das macht mich wahnsinnig.

Und am Ende bin ich von diesem Überangebot so dermaßen gestresst, dass ich letzten Endes gar nix kaufe und nur noch raus will. Inzwischen hab ich schon so ne Scheuklappen-Taktik entwickelt. Rein, Kram schnappen, raus. Und das reicht mir schon.

Vielleicht hat es ja auch was mit meiner pathologisch katastrophalen Aufmerksamkeit und meinem fehlenden sensorischen Filter zu tun, aber ich bin danach regelmäßig völlig ausgelaugt. Buffer-Overload. Ein Opfer der Konsumgesellschaft und ihres perversen Überangebotes an Waren.

Wie ich darauf komme? Beim letzten Mal hab ich – es stand natürlich nicht auf der Liste – Maismehl gekauft. Und deshalb gibt es heute

Snickerdoodle-Cornbread

Zutaten:

  • 85gr Maismehl, fein
  • 150gr Weizenmehl
  • 180gr Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • ½ TL Salz
  • 60ml Öl
  • 25gr Butter, geschmolzen
  • 2 Eier
  • 240ml Milch
  • Zucker und Zimt zum Bestreuen

Eine Auflauf- oder Brownieform einfetten und den Ofen auf 180°C vorheizen.

Mehl, Maismehl und Backpulver mischen, beiseite stellen.

Zucker und Eier schaumig schlagen, nach und nach Öl, Butter, Salz und Milch zufügen und verrühren.

Zum Schluss die Mehlmischung dazugeben, kurz vermischen, in die Form gießen (der Teig ist recht flüssig) und mit Zimt und Zucker bestreuen.

Ca. 25 Minuten backen (Stäbchenprobe nicht vergessen!).

Warm oder kalt genießen.

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Fazit:

Oooooookay. Gar nicht mal so verkehrt. Recht saftig, schön gelb, fluffig, schnell gemacht und durch das Maismehl auch interessant im Geschmack.

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Aber.

Ein wenig langweilig.

Ich hatte erst noch überlegt, Rosinen in den Teig zu geben, der war mir dann aber doch zu flüssig. Die wären alle auf den Boden gesunken, und das war auch nicht Zweck der Übung.

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Die Zucker-Zimt-Kruste oben drauf ist zwar ganz gut, aber reißt es auch noch nicht wirklich raus.

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Ich empfehle also entweder

  1. Streusel, entweder ganz schlicht, oder mit Nüssen, Haferflocken…
  2. Eine Butterkuchen-Kruste aus Mandelblättchen, Zucker und Butterflöckchen
  3. Oder ein Cream-Cheese-Frosting

Dann allerdings lässt sich an diesem Kuchen nicht mehr viel meckern. Er braucht eben nur ein schönes Topping.

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Alles in allem also ein narrensicheres Basisrezept für Maiskuchen, ausbaufähig zwar, aber eine grundsolide Basis, außerdem einfach und schnell gemacht und daher auch für Anfänger geeignet, von daher vergebe ich heute drei von fünf Küchenkatzen.

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