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Schwarzwälder-Kirsch-Rolle


Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Zuschauer – ich begrüße Sie zu einer weiteren Ausgabe der Cakeschau.

Im Konflikt um den nächtlichen Schlafplatz auf dem großen Kleiderschrank konnte sich erneut die Fraktion der Weißpfötchen um Kandidatin Ginny durchsetzen. Herausforderer Jack hatte dabei wie immer das Nachsehen.

Im so genannten Mülleimer-Viertel der Cakeschen Hauptstadt Küchen-City sieht die Lage weiterhin heikel aus: Der Behälter mit toxischem Kuchenmüll steht kurz vor der Explosion. Grund dafür ist Experten zufolge das Versäumnis der zuständigen Behörden, die giftigen Abfälle rechtzeitig in ihr Endlager zu transportieren (mit anderen Worten: Schatz, du hast heut Morgen den Müll vergessen!).

Außerdem begehen wir heute das alljährliche Fest zur Geburt meines Papas.

Herzlichen Glückwunsch, Papaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

Schon wieder ein Jahr rum, sowas aber auch. Diese maritimen Hamster (eigene Aussage des guten Herren) halten sich aber wirklich lange. Robuste Viecher, wa? Die haut so schnell nix um.

Anlässlich dieses Wahnsinnsereignis haben wir natürlich heut auch volles Programm hier, wir lassen uns ja nicht lumpen:

Eröffnet werden die Festivitäten mit dem traditionellen Begrüßungsgrog. Muss sein. Anschließend machen wir weiter mit sportlichem Apfelbaum- und Stachelbeerbuschbeschnitt. Und die Rosen könnten auch mal wieder… an die Scheren, fertig, los!

Nächster Tagesordnungspunkt wäre dann der Wettbewerb im Hochseefischen im heimischen Planschbecken. Petri heil, ihr Landratten!

Und bevor wir dann alle vor lauter Spaß noch total durchdrehen, gibt es noch eine Runde Pixelmassakrieren mit Photoshop. Yay!

Und am Ende essen wir alle leckere

Schwarzwälder-Kirsch-Rolle

Zutaten:

  • 4 Eier, getrennt
  • 100gr Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 20gr Bourbon-Vanillezucker
  • 100gr Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 20gr Kakaopulver, ungesüßt
  • 1 Glas Sauerkirschen, guuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuut abgetropft
  • 300-400ml Sahne (s. Text)
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • Mark einer halben Vanilleschote

Ein Wort vorweg: Wenn der gute Mann nur ein klein wenig später Geburtstag hätte, hätte ich selbstverfreilich frische Kirschen genommen. Und genau das empfehle ich auch, wenn nur irgendwie möglich. Mit denen aus dem Glas geht es aber genauso gut.

Den Ofen auf 190°C vorheizen und das Backblech mit Backpapier auslegen.

Das Eiweiß bitte zu sehr steifem Schnee schlagen.

Zucker, Wasser, Vanillezucker und Eigelb zu einer sehr hellen Creme schlagen. Das dauert mit dem Mixer mindestens 7 Minuten, kein Scherz!

Mehl, Backpulver und Kakao mischen und zu der Creme sieben, kurz unterrühren.

Den Eischnee per Hand unterheben (ganz vorsichtig, lasst euch Zeit und Muße dabei), den Teig auf das Backblech streichen und 10 Minuten backen. Nicht länger!

Die Teigplatte SOFORT auf ein sauberes, mit Zucker bestreutes Küchenhandtuch stürzen, unverzüglich das Papier abziehen und die ganze Chose mitsamt dem Handtuch fest, aber vorsichtig aufrollen und genau so auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Sahne mit der Vanille und dem Sahnesteif sehr steif schlagen und kalt stellen.

Sobald die Rolle ausgekühlt ist, entrollen, mit Sahne bestreichen, mit Kirschen belegen (nicht zuuuuuuuuuuuuu viel drauflegen, sonst könnt ihr gleich nicht mehr rollen), und alles wieder aufrollen.

Jetzt könnt ihr die Rolle noch von außen mit Sahne bestreichen (dann braucht ihr etwa 350ml Sahne), oder anderweitig dekorieren (dann reichen auch knappe 300ml).

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Tadaaaaaaaaa.

Fazit:

Schwarzwälder-Kirsch gehört ja nun zu Papis Lieblingen, von daher macht er es einem immer schön einfach, wenn es um seinen Geburtstagskuchen geht. Nur – Torte hatte ich vor zwei Jahren schon. Cupcakes? Ach nee, gab’s auch schon.

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Also halt ne Runde rumrollen.

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Und das kommt ziemlich gut. Okay, ich bin nicht so der große Fan von Sahnetorten, von daher ist mir die Rolle etwas zu sahnig, aber der Herr Gatte hier ist begeistert. Nehm ich an. Jedenfalls ist von der Rolle inzwischen nicht mehr so viel übrig. Falls du also noch ein Stück möchtest, Papa, musst du dich beeilen.

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Aber auch abgesehen von meiner Abneigung ist die Rolle wirklich einwandfrei.

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Der Biskuit ist leicht herzustellen, lässt sich wunderbar rollen und hat genau die richtige Schokoladigkeit. Damit kommt man auch als Biskuitrollen-Anfänger zurecht.

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Und der Rest sind halt Sahne, Vanille und Kirschen, was soll da schon schief gehen?

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Hardcore-Traditionalisten können die Kirschen übrigens noch über Nacht mit ein bisschen Kirschwasser aromatisieren oder selbiges auf den Biskuit träufeln (nur nicht zu viel, ihr Schnapsdrosseln, sonst gibt’s Matsch).

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Mit anderen Worten: Viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

 

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