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Schokobaisers


Hmmm, November… liebt ihr ihn nicht auch?

Betongrau am Morgen, eventuell ein wenig garniert mit Nebel, dann eine steingraue Mittagspause, die schön gemütlich übergeht in ein erbauliches Aktenordneranthrazit. Und dann is dunkel.

Hach, und diese wunderbare nasse Kälte, die einem so schön unter das Jäckchen kriecht. Hmmmmmmmmm. Da gerat ich ja richtig ins Schwärmen, Kinder. Hübsch matschiges Laub auf den Straßen, kahle Äste, erfrischender Nieselregen bei 8 Grad. Ein Träumchen.

So kann man es sehen.

Muss man aber nicht.

Wie wäre es stattdessen mit: Endlich wieder Gelegenheit, die Kuscheldecken rauszukramen. Endlich wieder Zeit für die gemütliche Biber-Bettwäsche. Endlich wieder schon um fünf die Kerzen anzünden. Dicke, warme Socken-Zeit. Kuschelpulli-Monat. Heißer Früchtetee mit Zimtaroma. Malerische Straßenszenerien, wie sie ein französischer Impressionist nicht besser hätte hinbekommen können. Und endlich kann man sich mal wieder gepflegt der Melancholie hingeben.

Ach ja, und Zeit für Schokolade.

Schokobaisers

Zutaten:

  • 3 Eiweiß, kalt
  • 250-350gr Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Kakao, ungesüßt, gut gehäuft

Wir heizen unseren Ofen auf maximal 150°C vor. Wer kann, nimmt sogar nur 120°C, aber dat schafft mein vorsintflutliches Berliner Altbau-Modell gar nicht.

Auf unsere Backbleche kommt Backpapier.

Dann schlagen wir unser Eiweiß mit dem Salz zu Schnee. Obacht: Schüssel und Schneebesen müssen absolut fettfrei sein! Und im Eiweiß darf auch nicht der geringste Hauch Eigelb sein.

Anschließend mischen wir Puderzucker und Kakao, sieben es und geben es zum Eischnee.

Rühren, bis ihr eine sehr zähe, glänzende Masse habt.

Diese Masse könnt ihr jetzt a) einfach mit zwei Teelöffeln als kleine Häufchen auf das Backblech setzen, ober b) in einen Spritzbeutel füllen und kleine Tuffs oder Stangen oder wasweißich spritzen. Ganz wie ihr das wollt.

Das Ganze wandert dann für ca. 30 Minuten in den Ofen – die Baisers sollten fest sein, sich ohne Probleme vom Papier lösen lassen, aber unten noch nicht braun. Ich brauchte dafür eben bei 150°C 30 Minuten. Bitte aufpassen hier.

Auskühlen lassen und verschnabulieren.

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Fazit:

Ich hatte ja anfangs vorgehabt, die Dinger noch in Schokolade zu tauchen, aber das war gar nicht mehr nötig. Sind schon schokoladig genug.

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Ansonsten – knusprig, luftig, zart. Falls jemand noch eben ne Vorweihnachts-Diät macht: Die Dinger haben zwar massig Zucker, aber kein Fett und ordentlich Schoko-Aroma, könnte man sich also ruhigen Gewissens mal gönnen. Zur Beruhigung des Schoko-Jiepers.

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Frisch sind unsere Baisers durch und durch knusprig, nach ein paar Tagen ziehen sie aber Feuchtigkeit aus der Luft und werden innen schön fudgy-weich. Auch sehr nett.

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Alles in allem hübsch anzusehen, leicht zu machen, halbwegs figurfreundlich auch noch, und überaus köstlich – diese kleinen Leckerlies machen sich sehr gut auf dem Gebäckteller und sollten nun wirklich jedes Bisschen Novemberblues vertreiben.

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Viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

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