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Schoko-Mandel-Schachbrett-Biskuit-Torte zum Geburtstag


Achtung, Achtung, hier spricht der Gatte!

Tatsächlich backe auch ich hin und wieder. Naja, einmal im Jahr. Und das natürlich nur zu einem bestimmten Anlass: Der Gattinnengeburtstag.

In diesem Sinne singen wir hier alle mal HAAPPYYY BIIIIRTTHHDAAYYY… und so weiter, jetzt wird gebacken!

Das jährliche Geburtstagskuchenbacken ist jedes mal ein Ereignis. Nach einigermaßen spontaner Entscheidung wird eingekauft und losgelegt. Die Küche ist dann MEIN heiliger Ort, Zutritt nur für mich und die Katzen gestattet, für die Beiden aber auch nur, wenn sie durch die Sicherheitskontrolle kommen und keine Kamera am Köpfchen montiert haben.

Wenn ich schon nur einen einzigen Kuchen im Jahr backe, soll es auch etwas Besonderes sein. Irgendwie habe ich einen hohen Standard gesetzt, denn wenn schon, denn schon. Zwar konnte man meinen Kuchen und Torten immer ansehen, dass jeder Konditorazubi dafür rausgeworfen worden wäre, aber geschmacklich gab es eigentlich nie etwas zu meckern.

Da sich Herr und Frau Miezekatze just dazu entschlossen haben, selbst Haustiere anzuschaffen und dies in Form von Spulwürmern auch in die Tat umsetzten, musste es – Tierarztkosten sei Dank – ein toller, aber günstiger Kuchen sein. Und tatsächlich kann man mit wenig Geld eine tolle Torte backen. Vierstöckig, mit Schokolade, Nüssen, Marmelade und als Highlight verpasst man dem Innenleben auch noch ein Schachbrettmuster. Dann mal ans Werk:

Schoko-Mandel-Schachbrett-Biskuit-Torte

(Vorlage für den Teig: Dieser Biskuitteig auf Chefkoch)

Zutaten:

  • 6 Eier
  • 200 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • 13 g Kakaopulver
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Backpulver
  • 200 g Kuvertüre Zartbitter
  • 200 g und mehr weiße Kuvertüre
  • Sauerkirschmarmelade

Um die Schachbrettstruktur hinzubekommen, müssen zwei Böden gebacken werden. Da beide bis auf den „Geschmacksstoff“ gleich sind, wird erst mal ein Grundteig zusammengerührt. Eigentlich ist es doch nur Eischnee. Vorbereitend sollte man auch schon die anderen Zutaten vorbereiten.

Mehl, Speisestärke und Backpulver zusammenmischen und die Menge halbieren. In eine Hälfte kommt das Kakaopulver, in die andere die Mandeln. Alles jeweils gut vermischen und zur Seite stellen. Dann werden die Eier getrennt. Wir starten dann in etwa so:

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Die Eierschalen kommen natürlich nicht mit rein.

Jetzt werden die Eier richtig schön lange schaumig geschlagen. Der Zucker kommt nach und nach hinzu, nicht alles auf einmal, das wird sonst Nix. Am Ende soll das dann so aussehen:

eischnee-fuer-biskuit-torte

Das ist doch mal ein Eischnee!

Danach werden die Eigelbe einzeln hinzugegeben und ordentlich untergerührt. Das Endprodukt wird jetzt gerecht in zwei gleich große Portionen aufgeteilt. Der nächste Schritt ist logisch: Eine Hälfte wird mit der Kakaomischung vermengt, die andere mit der Mandelmischung. Damit der Biskuit auch wirklich schön wird, siebt man die Mehlmischung in kleinen Portionen auf den Eischnee und rührt sie nach und nach vorsichtig unter.

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Nicht schön, wird aber lecker.

Jetzt kommt der erste Biskuitteig in den auf 200° C vorgeheizten Ofen. Vorher packt man ihn noch in eine 26-cm-Springform. Laut dem Rezept auf Chefkoch braucht der Biskuitteig etwa 30 Minuten. Da hier aber nur das halbe Rezept gemacht wird, haben 20 – 25 Minuten ausgereicht.

Das sieht dann so aus:

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Geil, wa?

Mit dem Mandelbiskuit macht man nun das Gleiche. Wenn beide Böden ausgekühlt sind, werden sie jeweils mittig geteilt, sodass man insgesamt vier Böden hat. Das geht mit diesem Biskuit sehr gut, wie man sieht:

schoko-mandel-biskuit-stapel

Aber wie macht man daraus ein Schachbrettmuster?

Ganz einfach, die gestapelten Böden einfach vertikal kreisförmig ausschneiden. Die einzelnen Ringe dann VORSICHTIG trennen und nach Lust und Laune wieder zusammensetzen. Idealerweise wechseln sich Mandel und Schoko immer ab. Damit die ganze Konstruktion beim Portionieren nicht auseinanderfällt, kommt auf den untersten zusammengesetzten Boden erst mal eine dicke Schicht Kuvertüre. Die fließt in alle Ritzen und gibt einen super Lebensmittelkleber ab.

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Kurz vorm Schogasmus…

Für etwas Abwechslung und noch mehr Geschmack wird der zweite Boden mit Marmelade bestrichen:

schoko-mandel-biskuit-marmelade

Darauf dann die nächste Schicht, Kuvertüre und den Deckel. Am Ende sieht das dann so aus:

schoko-mandel-biskuit-torte

Und da es in diesem Fall ja ein Geburtstagskuchen werden sollte, kommt natürlich eine entsprechende Verzierung drauf und drum. Wenn man so ein Backnoob ist wie ich, erhitzt man die weiße Kuvertüre als Überzug einfach viel zu heiß. Das Ergebnis ist dann zwar vom Prinzip her weiße Schokolade, aber keine, die sich verstreichen lässt. Ein räudiges Geklebe, das nicht für den ganzen Kuchen gereicht hat. Also kreativ werden und retten, was zu retten ist:

Loch in die Mitte, Gummischnüre rein, diese roten breiten Bändchen an die Seite klatschen und anschließend mit den Gummischnüren fixieren, indem man sie unter den Kuchen stopft. Sieht immerhin lustig aus:

schoko-mandel-biskuit-geburtstagstorte

Und da das gewickelte Band aus Gummischnüren doch zu kurz war und nicht um den ganzen Kuchen herum passte, ist eben einfach ein Ring draus geworden. Ein wenig sonstige Deko drauf und dann heißts:

schoko-mandel-biskuit-geburtstag

Alles Allerbeste zum Geburtstag!!!!!111111elf

Und geschmacklich? Läuft, sehr guter Biskuitteig, nicht klitschig, nicht trocken, auch nicht zu süß und die hart gewordene Kuvertüre zwischen den einzelnen Tortenteilen sorgt für einen fulminanten Knack-Effekt und den richtigen Biss.

Fazit: Sehr geile Torte für wenig Geld, mit dem richtigen Überzug sieht sie dann auch noch absolut klasse aus. Ich gebe mir selbst dafür 4,5 von 5 Küchenkatzen.

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