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Schoko-Chili-Cupcakes


Alle Mann auf Gefechtsstation!

Bemannt die Sofakissen! Bringt die Katzen in Sicherheit!

Leutnant, wie sehen unsere Vorräte aus? Haben wir genug Decken? Wärmflaschen? Wurden die Kuschelsocken noch rechtzeitig geliefert? Kümmern Sie sich darum!

Wo ist mein Botschafter? Wir müssen Verhandlungen über eine lückenlose Nutella-Versorgung führen… der Himmel steh uns sonst bei in dieser Schlacht.

Hach, ihr seht, hier geht’s grad drunter und drüber… mit so einem Angriff haben wir nun wirklich nicht gerechnet. Ich hoffe nur, dass wir dennoch gut genug vorbereitet sind… ein bisschen hab ich’s ja geahnt. Ist ja wieder Neumond demnächst.

Was? Ja, natürlich red ich vom Wetter, tze!

Fängt dat hier spontan wieder am Frieren an, ich glaub, es hakt! Mittwoch hatte ich schon Frühlingsgefühle bei 14°C und gestern hat’s das Quecksilber noch net mal über 3°C geschafft. Und heute Morgen werd ich mit Frost und Minusgraden geweckt, na herrlich.

Diese Attacke hat uns nun wirklich kalt erwischt, im wahrsten Sinne des Wortes, daher lautet das Gebot der Stunde:

Stockt die Deckenvorräte auf! Wir brauchen mehr Schnuffelkissen! Ladet die Wärmflaschen!

Und ich hätte echt Lust auf ne Grapefruit, kann mir die jemand organisieren?

Und für euch hab ich zum Einheizen

Schoko-Chili-Cupcakes

Zutaten für 12 Stück:

  • 50gr Butter
  • 75gr Zucker
  • 1 Ei
  • 50gr Mehl
  • ½ TL Backpulver
  • ½ TL Natron
  • 2 Prisen Salz
  • 40gr Kakaopulver, ungesüßt
  • 90ml Milch oder Buttermilch
  • ½ TL Vanilleextrakt
  • Pul Biber (Chiliflocken, Erläuterung folgt)
  • 2 Prisen Zimt
  • 100gr Erdbeeren
  • 50ml Wasser
  • Etwas Vanilleextrakt (je nach persönlichem Geschmack)
  • 2 EL Zucker
  • 1 gehäufter EL Speisestärke

Zunächst einmal ein Wort zum Pul Biber:
Dabei handelt es sich in der Hauptsache und getrocknete, zermörserte Chiliflocken, gerne auch mit Salz und anderen Gewürzen gemischt. Das is dat, was euer Dönermann meint, wenn er fragt: Mit scharf oder ohne?

Nun, das Zeug ist scharf. Also scharf scharf. Ich scherze nicht.

Von daher – bitte Vorsicht walten lassen bei der Dosierung. Ich habe einen gestrichenen Teelöffel verwendet und das war beinah schon zu viel. Gott sei Dank liebe ich scharfes Essen. Wer damit allerdings so seine Probleme hat oder nur eine subtile Chili-Note wünscht, sollte weniger nehmen.

Und selbstverfreilich könnt ihr auch euer normales Chiligewürz nehmen, da kennt ihr den Schärfegrad persönlich am besten.

Nun denn. Muffinblech vorbereiten und den Ofen auf 180°C vorheizen.

Butter, Zucker, Salz, Vanille, Zimt und Chili schön flaumig aufschlagen. Das Ei hinzufügen und gut unterrühren.

Mehl, Backpulver, Natron und Kakao mischen und abwechselnd mit der Milch kurz und zügig unterarbeiten. Es können durchaus noch Mehlklümpchen zu sehen sein, nur nicht zu lange oder zu heftig rühren.

Mit dem Eisportionierer jeweils eine Kugel Teig pro Mulde einfüllen und 20 – 25 Minuten backen.

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Auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit Erdbeeren, Wasser, Vanille und Zucker in einen Topf geben, zum Kochen bringen und mit der in ein wenig Wasser angerührten Speisestärke binden. Aufköcheln lassen, bis die Masse dicklich wird, dann die Erdbeeren mit einem Kartoffelstampfer leicht zu Matsch verarbeiten. Ebenfalls auskühlen lassen. Wenigstens n bisschen.

Aus den ausgekühlten Muffins jetzt mit einem dünnen Messer einen Kegel herausschneiden. Einfach n Lock von oben reinsäbeln. Da kommt dann die Erdbeerfüllung rein.

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Und dann toppen wir das Ganze noch mit meinem Lieblings-Schokofrosting:

  • 200ml Sahne
  • 150gr Schokolade, zartbitter
  • Nach Wunsch Vanille oder Chili

Die Sahne erhitzen und über die kleingebrochene Schokolade gießen. Rühren, bis die Schokolade sich aufgelöst hat und dann Vanille oder Chili hinzufügen.

Es ist ganz wichtig, dass ihr die Sahne über die Schokolade gießt, nicht die Schokolade in der Sahne gleich mit schmelzt, dann klappt es nicht.

Kalt stellen und wenn die Masse komplett kalt ist, kurz aufschlagen und verwenden. Nicht zu lange aufschlagen, sonst wird’s grisselig. Schmeckt zwar immer noch, fühlt sich im Mund aber komisch an.

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Fazit:

Joaaaaaaaaaaa… der Name ist hier Programm.

Viel Schokolade, viel Chili.

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Wie schon gesagt – wie viel Chili genau, habt ihr in der Hand. Wenn ihr euch nicht sicher seid, nehmt für den Teig erstmal ein bisschen weniger – ihr könnt das Frosting immer noch mit Chili pimpen und so für die nötige Schärfe sorgen.

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Die Muffins an sich sind schön saftig und fluffig, weich und irgendwie samtig in der Textur, die Süße passt hervorragend zu den tiefen Kakaonoten und harmoniert auch wunderbar mit der Schärfe, die eher erst so im Abgang kommt.

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Die fruchtige Füllung könnte man auch weglassen, würde ich aber nicht empfehlen, da gerade dieses säuerliche nochmal einen schönen Kontrast zu den intensiven, dunklen Aromen der Muffins bietet. Andere Früchte bieten sich übrigens auch an – Kirschen oder Pfirsich, zum Beispiel.

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Das Frosting ist wahnsinnig schnell und einfach gemacht und hält dennoch bombenfest, da kann jede Buttercreme nach Hause gehen. Sollte man sich mal merken.

Und auch die Herstellung ist nicht sooooo kompliziert, wie es vielleicht scheint. Es liest sich zwar wie viel Arbeit, isses aber eigentlich nicht. Und zum Beeindrucken sind die Dinger allemal geeignet. Wenn ihr also was Ungewöhnliches für die nächste Feierlichkeit sucht, mit der ihr ein wenig Eindruck schinden wollt – das hier wäre eine Option.

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Für Leute, die auf die Kombination süß und scharf stehen, sind diese Cupcakes also definitiv einen Versuch wert – vier von fünf Küchenkatzen.

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