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Rosinen-Hefezopf


Um Wikipedia zu zitieren:

„Der 26. August ist der 238. Tag des gregorianischen Kalenders (der 239. in Schaltjahren), somit bleiben 127 Tage bis zum Jahresende.“

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/26._August)

An diesem Tag im Jahre 55 v. Chr. lies Julius Cäsar zum ersten Mal gegen Britannien marschieren.

Die französische Nationalversammlung verabschiedet am 26. August 1789 ihre Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte.

Seit diesem Tag im Jahre 1920 dürfen Frauen in den USA wählen (siehe 19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten).

Am 26. August 1956 erscheint die allererste Bravo (auf dem Titelblatt: Marilyn Monroe und Richard Widmark).

Geboren wurden heute unter Anderem:

John Adams (1778)

Peggy Guggenheim (1898)

Mutter Teresa (1910)

Macaulay Culkin (1980)

Und Riley Steele (1987)

Gestorben wurde auch:

Alessandro Cagliostro (1795)

Charles Lindbergh (1974)

Und Rainer Barzel (2006)

Miriam und Teresa haben heute Namenstag, außerdem ist heute im Jahre 1787 Neuruppin abgefackelt.

Ihr seht also – einiges los am 26. August, der Tag hat’s in sich. Ein Ereignis weltbewegenden Ausmaßes allerdings verschweigt uns Wikipedia (muss ich schon wieder schimpfen?!):

Schatzi und ich haben heute 10ten Jahrestag.

Jawoll. Alter. Zehn Jahre. Darfste gar nicht drüber nachdenken.

Ja, da waren wir noch jung und hübsch.

Ja, da waren wir noch jung und hübsch.

Jaja, seit dem 26. August 2004 gibt’s uns als Schatz und Schatzi und fünf Jahre später wurde geheiratet. Kinder, wie die Zeit vergeht, wenn man Spaß hat.

Also, wenn ich dann mal bitten darf, Mama lässt ne Runde Schampus springen und serviert dazu frischen

Rosinen-Hefezopf

Zutaten für einen großen Zopf:

–          500gr Weizenmehl

–          ½ Würfel frische Hefe

–          50gr Zucker (kann bis auf 150gr erhöht werden, siehe Text)

–          ½ EL Salz

–          50gr Margarine (ja, Margarine)

–          265ml lauwarme Milch

–          Nach Wunsch Rosinen, getrocknete Früchte, gehackte Nüsse (je ca. 150 – 200gr)

Nun denn.

Bei der Verwendung von Rosinen oder Trockenfrüchten diese bitte im Voraus für ne Stunde oder so in Wasser einweichen. Kann auch länger sein, und wenn keine Kinder mitessen, könnte man bestimmt auch nen Schuss Rum dazu geben…

Die Hefe zerbröseln wir und mischen sie mit dem Zucker. Ich hab 50gr Zucker genommen und wir beide fanden es süß genug. Ihr könnt aber mehr nehmen, wenn ihr von der ganz süßen Sorte seid.

Diese Mischung lassen wir jetzt für etwa ne halbe Stunde oder länger stehen – in dieser Zeit sollte die Hefe sich verflüssigen und am Ende steht man dann mit einem recht befremdlich aussehenden Brei da. Das is schon richtig so.

Mehl, Salz, seeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr weiche Margarine und Rosinen o.ä. geben wir in eine Schüssel. Hefematsch dazu und zum Schluss die lauwarme Milch.

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Mit den Knethaken des Mixers wird das jetzt gründlichst bearbeitet. Sieben bis acht Minuten dürft ihr da schon kneten (lassen), das ist wirklich wichtig.

Eventuell nimmt der Teig noch nicht alle Rosinen auf, das ist nicht so schlimm. Einfach weitermachen, passt schon.

Dann habt ihr sowas:

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Das decken wir jetzt mit einem Handtuch zu und lassen es einfach mal ne Stunde an einem warmen Örtchen ruhen.

Anschließend sollte es so aussehen:

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Das lasst ihr jetzt von eurem Gatten nochmal kurz durchkneten und in drei Stränge teilen (wobei er sich wie ein kleines Kind darüber freut, dass er ein Schlangenrennen gebastelt hat).

Er sieht da Schlangenköpfe ^^

Er sieht da Schlangenköpfe ^^

Aus diesen drei Strängen flechten wir nun einen Zopf. So einen:

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Allerdings würde ich dazu raten, ihn etwas fester als wie hier zu sehen zu machen, mein Zopf ist dann doch etwas in die Breite gegangen. Alternativ könnt ihr auch andere Flechttechniken anwenden, das Internet ist voll davon.

Zöpfe sind ja schwer angesagt im Moment.

Zöpfe sind ja schwer angesagt im Moment.

Wer will, kann ihn jetzt noch mit verquirltem Eigelb, Sahne oder Kondensmilch bestreichen, dann wird er schön braun und glänzend. Mangels dieser Dinge musste ich drauf verzichten.

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Den Ofen vorheizen auf 180°C und währenddessen den Zopf nochmal gehen lassen. Anschließend für 40 Minuten backen und verspachteln.

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Fazit:

Joa. N Hefezopf wie vom Bäcker, nur frischer. Und der duuuuuuuuuuuuftet! Herrlich… ich steh ja auf diesen Kuchenduft in der Bude, und der hier verströmte ein Aroma, fantastisch.

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Wie bei allen Hefeteig-Backwaren sollte man ihn allerdings essen, solange er wirklich frisch ist. Dann ist er wirklich sehr zart, weich und saftig, am nächsten Tag war der Rest dann schon ein wenig trockener und weniger fluffig. Nach etwa 20 Sekunden in der Mikrowelle war’s dann aber wieder wie frisch. Dennoch würde ich dazu raten, die Hälfte einzufrieren und bei Bedarf aufzubacken.

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Geschmacklich lässt sich hier nicht meckern, dezenter Hefegeschmack, nicht zu süß (bedenkt bitte, dass auch Rosinen oder Trockenfrüchte süß sind!) und mit ein wenig Butter einfach der Hammer beim Brunch. Dafür lohnt es sich dann auch, extra früh aufzustehen.

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Mit anderen Worten: Ein Hefezopf, wie er im Buche steht, genauso muss das sein. Sorry, lieber Bäcker, aber ich kauf keinen mehr. Viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

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