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Roggenbrot


Aaah schön, da bist ja, hastes doch noch rechtzeitig geschafft, wa? Gut herjefunden? Hm? Ach so, ja, der Verkehr hier in Berlin… kannst vergessen. Aaaaber setz dich erstmal, willst nen Kaffee?

Und hast du an die Kürbisse gedacht? Da brauchen wir ja wieder einige dieses Jahr… und Spinnenweben, hast da welche beko- ja? Super. Dann müssen wir uns noch um die Skelette kümmern, die müssen geschrubbt werden, wir brauchen noch nen Tanklaster mit Dekoblut, und sind die Einladungen an die Geister und Ghule schon raus?

Und nächste Woche haben sie Fliegenpilze im Angebot, mein ich, wo is denn der Prospekt schon wieder… hach, mein lieber Freund Oktober, du bringst mir aber auch immer Arbeit mit… aber trotzdem schön, dasse da bist, ick freu mir jedes Jahr.

Denn wie wir alle wissen, bedeutet Oktober –

Halloween!

Und mir is das vollkommen latte, dass das eigentlich nur ein einziger Tag ist. Juckt mich nicht. Hier is den ganzen Monat Halloween. Pah.

Und jetzt lasst mich mal weiter hier die Fledermäuse aufhängen… macht’s euch einfach bequem und probiert mal den Krötenschleim-Dip, der passt hervorragend zum

Roggenbrot (Sauerteig)

Zutaten für ein Brot:

  • 320gr Roggensauerteig
  • 165gr Roggenmehl, Type 1150
  • 325gr Weizenvollkornmehl, Type 550
  • 360ml Wasser, lauwarm
  • 10gr Salz
  • 10gr Hefe (optional, bei jungem Sauerteig aber empfohlen)

Die Hefe im Wasser auflösen, alle anderen Zutaten in eine Schüssel kippen. Dann das Hefewasser hinzugeben und ooooooorrrrrddentlich kneten. Schön lange. Irgendwann sollte der Matsch in der Schüssel sich vom Rand eben dieser lösen und anfangen, hübsch rund und glatt auszusehen – dann ruhig noch ein paar Minuten weiterkneten.

Profi-Tipp: Mit nem Mixer und Knethaken macht das Ganze viel mehr Spaß. Oder ihr verbucht es als Armmuskel-Training.

Dat jetzt erstmal ne halbe Stunde gehen lassen.

Eine Kastenform ausfetten, den Teig ohne weiteres Kneten hineingeben und nochmals wenigstens eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

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Den Ofen dann irgendwann mal auf 250°C vorheizen.

Das Brot zunächst 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 180°C runterschalten und weitere 40-45 Minuten backen.

Et voila.

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Fazit:

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich liebe meinen Sauerteig. Wenn ich am Wochenende Zeit finde, schreib ich euch mal auf, wie man sich selbst einen züchtet, und keine Panik – das ist sowas von einfach, das bekommt wirklich jeder hin. Und wenn ihr noch kein einziges Mal in eurem Leben gebacken habt.

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Zum Brot an sich lässt sich eigentlich auch gar nicht viel mehr sagen, als dass es perfekt ist.

Wunderbar gleichmäßige, feinporige Krume. Im Geschmack recht würzig durch das Roggenmehl und fein säuerlich durch den Sauerteig (wer hätte das gedacht?). Die Kruste war bei mir zwar nicht so knusprig, wie ich mir das gewünscht hätte, was aber daran liegen mag, dass ich bei meinem Gasofen nicht schwaden kann (also mit Wasserdampf backen). Hier muss ich mich nochmal schlau machen, was ich alternativ tun kann.

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Schön saftig isses auch, aber nicht klitschig, und beim Schneiden fällt hier nix auseinander.

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Ein paar Tage kann man das Brot übrigens durchaus lagern (gut verpackt natürlich), ohne dass die Qualität leidet, und wer möchte, kann es auch einfrieren. Geht super.

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Ich muss also wieder einmal sagen: Wer noch Brot im Supermarkt kauft, ist selber schuld. Hier habt ihr ein Rezept für ein einwandfreies, amtliches Roggenbrot mit simplen Zutaten, ohne Zusätze oder sonstige Kinkerlitzchen, die ein Brot schlicht nicht braucht. Auch das Argument Zeit und Aufwand lass ich nicht gelten – ick arbeite auch und schmeiß 50% des Haushaltes, und so ein Brot backt sich wirklich fasst schon nebenher. Also, keine Ausreden mehr – spart euch das Geld, tut euch und eurer Familie was Gutes und ran an die Öfen.

Wir vergeben heute wieder fünf von fünf Küchenkatzen.

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