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Roggenbrot mit Dörrpflaumen und Sauerteig


Erinnert ihr euch noch an unseren Sauerteig?

Im Hause Cupcake haben sich inzwischen zwei dieser munteren Kerlchen eingenistet – einmal Weizen, einmal Roggen. Haben sich’s im Kühlschrank gemütlich gemacht, bekommen hin und wieder ein Löffelchen Mehl und freuen sich ihres Lebens.

Hin und wieder hol ich sie dann mal aus ihrem Iglu, füttere sie ordentlich, bis sie wieder groß und stark sind und dann wird mal wieder Brot gebacken. Keine Angst, das tut denen nicht weh, ich lass ja immer ein bisschen übrig. Das kommt dann wieder in den Kühlschrank. Und weil einfach immer nur Brot irgendwie langweilig ist, durchstöbere ich seit geraumer Zeit die Supermärkte unserer Nachbarschaft auf der Suche nach lustigen Dingen, mit denen ich mein Brot veredeln könnte.

Trockenpflaumen zum Beispiel.

Roggenbrot mit Dörrpflaumen

Zutaten für ein Brot:

  • 320gr Roggensauerteig
  • 165gr Roggenmehl
  • 325gr Weizenvollkornmehl (Type 550)
  • 360ml Wasser, lauwarm
  • 10gr Salz
  • 5-10gr Hefe (je nach Alter und Triebstärke des Sauerteiges)
  • 150-200gr Dörrpflaumen, grob gehackt

Einfach alle Zutaten gut miteinander verkneten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Menge des benötigten Wasser von der verwendeten Mehltype abhängt. Je höher die Type – desto mehr Wasser. Und das Wasser muss handwarm sein. Ist es zu kalt, kommt die Gärung nicht in die Gänge, ist es zu heiß, macht es unseren Sauerteig und die Hefe platt.

Und dann einfach schön kneten. Und kneten. Und kneten. Und kneten. Und kneten. Und kneten. Ja, wirklich so lange.

Am Ende solltet ihr einen leicht klebrigen Klumpen Teig haben, den gebt ihr jetzt wieder in eure Schüssel, legt ein Handtuch drüber und lasst ihn so in etwa ne Stunde gehen. N bissl mehr tut auch nicht weh.

Anschließend vorsichtig in eure Backform gleiten lassen (ich habe eine 26cm-Springform verwendet), den Ofen auf 250°C vorheizen und den Teig währenddessen noch einmal gehen lassen. Ich stelle meine Form dazu immer oben auf den Ofen, da wird’s dann nämlich schön kuschelig warm und das mag der Teig.

Und nun 15 Minuten bei 250°C backen, dann auf 180°C runterschalten und 40-45 backen.

Vorm Anschneiden ein wenig auskühlen lassen und fertig.

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Fazit:

Das schmeckt wirklich gut. Besser, als ich gedacht hätte. Die Süße der Pflaumen passt toll zu dem säuerlich-erdigen Aroma vom Roggenbrot und macht unser kleines Machwerk zu einem Highlight auf der Abendbrot-Tafel.

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Dabei ist es aber wirklich kein süßes Brot. Je nachdem, ob man es mag, passen Käse oder ein luftgetrockneter Schinken genauso gut wie Nutella oder Marmelade.

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Oder auch einfach nur frische Butter. Mein Favorit. Vielleicht noch ein bisschen Ziegenkäse als Begleitung. Ein, zwei Oliven. Vielleicht ein kleines Gläschen Bordeaux… ich schweife ab.

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Und es ist einfacher zu machen, als man vielleicht denkt. Wer schonmal nen Hefeteig erfolgreich über die Bühne gebracht hat, schafft auch das hier. War auch mein erster Versuch, und es hat auf Anhieb wunderbar funktioniert. Es gibt also keinen Grund, zaghaft zu sein – züchtet euch euren eigenen Sauerteig und dann wird losgebacken. Gesund ist es allemal, die Vielfalt in eurem Brotkorb wird sprunghaft ansteigen und Eindruck schinden kann man damit auch noch.

Läuft.

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Fünf von fünf Küchenkatzen.

 

 

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