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Roggenbrot (Hefe)


Finaaaaaaaaleee, ooohooo, Fiiiinaaaa… nee, warte mal.

Ich glaub, ich hab grad n Déjà Vu. Das kommt mir alles so bekannt vor… Moment, ich hab das aber nicht alles nur geträumt, die ganze Weltmeisterschaft und so? Das 7:1 gegen Brasilien? Dass wir gewonnen haben? Bitte sagt mir, dass ich das nicht nur geträumt hab, nochmal steh ich den Stress nicht…

Was? Freundschaftsspiel? Echt? Gaaaanz sicher? Phew. Dann is ja gut, ich dachte schon…

Wobei, was heißt hier Freundschaftsspiel? Pah. Uffm Platz jibbet keene Freunde, da jibbet nur Jegner. Und ne andere Option als gewinnen gibt’s ooch nich. Wo sind wir denn hier, im Kuschelbiotop? Da kannste dann auch gleich zu Muttis Armee mit den Flachbildschirmen auf den Stuben gehen. Da wirste abends auch noch zugedeckt.

Hach, ich wär ne tolle Bundestrainerin, oder? Und wenn die Jungs dann brav gewonnen haben, gibt’s auch jedes Mal nen Keks. Ich bin ja nicht so. Zuckerbrot und Peitsche ist das Gebot der Stunde.

Naah, ich mach nur Späßken, keine Sorge.

Eigentlich bin ich ganz lieb. So lieb, dass ich euch jetzt mein Rezept verrate für

Roggenbrot

Für eine Kastenform

Zutaten:

–          225gr Roggenmehl

–          225gr Weizenmehl, Type 405

–          2 TL Salz

–          ½ Würfel frische Hefe

–          280ml lauwarmes Wasser

–          1 EL Zucker oder Honig

–          Nach Belieben noch 1 bis 2 TL gemahlener Kümmel

Die beiden Mehlsorten kommen zusammen mit dem Salz und (wenn verwendet) dem Kümmel in eine große (!) Schüssel, wo wir sie gut vermischen.

Die Hefe bröckeln wir in das lauwarme Wasser, fügen die Zucker oder Honig hinzu und warten, bis sie sich aufgelöst hat (geht schneller, wenn man rührt, ich sag ja nur).

Dieses Hefewasser kippen wir nun zum Mehl und dann wird das Ganze mit dem Handrührgerät und den Knethaken mindestens 10 Minuten lang bearbeitet. Im Ernst, so lange. Am Anfang werdet ihr dabei noch eine eher unappetitlich wirkende Masse vor euch haben, aber nach ner Weile formt sich dann ein schöner Teig, der sich von alleine vom Schüsselrand löst und einkugelt. Einfach immer nur fleißig kneten.

Sooooooooo sieht das dann aus.

Sooooooooo sieht das dann aus.

Diesen Teigklops bestreuen wir mit etwas Mehl, decken die Schüssel mit einem Handtuch ab und lassen alles an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen. Der Teig sollte am Ende sein Volumen verdoppelt haben.

Sie werden immer so schnell groß... Schnüff...

Sie werden immer so schnell groß… Schnüff…

Die Kastenform gut einfetten.

Den Teig nun vorsichtig von der Schüssel in die Form kippen. Ein weiteres Kneten ist nicht nötig.

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Wieder gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat, in der Zwischenzeit den Ofen vorheizen, und zwar so heiß wie möglich. Bei mir sind das 250°C.

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Wenn der Teig wieder schön gewachsen ist, die Hitze auf etwa 220°C reduzieren und das Brot etwa 45 Minuten lang backen.

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Pro-Tipp: Wenn ihr auf den Boden des Brotes klopft und es klingt hohl (einfach mal mit nem NPD-Wähler vergleichen), dann ist das Brot fertig. Ansonsten nochmal n paar Minuten in den Ofen schieben.

Joa, auskühlen lassen und futtern. Oder gierig sein wie ich und sich die Zunge verbrennen.

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Ich liebe halt frisches Brot.

Mit kaltem könnt ihr mich jagen, aber warm ausm Ofen…. Hachja.

Fazit:

Gesundes, vollwertiges Roggenbrot ohne irgendwelche unnötigen Zusätze ist einfacher zu machen, als man denkt.

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Dieses hier hat, wie man sieht, eine schöne feinporige Krume und eine knackige Kruste, die sich aber gut schneiden lässt.

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Das Einzige, was ich ein wenig vermisse, ist die Sauerteignote, aber gut – wo soll die auch herkommen? Besonders für Leute, die eben kein Sauerteigbrot mögen, ist diese Variante also ideal.

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Und wer mag, kann auch gerne noch Saaten, Kerne, Samen nach Belieben hinzufügen – ich werd demnächst mal Haselnüsse probieren.

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Also – keine Ausreden mehr, gesundes Brot geht ganz einfach. Pappiges Discounterbrot, go home!

Viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

Und ich geh jetzt die Flagge entstauben.

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