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Rocher-Rolle


Okay.

Es ist etwas faul im Staate Dänemark.

Ich sehe adrett gekleidete Kinderchen auf dem Rasen herumtollen. Mit geputzten Lackschühchen.

Männer (Väter?) im Anzug. Damen (Mütter?) in geschmackvollen Kostümen. Oder dezenten Twinsets, kombiniert zur jugendlich-frischen Jeans.

Es riecht nach Gegrilltem. Gut, das ist immer noch besser, als dieser Grillanzünder von vorhin (Was verwendet ihr da, Leute? Autoreifen??).

Und die Zuckertüten-Dichte ist irritierend hoch.

Es kann doch wohl nicht… sollte es eventuell… ist es gar wieder soweit, dass… jup, ein schneller Blick auf den Kalender verrät es uns:

Einschulung!

Zumindest hier in Berlin.

Hach ja. Jetzt geht er los, der so genannte Ernst des Lebens. Ab jetzt is nich mehr alles nur Spiel und Spaß. Herzlich willkommen in der grausamen Realität.

Oder so ähnlich.

Aber eines noch, liebe Kinder:

Diese liebe Backfee hier muss jeden Morgen mitm Bus zur Arbeit fahren. Und dieser Bus fährt an einer Schule vorbei. Es kann also gut sein, dass wir uns mal einen Bus teilen. Nun ist es aber so, dass Erwachsene, nun ja – sie sind alt. Uralt. Und haben deswegen nicht mehr so viel Energie wie ihr. Sie sind morgens also noch ziemlich müde und grummelig. Und da vertragen sie zwar nen Schuss Scotch im Kaffee (was allerdings wegen der Arbeit nicht möglich ist), schrilles Kindergekreische ist da aber ganz, ganz schlecht. Super-fies ist das.

Können wir uns also darauf einigen – ihr macht in meinem Bus keine Randale und ich back euch dafür eine

Schoko-Haselnuss-Biskuitrolle

aka. Rocherrolle

Zutaten

  • 4 Eier
  • 1 Eigelb
  • 75gr Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 60gr Mehl
  • 20gr Kakaopulver, ungesüßt
  • 1 TL Backpulver
  • 4 EL Wasser
  • 10 Schoko-Nuss-Waffelkugeln (Rocher oder Generika)
  • 400gr Schlagsahne
  • 2 Pck. Sahnesteif
  • 2 EL Instant-Cappuccinopulver (optional)

Wir heizen unseren Boden auf 180°C vor und bestücken unser Backblech mit Backpapier.

Die Eier, das Eigelb, den Zucker und die Vanille mit dem Wasser schön schaumig aufschlagen. Lasst euch ruhig Zeit dabei.

Mehl, Kakao und Backpulver mischen und zu der Eiercreme sieben.

Per Hand (!!!) vorsichtig unterziehen. Nicht wild in der Schüssel rumrühren, sondern ganz locker aus dem Handgelenk in kreisenden Auf- und Abbewegungen alles miteinander vermengen.

Diesen sehr lockeren Teig auf das Backblech streichen und 10 Minuten backen. Nicht zu lange, sonst könnt ihr ihn nicht mehr rollen.

Den Biskuitboden sofort auf ein mit Zucker bestreutes Küchenhandtuch stürzen, das Backpapier abziehen und die noch heiße Platte mitsamt dem Handtuch aufrollen.

Aufgerollt vollständig auskühlen lassen.

Die Schoko-Nuss-Kugeln zerhacken.

Die Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen – wer mag, gibt hier jetzt das Cappuccino-Pulver hinzu.

Die Biskuitrolle entrollen, mit drei Vierteln der Sahne bestreichen, mit den Konfekt-Stückchen belegen, wieder aufrollen und mit dem Rest Sahne einstreichen. Nach Wunsch mit weiterem Konfekt dekorieren.

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Fazit:

Eins gleich vorweg: Mir sind solche Rollen ja immer viel zu sahnig. Ist echt nicht mein Fall, ich mag dann eher Joghurt- oder Quarkfüllungen.

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Aber das ist ja nur so ein Geschmacksding.

Ansonsten hab ich hier nämlich nix zu meckern.

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Besonders der Biskuitteig hat mich positiv überrascht – die Platte ließ sich fantastisch rollen und brach nicht ein winzig kleines bisschen.

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Geschmacklich kann man an der Kombi Schoko-Haselnuss auch nix wirklich verbessern. Ich hab die Kaffee-Variante gemacht, und auch das harmoniert wunderbar.

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Als Variante könnte ich mir das Ganze dann noch in der Raffaelo-Version vorstellen:

Statt Kakao Speisestärke nehmen und die Rocher in der Füllung durch Raffaelo ersetzen. Sollte auch schmecken.

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Summa summarum darf ich also folgendes Urteil fällen:

Einfach zu machen, auch wenn das mit dem Rollen immer so kompliziert klingt. Isses nich. Und wer sahnig-cremige Torten mag, der kommt hier voll auf seine Kosten – ein kleiner Kuchentraum aus Nuss, Schokolade und Sahne in herrlicher Harmonie.

Sagen wir mal… vier von fünf Küchenkatzen.

 

 

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