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Rhabarber-Streuselkuchen mit Vanillecreme


Ein Hooooch auf unser Muttertier, Muttertier, Muttertier,

Ein Hooooooch auf unser Muttertier, ist sie nicht toll?

Endlich ist er da, der Tag der Tage, das höchste Fest der Süßwarenindustrie und der Floristen (an dieser Stelle einen schönen Gruß an mein reizendes Schwesterherz, du weißt ja – immer lächeln und… so weiter).

Muttertaaaaaaaaaaaaaaaag!

Hipp hipp, hurra!!!

Was hab ich darauf gewartet… endlich hört diese bekloppte Werbung auf. Ich mein, meine Brut vernachlässigt mich eh sträflichst, hier gab es bisher keine Blümchen, keine Schokolade, kein gar nix.

N riesen Kratzer im Gesicht hab ich bekommen, das war’s dann aber auch schon. Pöh. Undankbare Blagen.

Dafür muss jetzt dieser Oster-Schokohase dran glauben, so sieht’s aus. Ich brauch eure Pralinen nicht, ich hab meine eigenen! Ha! Und Blümchen kuck ich mir im Internet an.

Und für euch hab ich was Feines für die muttertägliche Kaffeetafel:

Rhabarber-Streuselkuchen mit Vanillecreme

Ein Chefkoch-Rezept.

Zutaten für eine 28cm-Springform:

  • 100gr Butter (1)
  • 80gr Zucker (1)
  • 1 Pkt. Vanillezucker (1)
  • 2 Eier
  • 75gr Schmand oder Creme fraîche (1)
  • 180gr Mehl (1)
  • 1 TL Backpulver, gehäuft
  • 40gr Speisestärke
  • 40gr Vanillezucker
  • 375ml Milch
  • 125gr Schmand oder Creme fraîche
  • 500 – 800gr Rhabarber, küchenfertig und in Stücken
  • 200gr Mehl
  • 100gr Zucker
  • 1 Pkt. Vanillezucker
  • 150gr Butter (keine Margarine)
  • Nach Belieben Zimt

Zunächst einmal kochen wir uns einen Vanillepudding:

Speisestärke mit ein wenig von der Milch verrühren, den Rest Milch mit dem Zucker aufkochen. In die kochende Flüssigkeit die Stärkemilch einrühren, unter ständigem Rühren noch einmal aufköcheln lassen, vom Herd nehmen, abkühlen lassen. Dabei immer mal wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet.

Achtung, liebe Naschkatzen: Wenn ihr probiert, passt auf dass, ihr einen separaten Löffel nehmt. Das ist erstens hygienischer und zweitens enthält menschlicher Speichel Enzyme, die den Pudding wieder verflüssigen würden.

Unter den abgekühlten Pudding den Schmand (1) rühren.

Butter (1), Zucker (1) und Vanillezucker(1) cremig aufschlagen, die Eier einzeln unterrühren. Mehl (1) und Backpulver mischen, sieben und zügig unterarbeiten. Den Teig in die Form streichen und bei 180°C (vorgeheizt) 15 Minuten vorbacken.

Den Vanillepudding auf diesem Boden verstreichen (vorsichtig, der Teig ist schließlich nur vorgebacken), mit Rhabarber belegen und mit Streuseln (aus Mehl, Zucker, Butter und Vanillezucker) bedecken.

Wieder ab in den Ofen und weitere 35 – 45 Minuten backen. Am besten im Ofen etwas auskühlen lassen und vor dem Anschneiden unbedingt komplett erkalten lassen!

Unter Umständen noch mit Puderzucker bestäuben und genießen.

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Fazit:

Ich mein das ernst: Lasst den Kuchen komplett auskühlen, bevor ihr ihn anschneidet, sonst läuft euch die Creme davon. Schmeckt zwar immer noch gut, sieht aber fürchterlich aus.

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Wobei der Kuchen auch kalt noch sehr weich und fragil ist – wirklich zart und cremig. Nix zum aus-der-Hand-essen. Ja, hier müsst ihr wirklich mal ein Gäbelchen benutzen.

Der Boden ist also schön zart und fluffig, die Creme, nun ja – cremig, dazu dann säuerlich-fruchtiger Rhabarber und knusprig-buttrige Streusel. Läuft.

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Ich empfehle euch, für die Creme echten Vanillezucker zu verwenden, der Geschmack ist unschlagbar. Und für die Streusel unbedingt Butter, Streusel mit Margarine sind ein Verbrechen an der Menschlichkeit.

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Ich muss allerdings auch meckern: Leider geht der Rhabarber ein wenig unter. Boden, Creme und Streusel sind so dominant, dass der Fruchtgeschmack eher in den Hintergrund gedrängt wird. Klar, er ist schon da, aber irgendwie ist das kein Rhabarber-Streuselkuchen mit Vanillecreme, sondern ein Vanillecreme-Streuselkuchen mit Rhabarber.

Aber gut.

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Davon mal abgesehen haben wir hier aber einen leckeren, recht klassisch daherkommenden Kuchen für die sonntägliche Kaffeetafel. Gut abgestimmte Süße, lecker Vanille, ein bisschen Säure – kann man machen. Geschmacklich in Ordnung. Abzüge gibt es in der Rhabarber-Note und in Sachen Einfachheit (n bisschen aufwändiger ist der Kuchen schon in der Herstellung), von daher – drei von fünf Küchenkatzen.

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