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Resteverwertung: Lebkuchentrüffel und Mendiants


Pupse täglich, bis es knallt,

Dann wirst du 100 Jahre alt.

Oder, um es mit den Worten meines Gatten auszudrücken: Die Unsterblichkeit wartet.

Na, dann wollen wir mal:

Pfft, zwo, drei, vier, pfft, zwo, drei, vier…

Ich wusste ja schon immer, dass Dampf ablassen gesund ist.

Ach, ich will euch heut auch gar nicht lange aufhalten (hab auch eigentlich keine Zeit, die Herbstdeko schreit nach mir), aber ein Leckerli wollt ich euch noch eben hierlassen.

Erinnert ihr euch, dass ich mich vor gar nicht allzu langer Zeit mit einer größeren Menge Pumpkin Spice Cupcakes konfrontiert sah, bei der sich mir die Frage aufdrängte: Wer zur Hölle soll die denn alle essen?

Wie sich herausstellte, lautete die Antwort: Niemand.

Wir haben unser Bestes gegeben und verschenkt und gefuttert wie verrückt, dennoch haben es nicht alle geschafft. Das letzte dreckige Dutzend wurde dann doch leider hart und trocken.

Aber nicht schlecht! Ha!

Und weil wegschmeißen nicht drin ist und ich außerdem noch einen Rest Schokoladenfrosting hatte, hieß es mal wieder Mission: Resteverwertung. Diesmal sind

Lebkuchentrüffel

Dabei herausgekommen. Solche hier:

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Hübsch, nicht wahr? Und machen auch tierisch Eindruck. Ich sag ja nur… könnte ja sein, dass man mal in der kommenden Weihnachtszeit ein kleines Mitbringsel braucht oder so. Könnte doch möglich sein.

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Gemacht werden die Dinger jedenfalls so:

Wir benötigen zunächst einmal Lebkuchenreste. Dabei ist es egal, ob ihr selbstgebackenen habt, der halt leider etwas trocken geworden ist (auch missglücktes Gebäck kann man so noch einer Bestimmung zuführen), oder ob ihr gekaufte Lebkuchen nehmt. Die Menge überlass ich euch.

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Diesen trockenen Kuchen zerbröseln wir. Da gibt es verschiedene Methoden, ich jag sie gerne durch die Moulinette. Ihr dürft hier aber gern kreativ werden.

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Zu diesen Bröseln geben wir jetzt löffelweise weiches Frosting. Geschmacksrichtung und Rezept ist dabei ganz eure Sache, ich hatte eben noch einen Rest Schokofrosting übrig, aber andere Varianten sind genauso gut.

Und alles schöööööööööööön vermischen (hier kommt bei mir wieder die Moulinette zum Einsatz).

Die Menge des Frostings hängt übrigens ab von der Trockenheit des Gebäcks, daher gibt es hier keine genauen Angaben. Gebt am besten immer nur wenig dazu und mischt erstmal. Man erwischt schnell zuviel! Die Masse sollte am Ende fest und mit den Händen formbar sein.

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Denn nuuuuuun – rollen wir kleine Kugeln daraus. Bei mir sind sie alle exakt 10gr schwer, das halte ich für die ideale Größe.

Diese Kugeln müssen nun gut gekühlt werden. Ich empfehle entweder mindestens 12 Stunden Kühlschrank oder zwei bis drei Stunden Eisfach.

Sind die Trüffel gut durchgekühlt, schmelzen wir unsere Kuvertüre. Ob weiße, zartbitter oder Milchschokolade ist dabei Geschmackssache. WICHTIG ist nur, dass das Wasserbad auf keinen Fall zu heiß wird, sonst wird der Schokoüberzug stumpf und bekommt hässliche, weiße Schlieren. Die idealen Temperaturen sind:

Bitterschokolade sollte nicht wärmer als 35°C,

Vollmilchschokolade 33°C und

Weiße Schokolade 32°C

Werden. Auch empfiehlt es sich, hier ruhig mal nen Euro mehr zu investieren und gute Qualität zu kaufen.

Tja, und dann tunken wir die kalten Trüffel in die Schokolade, schütteln ein wenig (den Trüffel, nicht uns) und lassen das Ganze auf Backpapier abkühlen.

Bitteschön, Lebkuchentrüffel:

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Und weil ich dann noch flüssige Kuvertüre übrig hatte, hab ich auch gleich noch ein paar Mendiants gemacht. Zur Info: Mendiants heißt soviel wie Bettler und es handelt sich dabei um ein ganz einfach zu machendes, französisches Konfekt – kleine Taler aus Schokolade, belegt mit verschiedenen Zutaten. Traditionell repräsentieren diese Zutaten die vier Bettelmönchsorden der Augustiner, Dominikaner, Franziskaner und Karmeliten, aber heutzutage werden die kleinen Scheiben mit allem Möglichen belegt.

Zum Beispiel mit Trockenfrüchten:

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Oder Buttertoffee-Stücken:

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Und so sehen sie aus:

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Einfach jeweils einen Teelöffel flüssige Kuvertüre kreisförmig auf Backpapier auftragen, mit den gewünschten Dingen belegen, trocknen lassen, fertig:

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Tja, und das passiert, wenn ich Langeweile habe und man mich allein in der Küche lässt.

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