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Red Velvet Cupcakes


Außenmission Tag 1.

Tagebuch des Captains.

Erreichten das Lager gestern so gegen 1400. Starker Wind drohte mehrmals, uns vom Kurs abzubringen, doch unser Steuermann brachte uns sicher ans Ziel.

Nachdem die Fracht sicher im Lager verstaut war und der mitgebrachte Kampfkater sein neues Trainingsgebiet inspizierte, luden uns die Einheimischen zu einem Stärkungstrunk ein, den sie „Kaffee“ nannten und welcher von ansprechendem Geschmack war.

Die von uns dargebotenen Gastgeschenke wurden wohlwollend empfangen. Backwaren scheinen hier hoch angesehen zu sein und als Zeichen des Friedens zu gelten.

Das Schlaflager entspricht dem von uns gewohnten Standard in vollem Umfang. Warm und geschützt, und durchaus komfortabel werden wir hier mit Sicherheit die kommende Weihnachtsschlacht unbehelligt überstehen. Auch war eine kleine Auswahl an Schokolade in der Kammer platziert worden, was sicherlich als Zeichen des Willkommens zu interpretieren ist.

Auch hinsichtlich der Versorgung lässt sich soweit nur Positives berichten. Nahrung und Flüssigkeit für mich und den Kater stehen in ausreichender Menge bereit, ebenso wie Delikatessen und geistige Getränke. Man scheint uns erwartet zu haben. Auf jeden Fall lässt sich vermerken, dass die Einheimischen dieser Region offenbar ausgesprochene Feinschmecker zu sein scheinen und kulinarisch hoch entwickelt sind.

Mit anderen Worten:

Mama is auf Heimaturlaub.

Alle Jahre wieder nisten der Kater und ich uns bei meiner herzallerliebsten Sippschaft ein und lassen uns den Bauch kraulen. Das hat schon Tradition. Is auch immer wieder schön. Urlaub, quasi.

Und ick sach euch – dit is windig hier, JessasMariaundJosef. Und regnerisch. Und 10°C. Also typisch norddeutsche Weihnachten.

Kann aber auch nett sein. So im Bett mit Kater (also dem Viech), Tee, Buch, draußen reißt der Wind die Rollläden halb ab und im Erdgeschoss versucht man verzweifelt der Tanne Herr zu werden und generell kann man mal alle Viere von sich strecken und das Jahresende auch mal Jahresende sein lassen… doch, das hat was. Zieh ich einem „richtigen“ Urlaub jedes Mal vor.

Aber, Kinners, darum geht’s ja eigentlich gar nicht. Hier geht’s ja eigentlich um Backwaren. Und einen hab ick noch für euch:

Red Velvet Cupcakes

a la Martha Stewart

Zutaten für 18 Stück:

  • 150gr Mehl
  • 1 EL Kakao (bei mir sehr gehäuft)
  • ½ TL Salz (wichtig!)
  • 180gr Zucker
  • 180ml Öl
  • 1 Ei
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 120ml Buttermilch
  • 1 TL Backpulver (ebenfalls gehäuft bei mir)
  • 1 EL Essig (wichtig!)
  • Rote Lebensmittelfarbe

Lasst uns zunächst einmal kurz über Red Velvet sprechen. Es gibt da nämlich so eine Sache. Ein Problem, quasi. Etwas, dass mich jedes Mal zur Weißglut treibt, wenn mal wieder irgendso ein räudiges „Wissensmagazin“ meint, an diesem Klassiker sich versuchen zu müssen. Schatzi kann euch da mehr erzählen. Jedenfalls, was ich sagen will:

EIN RED VELVET CUPCAKE IST KEIN !!!!!!!!!! RÜHRTEIG, DEN MAN DANN EINFACH EINFÄRBT, IST DAS JETZT ENDLICH MAL ANGEKOMMEN???????

Danke, das musste eben raus.

Liebe Leute, bei einem Red Velvet Cake handelt es sich um einen Schokokuchen. Und da man vor Erfindung des Backpulvers, so wie wir es kennen, gerne mal einen Schuss Essig in den Teig gab zwecks Lockerung und dieser Essig mit dem Kakaopulver reagierte, färbte der Teig sich rot.

Heutzutage bekommt man diese Art von unbehandeltem Kakaopulver allerdings nicht mehr wirklich, daher ist der Färbe-Effekt wesentlich geringer und man behilft sich mit Lebensmittelfarbe.

So. Jetzt wisst ihr Bescheid.

Also – Muffinblech vorbereiten und Ofen auf 180°C vorheizen.

Mehl, Kakao und Backpulver mischen und beiseite stellen.

Zucker und Ei schön schaumig schlagen und nach und nach Ei, Vanille, Salz, Öl und Buttermilch hinzufügen. Zum Schluss noch den Essig und die Farbe dazu.

Anschließend das Kakao-Mehl dazusieben und kurz unterrühren.

Mit einem Eisportionierer jeweils eine Kugel Teig pro Mulde einfüllen und 25 Minuten backen.

Klassisch kommt jetzt noch ein Cream Cheese Frosting drauf (Frischkäse und Butter im Verhältnis 1:1 fluffig aufschlagen und ca. 1 Paket Puderzucker hinzufügen. Mit Vanille aromatisieren und im Kühlschrank etwas fest werden lassen.). Es wird euch aber auch keiner hauen, wenn ihr was Anderes nehmt.

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Fazit:

Ja, doch, doch… sehr schön nach Schokolade, der Kakao gibt diese tiefe Schokonote, die richtig am Gaumen festzukleben scheint, leicht nach Vanille und vergesst bloß net das Salz! Man schmeckt es nicht wirklich, aber ohne fehlt was, glaubt mir.

Die Konsistenz der Cupcakes lässt sich mit fluffig zusammenfassen. Sehr weich, flaumig, zart, perfekt.

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Cream Cheese Frosting passt, wie gesagt, am besten dazu, aber auch Schokofrosting geht, oder aber auch einfache Schlagsahne.

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Und ohne Frosting kann man die Dinger hervorragend einfrieren.

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Im Grunde sind’s ja nur simple Schokocupcakes in Rot, aber so lecker, so perfekt, und außerdem is Weihnachten, also fünf von fünf Küchenkatzen.

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Und der Kater wünscht auch ein Frohes Fest.

Hier war übrigens meine Schwester die Fotografin

Hier war übrigens meine Schwester die Fotografin

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