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Orientalischer Joghurtkuchen


Ja ja, da isses doch glatt mal wieder soweit, wa? Man, man, man, beinahe hätt ich’s sogar verschlafen, im Moment ist hier ja soviel los, ich komm schon ganz durcheinander. Na, das wär ja vielleicht mal was jewesen.

So einen Tag zu vergessen, herrje.

Klar, Heiligabend oder so, das kann einem schonmal entfallen. Ostersonntag. Der Geburtstag des Ehegatten. Wer denkt denn auch schon die ganze Zeit an so nen Kleinkram?

Aber heute? Der 14. April? Sowas darf man einfach nicht vergessen, das geht einfach nicht. Soviel Umsicht kann man doch von einem erwachsenen Menschen nun wirklich erwarten. Wozu gibt es denn Kalender? Herrgott, es gibt Apps, die einen daran erinnern, wann es mal wieder Zeit für die nächste Flatulenz ist, dann wird ja wohl auch sowas gehen.

In diesem Sinne: Einen gesegneten Tiburtiustag!

Okay, psssst, hier kommt’s:

Tiburtius war ein Märtyrer der Diokletianischen Verfolgung, wurde irgendwann im 2. oder 3. Jahrhundert abgemurkst und dann irgendwann Heilig gesprochen. Und dit feiern die Katholiken heute.

Außerdem gilt die folgende Wetterregel: Kommt Tiburtius mit Sang und Schall, bringt er Kuckuck mit und Nachtigall. Fragt mich aber nicht, was der Quatsch soll.

Super, wa?

Jedenfalls – möchte jetzt irgendwer ein Stückchen

Orientalischer Joghurtkuchen?

Rezept mal wieder von Chefkoch.de.

Zutaten:

  • 500gr Joghurt (Vollmilch in meinem Fall)
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 180gr Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 125gr flüssige Butter (keine Margarine)
  • 400gr Weichweizengrieß
  • 1 Pck. Backpulver
  • Nach Belieben noch Zitronenschale oder –Aroma

Wir fetten eine große (!) Kastenform ein und heizen den Ofen auf 160°C vor.

Im Ernst, nehmt eine große Form.

Joghurt, Eier, Salz, Zucker, Vanillezucker, Aroma, Zitronenschale (wenn verwendet) und Butter gut miteinander mischen.

Ebenso Grieß und Backpulver mischen und zu den flüssigen Zutaten geben. Zügig zu einem Teig rühren.

In die Form gießen und ca. 50 – 6 Minuten backen.

Normalerweise wird der heiße Kuchen jetzt noch mit einem Sirup aus

  • 500ml Wasser
  • 100gr Zucker
  • Saft von 3 ½ Zitronen

getränkt. Dazu einfach die oben genannten Zutaten aufkochen und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Den Kuchen mit einem Holzspieß ein paarmal einpieksen und den Sirup drüber gießen.

Et voila.

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Fazit:

Okay, auf den Guss hab ich verzichtet, weil ich’s nicht so gern sooooo süß hab. Wer aber nichts gegen ein bisschen mehr Süße hat, sollte das unbedingt machen.

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Alle anderen sollten, wenn sie auf die Siruptränke verzichten, wirklich noch Aromen an den Teig geben, wobei ihr da dann so ziemlich freie Hand habt: Vanille, Rum, Zitrone, Orange, Zimt… Achtet nur auf gute Qualität hier, denn damit steht und fällt dieser Kuchen.

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Des Weiteren – wer hier einen fluffigen Kuchen erwartet, sollte bitte weitergehen. Dieser Joghurtkuchen ist sehr kompakt und fest, recht feucht und hat eine sehr interessante Textur (der Grieß, ihr versteht). Sehr saftig und nass, dabei aber nicht matschig.

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Einfach wirklich was anderes, als was man sonst so von Kuchen gewohnt ist.

Geschmacklich… nun, da kommt es wirklich auf die Aromen oder den Guss an. Ich hab mich ein wenig zurückgehalten mit Geschmackskomponenten, und musste feststellen, dass man hier ruhig ein bisschen mehr drangeben darf.

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Pur ist der Kuchen recht simpel und schlicht im Geschmack – nicht schlecht, aber eben auch nicht spektakulär. Leicht vanillig, leicht zitronig, durch den Joghurt ein bisschen frisch-säuerlich, ein wenig buttrig. Im Grunde eine perfekte Aromen-Leinwand. Hier kann man sich austoben.

Oder einfach den Sirup verwenden.

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Dazu passen schön frische Früchte (Erdbeeren z.B.) oder eine kalte Vanillesahne.

Im Endeffekt nichts Überragendes, aber auch keine Zutatenverschwendung. Für Leute, die gern auch mal ungewöhnliche Kuchen ausprobieren, auf jeden Fall mal einen Versuch wert.

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Zweieinhalb von fünf Küchenkatzen.

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