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Old Fashioned Chocolate Layer Cake


Halleluja und lobet den Herrn, es ist soweit.

Lange hat es gedauert, immer sehnlichster ward er herbeigewünscht, und nun ist er endlich da:
Der Tag, an dem uns Erlösung gewährt wird, Befreiung vom tristen Novembersiechtum, vom Grau und vom Matsch, vom Dunkel und vom Nieselregen.

Heute Morgen lief nämlich endlich das erste Weihnachtslied im Radio, mit anderen Worten:

Jetzt geht’s lohos, jetzt geht’s loooohooos!

An die Schneekanonen, drei, vier, Feueeeeeeeeer! Zückt die Adventskalender, poliert die Christbaumkugeln, bügelt das Lametta!

Die Milch im Kühlschrank wird ausgetauscht durch Eierpunsch, statt Saft jibbet Glühwein und bis Ende des Jahres ernähren wir uns von Apfel, Nuss und Mandelkern. Und Zimtschokolade.

Jaaaa, ich weiß auch, dass es noch ne Woche hin ist bis zum ersten Advent, schon klar, aber ganz ehrlich, Freunde: Ich habbet satt, diese Beerdigungsstimmung da draußen, jetzt ist auch mal gut mit kalt und grau und dunkel und nass und bäh. Wenn schon kalt und dunkel, dann wenigstens hübsch dekoriert. N paar Lichterketten, n bissl Glitter und schon wird aus bäh  hui. Das Ganze garnieren wir noch mit Punsch und Keksen und dann kann mich die grausame Realität mal sonstwo. Diese drei, vier Wochen seligen Selbstbetrug lass ich mir nicht nehmen, ätsch.

Und für euch hab ich heute

Old Fashioned Chocolate Layer Cake

Zutaten für eine 26cm-Springform:

  • 150ml Öl
  • 150gr Joghurt, 3,5% Fett
  • 150gr Zucker
  • 3 Eier
  • 225gr Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 2 EL Kakaopulver, ungesüßt
  • 50gr Bitterschokolade, geschmolzen

Wir bestücken unsere Form mit Backpapier und heizen den Ofen auf 180°C vor.

Öl, Joghurt, Zucker, Eier und geschmolzene Schokolade verquirlen. Mehl, Kakao und Backpulver mischen, sieben und zügig unterrühren. Nicht zu viel rühren!

Allet in die Form kippen und 45-50 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten:

  • 250gr Mascarpone
  • 150gr Bitterschokolade, geschmolzen

Einfach beides miteinander verrühren, bis ihr eine homogene Masse habt. Nicht im Kühlschrank aufbewahren, dit wird steinhart.

Den Boden unbedingt über Nacht auskühlen lassen, dann einmal waagerecht halbieren. Den unteren Boden mit der Creme bestreichen, den zweiten Boden draufsetzen und dann noch einen Guss aus

  • 200gr weiße Schokolade
  • 25gr Kokosfett (Palmin)

Überziehen. Hierbei erstmal nur ca. die Hälfte Guss über den Kuchen gießen, ein wenig fest werden lassen und dann den Rest drüber schütten.

Feddich.

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Fazit:

Es ist technisch gesehen nicht möglich, in einem Kuchen mehr Schokolade unterzubringen als hier geschehen.

Schokoböden, Schokofüllung, Schokoglasur. Läuft. Wer hier noch Herbstdepressionen hat, sollte vielleicht über ein Überwinterungsquartier in Spanien nachdenken. Da hilft dann wirklich nichts mehr.

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Alle anderen werden hier ihren Schokoladenhimmel finden. An diesem Kuchen ist wirklich nichts auszusetzen. Die Böden sind saftig und zart, die Füllung cremig, intensiv schokoladig und nicht zu süß und die weiße Schokoglasur steuert noch ein paar liebliche, süße Vanillearomen zu den dunklen, tiefen Kakaonoten bei.

Ich empfehle auch wirklich weiße Schokolade, höchstens noch Vollmilch – Bitterschokolade würde die ganze Sache zu herb und intensiv machen. Die kräftigen Kakaonoten in Böden und Füllung brauchen diese leichte Süße, sonst wird’s einfach zu viel.

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Darüber hinaus gibt es aber eigentlich nichts weiter, was man beachten müsste – trotz imposanter Optik und fulminantem Geschmack ist das Ding echt einfach zu backen. Ja, auch Backanfänger können sich daran wagen, bleibt nur immer schön ruhig, wenn ihr den Boden teilt. Gaaaaaaaaaanz ruhiges Händchen, lasst euch Zeit, das klingt immer schwieriger, als es ist.

Und der Rest is pillepalle.

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Vor daher vergeb ich heute viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

 

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