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Nutella-Cupcakes und Nougat-Konfekt aka. Pannenhilfe


Es gibt ja so Tage.

Kennt ihr doch bestimmt auch – die Art von Tagen, an denen man spätestens ab dem frühen Nachmittag die Bude nicht mehr verlässt, einfach, weil die Gefahr zu groß ist, dass man ein Gewaltverbrechen begehen könnte. An denen man sich selbst dazu fähig hält, dem Typen hinter einem an der Kasse die Stange Lauch eigenhändig rektal einzuführen, weil er zu laut geatmet hat.

Und im Fernsehen kommt auch nur Mist.

Ja, so einen Tag hatte ich letztens.

Dabei fing alles eigentlich ganz gut an. Echt, der Start war gar nicht mal so schlecht:

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Aber dann. Wär ich mal bloß wieder ins Bett gegangen.

Ich will jetzt auch gar nicht ins Detail gehen, ist ja schließlich privat, von daher nur so viel: Seid froh, dass ihr mir nicht begegnet seid. Das muss irgendsone ganz üble kosmische Kettenreaktion gewesen sein, so nach dem Motto: Wenn eh schon was schief gelaufen ist, dann kann’s ja auch so weitergehen. Unglücks-Domino, quasi.

Tja, und wat macht man da? Okay, die Tür verbarrikadieren, das Telefon ausstöpseln, die Fenster verrammeln und sich mit ausgestreckten Mittelfingern aufs Sofa verziehen ist schon mal n Anfang.

Schokolade ist aber auch ne gute Idee. Und Backen. Am besten, backen mit Schokolade. Oder in diesem Fall Nutella.

Es hätte so schön werden können.

Nutella Cupcakes (bzw. Nuss-Nougat-Konfekt)

Originalrezept hier: http://www.chefkoch.de/rezepte/621111162382768/Nutella-Kuchen.html

Zutaten für 18 Stück:

  • 125gr Butter
  • 3 Eier
  • 125gr Zucker
  • 100gr Nutella
  • 120ml Milch
  • 190gr Mehl
  • ½ Päckchen Backpulver
  • Nach Wunsch Schokotröpfchen

Muffinblech vorbereiten und den Ofen auf 175°C vorheizen.

Und dann isses im Grunde ganz einfach:

Butter und Zucker cremig schlagen, die Eier einzeln unterrühren, dann den/die/das Nutella dazugeben und verrühren, die Milch noch, und am Ende das mit dem Backpulver gemischte und gesiebte Mehl unterheben.

Wirklich kein Hexenwerk.

Mit dem Eisportionierer je eine Kugel Teig pro Mulde einfüllen und ca. 25 Minuten backen. Ich hab vorm backen noch Schokotröpfchen draufgestreut.

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Aus dem Ofen holen, auskühlen lassen, nach Wunsch dekorieren und genießen.

Fazit:

Wie ich schon sagte: Es hätte so schön werden können. Aber dieser Tag hatte was gegen mich.

Erstens – da hat meine liebe Schwester mir zum Geburtstag diese zauberhaften Silikon-Muffin-Förmchen geschenkt:

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Die wollt ich natürlich auch endlich mal ausprobieren. Gesagt, getan, nur leider hab ich anschließend diese vermaledeiten Muffins ums Verrecken nicht aus den Formen rausbekommen. Weiß der Geier, woran es gelegen hat, auf jeden Fall hatte ich am Ende nen großen Haufen zerbröselter Muffins. Supi.

Und die, die ich in meinen normalen Formen gebacken hatte… tja…

Nicht völlig im Eimer, aber irgendwie... naja, nicht so das Wahre, wa?

Nicht völlig im Eimer, aber irgendwie… naja, nicht so das Wahre, wa?

Okay, so schlimm sehen sie nicht aus, nur leider waren sie auch geschmacklich eher so mittelprächtig. Die Konsistenz brachte das Meisterstück zuwege, gleichzeitig trocken und matschig zu sein, fragt mich nicht, wie das geht. Die Schokoladigkeit ließ zu wünschen übrig und irgendwie hatte man einfach nur ein süßes Nichts im Mund.

War also nix mit Trost-Backen. Stattdessen hatte ich einen Haufen Brösel und ein paar missglückte Cupcakes. Aber wegschmeißen geht auch nicht.

Also schreiten wir zur Schadensbegrenzung.

Erstmal die Cupcakes – wie jeder Cupcakerino weiß, gibt es eine todsichere Methode, verunglückte Backwaren zu retten: Frosting. Ist so n bisschen wie wenn Discounter nicht so tolles Fleisch schön dick marinieren. Nur weniger eklig.

Aaaaaaaaaaaaalso hat Mama einfach eine simple Schokosahne produziert, will sagen: Sahne und Schokolade im Verhältnis 1:1 schmelzen, abkühlen lassen (am besten über Nacht im Kühlschrank), aufschlagen, auf die Cupcakes geben und dekorieren. Das sah bei mir dann so aus:

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Naja, hat die Sache wenigstens ein bisschen besser gemacht. Allerdings denke ich, dass statt einer Schokosahne ein Schokofrosting der Marke Cream Cheese oder Buttercreme noch besser gewesen wäre.

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Die Sahne war ein wenig zu leicht, zu zart. Aber so konnte man sie dann wenigstens essen. Trotzdem nur eine von fünf Küchenkatzen für die Cupcakes.

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Und die Brösel?

Die hab ich einfach noch ein bisschen mehr zerbröselt, zusammen mit etwas Haselnusssirup in der Moulinette zu einer formbaren Masse geschreddert und in Mini-Muffin-Formen gedrückt:

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Im Kühlschrank ein paar Stunden erkalten lassen, aus der Form holen und in geschmolzene Kuvertüre tauchen. Kleiner Tipp: Ein klein bisschen Palm- oder Kokos-Fett in der Kuvertüre macht sie etwas flüssiger. Ist besonders praktisch, wenn man Pralinen damit überziehen möchte. Aber wirklich nur ein ganz klein wenig Fett! Und dann die Praline auf eine Gabel setzen, in die Schokolade tauchen, vorsichtig schütteln und klopfen und auf ein Gitter setzen.

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Anschließend noch nach Wunsch dekorieren und die bucklige Verwandtschaft mit hausgemachtem Konfekt beeindrucken.

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Muss ja keiner wissen, dass es sich um die Reste eines missglückten Backversuches handelt.

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Schmecken tun die Dinger nämlich eigentlich sehr gut. Der Sirup hebt das nussige vom Nutella nochmal hervor und die Brösel ließen sich hervorragend zu einer formbaren Masse verarbeiten.

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Wie viel Sirup ihr dabei dazugeben müsst, müsst ihr selbst herausfinden, das hängt von der Menge und der Beschaffenheit eurer Brösel ab. Lieber erstmal nur ganz wenig nehmen und dann löffelweise steigern. Und selbstverständlich könnt ihr auch kleine Kugeln formen, anstatt Förmchen zu benutzen.

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Dieser Rettungsversuch bekommt von mir dann immerhin noch drei von fünf Küchenkatzen. Als Konfekt taugen diese Cupcakes definitiv mehr.

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