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Nougat-Marmorkuchen


Du ahnst es ja nicht, was so eine durchgeschwitzte Fiebernacht so bringt. Einmal fein einkuscheln, ein paar Kohlen mehr auflegen, ins selige Schnupfen-Delirium fallen und fertig.

Mit anderen Worten: Der Schnupfen kam, sah und durfte sich auch gleich wieder trollen. So wat wollen wir hier jar nicht im Haus haben, wa?

So, und ich hatte also am Montag Geburtstag. Wieder ein Jahr älter, Kinder, wie die Zeit vergeht. Die nächste Null ist jetzt also die mit der 4 davor, igitt. Aber immer noch keine Falten in Sicht, und von grauen Haaren weiß ich auch nix. Ätschibätsch. Naja, bei meinem Glück wach ich einfach irgendwann mal morgens auf und seh aus, wie die alte Rose aus Titanic. Instant-Alterung, quasi.

Aber kuckt doch mal, was ich unter Anderem bekommen hab:

Geil, ne Dose.

Geil, ne Dose.

Hübsch, nicht? Ich steh ja auf so Küchen-Deko-Krams. Besonders, wenn ich dann das hier reintun kann:

Leckerlies!

Leckerlies!

Das macht die Dose gleich nochmal so schön ;)

Und was könnte wohl das hier sein?

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Na?

Richtiiiiiiiiiiiiiiiiich – ne Gugelhupfform. Nein, liebe Nerds, das ist nicht das, was ihr jetzt denkt. Was auch immer das sein mag.

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Hach, was freu ick mir. Im Ernst, ne Gugelhupfform fehlte mir noch, und zwar schmerzlichst – ich find die Dinger nämlich urst niedlich. So ein Gugelhupf hat einfach was Gemütliches. Sowas oma-artiges. Ach weh, ich werd schon wieder sentimental.

Na jedenfalls – natürlich musste das neueste Mitglied dieses Haushaltes unbedingt eingeweiht werden. Ist klar, oder? Und entschieden habe ich mir zu diesem Zweck für den klassischsten Gugelhupf, der mir eingefallen ist. Der Standard-Gugelhupf. Die Mutter alles Hüpfe, wenn ihr so wollt. Stellt sich nur die Frage: Was war zuerst da – die Form oder der Kuchen?

Marmorkuchen mit Nougatcreme

http://www.chefkoch.de/rezepte/18941004871689/Marmorkuchen-mit-Nougatcreme.html

Zutaten:

  • 250gr Butter
  • 250gr Zucker (hier reduziert auf 180gr)
  • 5 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 500gr Mehl
  • 250ml Milch
  • 200gr Nougatcreme
  • 1 EL Rum (hab ich weggelassen)
  • 1 EL Kakaopulver (ist bei mir seeeeeeehr großzügig ausgefallen)
  • 100gr Schokotröpfchen
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 1 gehäufter TL Zimt

Die letzten drei Zutaten hab ich auf eigene Faust hinzugefügt.

Als erstes fetten wir die Form ein – gründlich! Bei Gugelhupfformen bleibt gern mal was hängen.

Der Ofen wird vorgeheizt auf 175°C.

Die Butter mit dem Zucker schön weißcremig aufschlagen und anschließend ein Ei nach dem anderen hinzufügen. Jedes Ei etwa eine halbe Minute unterrühren – ihr müsste der Masse Zeit geben, sich gut zu verbinden, sonst nimmt das Fett die Flüssigkeit der Eier nicht wirklich auf.

Noch fix die Prise Salz dazugeben und dann das mit dem Backpulver gemischte und gesiebte Mehl abwechselnd mit der Milch in zwei Fuhren KURZ unterrühren. Es schadet gar nix, wenn noch Mehl zu sehen bleibt. Passt schon.

Den Teig jetzt in zwei Hälften Teilen, unter die eine die Vanille, unter die andere die Nougatcreme, das Kakaopulver, den Zimt und die Schokotröpfchen rühren. Auch hier bitte nicht zu lange und zu heftig rühren.

Beide Teigsorten in die Form geben. Entweder abwechselnd einen Löffel hell, einen Löffel dunkel, oder in zwei Schichten und dann mit einem Werkzeug eurer Wahl (ich würde allerdings vom Schlagbohrer abraten) spiralförmig durchmischen. Nicht zu viel mischen, sonst is nix mit Marmor, dann wird’s nur hellbraun.

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Und dann ab in den Ofen. Im Rezept stand 60 Minuten, mein Hupf brauchte insgesamt 90.

Dann sieht er so aus

Dann sieht er so aus

In der Form abkühlen lassen. Im Ernst, sonst zerbricht euch das Ding.

Mit Puderzucker bestäuben oder mit Glasur/Kuvertüre überziehen.

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Wir hatten keinen Puderzucker mehr, also hab ich Koks genommen.

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Na, kleines Späßcken, als ob wir uns Koks leisten könnten. Bei den Mieten, was denkt ihr euch denn?

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Fazit:

Einstand gelungen. Ein ganz wunderbarer Marmor-Hupf. Gleichmäßig in der Konsistenz, kein bisschen trocken, sondern schön saftig und auch mit der reduzierten Zuckermenge kein Stück zu wenig süß. Im Gegenteil, für uns isses perfekt.

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Zimtfans allerdings sollten den Zimtanteil unbedingt erhöhen, man schmeckt ihn nämlich leider kaum raus. Höchstens im Abgang am Gaumen. Hätt ich auch weglassen können, und keiner hätt’s bemerkt.

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Und im hellen Teig kann man noch etwas mehr Vanille nehmen, das schadet auch nix.

Die Schokotropfen knacken übrigens ganz niedlich, wenn der Kuchen komplett kalt ist. Aber auch hier gilt – wer nicht will, kann sie ohne weiteres weglassen.

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Tja, dazu dann noch ein bisschen Schlagsahne und n Käffchen – ich würde sagen, wenn ihr für Sonntag noch einen Beitrag zum Kaffekränzchen sucht, seid ihr grad fündig geworden.

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Viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

 

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