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Muffin des Monats: Lemon Pie


Okay, es ist offiziell: Keine Peelings mehr für Mama.

Ich bin da ganz offensichtlich zu doof / ungeschickt für. Ich mein, hey – ick seh aus im Gesicht wie der letzte Gegner vom Klitschko, dabei wollte ich doch nur meine Poren reinigen, herrgottnocheins!

Gut, vielleicht fällt das Entfernen der obersten Hautschicht unter „besonders gründliche Tiefenreinigung“? So als neuer Beauty-Trend quasi? Nein? Dachte ich mir.

Naja, bis Weihnachten is wieder okay. Falls ich mir nicht noch was Neues einfallen lasse, da bin ich ja gut drin. Oder hat sich von euch schonmal einer zwei blaue Flecken im Gesicht gehauen, weil er/sie TK-Erbsen aus dem Gefrierschrank holen wollte?

Eben.

Oder ne Beule an der Stirn, weil er/sie die Breite der Küchenschranktür nicht einzuschätzen wusste?

Oder sich beim Gammeln auf der Couch mit dem eigenen Knie ein blaues Auge verpasst? Hm? Irgendwer? Icke schon.

Allerdings immer noch besser, als der Typ heut Morgen im Radio, der sich beim Brotschneiden in den Finger geschnitten hat.

Am Brot.

Und deswegen essen wir hier kein brutales, gewaltbereites Brot, sondern cremig-zarten

Lemon Pie

Nach dem Rezept für Lemon Squares von Martha Stewart aus dem Buch „Cookies“

Zutaten für eine 26cm-Springform:

  • 170gr Butter
  • 205gr Mehl
  • 85gr Puderzucker
  • ¾ TL Salz
  • 4 Eier
  • 180gr Zucker (im Original fast 400gr)
  • 180ml frischer Zitronensaft
  • 3 EL Mehl
  • 60ml Milch (ich hatte noch Sojamilch, das geht auch)
  • Die abgeriebene Schale von 4 Zitronen (meine eigene Ergänzung)

Zunächst ein paar Anmerkungen:

Erstens hab ich den Zucker mal wieder drastisch reduziert. Ich weiß echt nicht, was mit den Amis in dieser Beziehung nicht stimmt.

Zweitens soll die Butter laut Originalrezept gefroren sein und dann grob geraspelt werden – auf diese Kinkerlitzchen hab ich verzichtet und es hat trotzdem geklappt.

Nun denn – Springform mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 180°C vorheizen.

Butter, Zucker und Salz schön cremig aufschlagen und anschließend das Mehl unterarbeiten, bis man einen schönen bröseligen Krümelteig hat. Den geben wir dann in unsere Springform und drücken ihn als Boden fest.

Ca. 15 Minuten einfrieren und dann 18 Minuten backen.

Währenddessen die Eier mit dem Zucker und dem Salz zu einer schaumigen Creme aufschlagen, Zitronensaft, -schale, Milch und Mehl hinzufügen und zu einer glatten Masse verarbeiten.

Diese flüssige Masse auf den vorgebackenen, noch warmen Boden gießen und weitere 20 – 30 Minuten backen. Der Belag sollte nicht mehr flüssig sein, darf aber noch weich sein. Beim Auskühlen wird er dann fester.

Und fertig.

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Fazit:

Okay, mal wieder haben die Backzeiten, die Frau Stewart angegeben hat, nicht hingehauen, aber da sich das durch alle ihre Rezepte zieht, nehme ich an, dass der Grund dafür im Unterschied deutscher Ofen – amerikanischer Ofen zu suchen ist und nicht im Rezept selber.

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Hier sind übrigens die korrigierten Zeiten angegeben.

Des Weiteren weiß ich sehr wohl, dass ein Pie kein Muffin ist, ist mir aber egal.

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Ansonsten:

Mjam. Sehr lecker. Sehr, sehr lecker. Buttriger, mürber Boden und cremiger, süß-saurer Belag. Herrlich.

Verwendet bitte unbedingt frische Zitronenschale und –saft, Aromen sind hier kein akzeptabler Ersatz.

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Eventuell könnte man in den Boden noch einen Hauch Vanille geben, das dürfte schön mit den Zitrusnoten harmonieren. Darüber hinaus würd ich nix weiter verändern.

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Schatzi fand ihn übrigens aus dem Kühlschrank besser als bei Zimmertemperatur, ich mochte beides.

Wer mag, serviert den Pie mit kalter, ungesüßter Schlagsahne oder auch einfach nur einer Schicht Puderzucker.

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Im Endeffekt also ein sehr, sehr leckerer Kuchen, mal ein bisschen was Anderes, ein winzig kleines wenig aufwändiger in der Zubereitung, wobei sich das wirklich lohnt. Zitronenfreunde werde ihre wahre Freude haben, und bei dem trüben Novemberwetter grad kann ein wenig Sonne auf dem Kaffeetisch nicht schaden.

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Viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

P.S.: Das mit dem Peeling ist mir übrigens nicht zum ersten Mal passiert.

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