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Lemon-Blondies


Ich weiß grad gar nicht genau, wie warm es ist, aber mein Kokosöl schmilzt in der Flasche und das ist normalerweise bis 36°C fest. Na supi.

Und, auch schon ganz kribbelig? Übt ihr auch fleißig eure Schlachtgesänge (Schlaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaand!) und Vuvuzela-Tröten (wehe…) und Flaggen-Schwenken? Eins hab ich auf jeden Fall schon mal gelernt durch diese WM: Es gibt nichts, aber auch gar nichts, auf das man nicht die Farben schwarz-rot-gold drucken kann. Ich bin im Supermarkt oder beim Shoppen ja immer hin- und hergerissen zwischen Faszination und Verzweiflung. (Nein, ich habe die schwarz-rot-gelben Zuckerstreusel natürlich nicht gekauft.)

Davon abgesehen, scheint es im Fernsehen nichts Anderes mehr zu geben, als Dokumentationen über Brasilien, Favela wird das Wort des Jahres und diesen Sommer wird alles nach Caipirinha schmecken, sogar die Kartoffelchips (im Ernst, es ist unglaublich schwierig, im Moment irgendwas zu kaufen, dass nicht mit Limetten-, Chili-, Caipi- oder sonst irgendeinem brasilianisch angehauchten Geschmack versehen ist).

Nicht falsch verstehen: Ich will hier auf keinen Fall gegen die WM wettern. Aber ein bisschen verstört mich diese Flut von WM-Produkten schon ;)

Aber wo wir grad bei Limetten sind: Natürlich habe ich wieder gebacken. Nicht mit Limetten, aber wenigstens mit Zitronen. Ich liebe Zitronen. Zitrusfrüchte generell. Besonders toll ist es, wenn man die Schale abraspelt und die gesamte Küche inklusive man selbst so richtig zitronig riecht. Da fällt mir ein – wo ist eigentlich meine Zitronenpresse…?

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Grad im Sommer passt Zitronenkuchen natürlich irgendwie ganz besonders – schön frisch, süß-säuerlich, wie Limonade zum Essen quasi. Ich mein, wer mag sich schon bei 30°C im Schatten einen schweren, intensiven und süß-schokoladigen Devil’s Food Cake reinziehen? Bei aller Liebe zur Schokolade (ja, es ist was Ernstes zwischen uns), aber heute darf es dann doch was Spritzigeres sein.

 

Lemon-Blondies

Für eine Brownieform / 1 Liter Auflaufform

(angelehnt an http://rita-may-recipes.blogspot.de/2011/08/lemon-brownies.html)

Zutaten:

–          170 gr Mehl

–          1 TL Backpulver

–          150 gr Zucker

–          1 Prise Salz

–          250 gr Butter

–          2 Eier

–          2 Eigelb

–          Schale von 4 Zitronen (bitte kauft ungespritzte)

–          Saft von 2 Zitronen

Zutaten Guss:

–          Puderzucker (ich hab nicht nachgewogen, bei mir war es etwa ein halbes Päckchen)

–          Zitronensaft nach Bedarf

 

Das allerwichtigste zuerst: Denkt nicht einmal daran, Aroma zu nehmen! Im Ernst, es schmeckt nicht. Wenn es um Zitrone geht, kann nichts echte Schale ersetzen. Es sei denn, ihr wollt, dass euer Kuchen nach Kloreiniger schmeckt.

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Wir fangen an wie immer: Backform einfetten und den Ofen auf 180°C vorheizen.

Dann rühren wir Butter und Zucker schöööööön schaumig, das dauert ein paar Minuten. Anschließend geben wir die Eier und die Eigelbe einzeln hinzu und verrühren sie auch einzeln. Bitte wirklich einzeln, die Butter-Zuckermischung braucht wenigstens ne kleine Chance, das Ei aufnehmen zu können. Wenn ihr alles auf einmal reinkippt, leidet die Konsistenz des Teiges.

Wenn alle Eier und Eigelbe untergebracht sind, noch Zitronenschale, -saft und Salz dazu.

Zum Schluss das Mehl und das Backpulver in die Schüssel sieben (ich kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig das sieben ist!) und so kurz wie möglich unterrühren.

In die Form geben:

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und ca. 35 Minuten backen. Es schadet nichts, wenn der Kuchen in der Mitte noch gaaaaaaaaaaaanz leicht feucht ist, nur flüssig darf er nicht mehr sein.

Auskühlen lassen…

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und mit einem Guss aus Zitronensaft und Puderzucker überziehen. Und ich finde auf einen Zitronenkuchen gehören zwingend bunte Streusel.

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Alternativ sehen auch Zitronen- oder Limetten- oder Orangenzesten gut aus, aber mir sind die bunten hier am liebsten:

 Hat was von Zirkus, oder?

Hat was von Zirkus, oder?

Fazit:

Durch die relativ große Menge Butter (im Verhältnis zum Mehl) und die extra Eigelbe sind die Blondies ziemlich saftig und weich in der Konsistenz… eben mehr Richtung Blondie/Brownie, ohne dabei aber fettig zu schmecken (was meine größte Sorge war). Zitronengeschmack kommt extrem gut durch und der süß-saure Guss ist dann nochmal das Tüpfelchen auf dem i. Ein Klecks ungesüßte Schlagsahne passt ganz hervorragend dazu und harmoniert wunderbar mit der leicht herben Säure. Ein sehr unkomplizierter, frischer Kuchen.

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P.S.: Ich hoffe im Übrigen, dass keiner von euch irgendwie unter den Unwettern zu leiden hatte.

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