Schlafe, mein Teiglein, schlafe schön ein...
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, durchschnittlich: 5,00 von 5)

Lebkuchen Teil 1


Ach herrje.

Jessas.

Isses denn schon wieder soweit?

Gott, da hab ich doch vollkommen die Zeit aus den Augen verloren, oh weh, oh weh, oh weh.

Kinder, Kinder, das wär fast in die Hose gegangen.

Es sind doch nur noch 76 Tage bis Weihnachten. Höchste Zeit, mit der Weihnachtsbäckerei anzufangen.

Ja, ich weiß, was ich da grade geschrieben habe. Nein, ich habe noch nicht meinen Verstand verloren (der muss hier noch irgendwo rumliegen). Ja, ich meine das völlig ernst.

Genauer gesagt, ich spreche hier von meinem alljährlichen

Lebkuchen

Ich mein, was wäre Weihnachten ohne Lebkuchen? Das muss schon sein, sonst is das alles nix.

Das Ding bei Lebkuchen ist – er hat gewisse Ähnlichkeit mit einem Sauerbraten: Je länger der Teig ruhen kann, desto besser schmeckt’s. Will sagen – wenn ihr rechtzeitig zum ersten Advent frischen Lebkuchen aus der eigenen Küche haben wollt, solltet ihr aber mal ganz hurtig anfangen.

Das Originalrezept hab ich übrigens hier her.

Ein paar Änderungen musste ich anbringen, da komm ich aber noch drauf.

Zutaten:

  • 250gr Honig
  • 250gr brauner Zucker
  • 100gr Butter
  • 1 Päckchen Lebkuchengewürz eurer Wahl
  • Die abgeriebene Schale von 1 Zitrone (hab ich weggelassen)
  • 500gr Mehl *s. Text
  • 2 EL Kakaopulver
  • 2 Eier
  • 12gr Pottasche (kein Backpulver oder sowas!!!)
  • 2cl Kirschwasser (ich hab Rum genommen)

Im Grunde genommen ist das jetzt ganz einfach:

Als erstes löst ihr die Pottasche im Rum/Kirschwasser auf. Das kann ein bisschen dauern, das Zeug ist widerborstig.

Dann kippt ihr Honig, Zucker, Butter, Gewürz und Zitronenschale (so verwendet) in einen Topf, erwärmt es sanft, bis die Butter geschmolzen ist und der Zucker sich einigermaßen aufgelöst hat und lasst das Ganze dann ein wenig abkühlen.

IMG_6849

In der Zwischenzeit mischt ihr Mehl und Kakaopulver schön gründlich und wenn dann die Honigmasse ein bisserl kühler ist, kommt sie mitsamt den Eiern und der aufgelösten Pottasche dazu und dann wird geknetet. Besitzer einer Küchenmaschine oder eines Ehegattens oder eines starken Mitbewohners (m/w) sind hier klar im Vorteil – das geht nämlich in die Arme.

Und wie.

Außerdem mussten wir noch ordentlich Mehl hinzugeben, schätzungsweise 200 – 250gr. Der Teig sollte am Ende schön glatt und matt sein und nicht mehr kleben.

IMG_6877

Und nun nehmen wir unsere hübsche Teigkugel und legen sie behutsam in eine Schüssel. Tipp: Die Schüssel vorher mit Backpapier auslegen, dann bekommt ihr später den Teig leichter wieder heraus.

Schlafe, mein Teiglein, schlafe schön ein...

Schlafe, mein Teiglein, schlafe schön ein…

Wer will, singt unserem Kleinen noch was vor, dann machen wir den Deckel zu (oder verschließen die Schüssel anderweitig) und warten bis Dezember.

Im Ernst: Lasst den Teig jetzt bei Raumtemperatur bis Dezember stehen. Keine Angst, da wird nix schlecht. Wirklich nicht.

Und wie’s weitergeht, erfahrt ihr dann in etwa siebeneinhalb Wochen.

Und ich geh jetzt mal meine Weihnachtsmannmütze entstauben.

Kommentar erstellen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *