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Landbrot (Sauerteig)


Man reiche mir meine Thrombose-Strümpfe! Meinen Krückstock! Das Rheuma-Kissen!

Und wann bekomm ich eigentlich endlich meinen Rentner-Porsche?

Wird langsam mal Zeit hier, Kinners, vor euch steht ne alte Frau.

Ja, fürwahr – es war gestern wieder so weit. Es jährte sich der Tag meiner glorreichen Geburt. Und das schon zum 32. Mal. Wird auch irgendwie langsam langweilig.

Aber was soll ich sagen – schön war’s. Von allen mit Glückwünschen und Präsenten bedacht, verwöhnt und vom Glück beschienen, verbrachte ich in der Tat einen überaus erbaulichen Geburtstag.

Der Bericht über die Torte folgt noch.

Und wie es sich für ein braves Hausweib gehört – ick hab nen Mixer bekommen.  Immerhin nicht von meinem Gatten. Und ich hatte ihn mir sehnlichst gewünscht, der alte gab nämlich so peu a peu den Geist auf.

Doch diese dunklen Zeiten sind vorbei! Uns wurde endlich Rettung zuteil! Und das sogar mit Pürieraufsatz. Der Wahnsinn.

Da back ich doch glatt vor lauter Freude n Brot.

Landbrot

Zutaten für ein Brot (gebacken in einer 28cm-Springform):

  • 500gr Weizenmehl, Type 550
  • 30gr Roggenvollkornmehl
  • 30gr Weizenmehl
  • 340ml Wasser, lauwarm
  • 150gr Weizensauerteig
  • 12gr Salz
  • 6gr Hefe

Die Mehlsorten und das Wasser zusammenkippen und kneten, bis ihr so etwas wie einen Teig habt.

30 Minuten ruhen lassen.

Dann die Hefe, das Salz und den Sauerteig hinzufügen und von eurem Gatten so lange kneten lassen, bis ihr einen schönen, glatten Teigklumpen habt. Wenn kein Gatte vorhanden ist, nehmt ihr eben den Mixer, die Küchenmaschine oder eure eigenen Muckis.

Mindestens 90 Minuten gehen lassen.

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Nun vorsichtig und kurz kneten, zum Laib schleifen, eventuell in eine Form legen und nochmal 1-2 Stunden gehen lassen. Kommt hier auf ne Minute nicht an.

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Den Ofen vorheizen auf 250°C und das Brot ca. 30 Minuten backen.

Vorm Anschneiden aber noch ein bisschen auskühlen lassen, sonst bricht euch das Ganze auseinander.

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Fazit:

Punkt 1: Das mit dem Sauerteig erklär ich euch die Tage nochmal, das ist nämlich einfach. Lächerlich einfach. So einfach, dass ich mich frage, warum ich das nicht schon vor Jahren gemacht habe.

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Punkt 2: Das einzige, was an diesem Rezept zu bemängeln wäre, dass man ne Menge Zeit mit Warten verbringt. Die Teiggare halt.

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Aaaaaaaaaber – im Grunde genommen ist das ja nicht weiter schlimm. Man nimmt den Teig, stellt ihn in ein warmes Eckchen, und nach ner Stunde oder so geht’s halt weiter. Die tatsächlichen Arbeitsschritte nämlich sind furchtbar einfach – kneten und kneten.

Ach ja, das Schleifen. Ich würd’s euch gern erklären, aber das muss man gesehen haben, von daher empfehle ich YouTube, da jibbet Videos dazu. Auch hier gilt: Klingt schrecklich kompliziert, ist ganz einfach.

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Zum Geschmack: Volle Punktzahl. Verdammt, ist das gut, da brauchste nichmal Wurst oder Käse zu. Ganz lecker, fein säuerlich, schöne feine Krume, gleichmäßige Porung, hach, ich bin verliebt in ein Brot.

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Aufbewahren kann man das Brot auch ganz gut ein paar Tage, luftdicht verpackt natürlich. Zwar leidet die Lockerheit ein wenig darunter, aber dennoch – auch nach drei Tagen war’s immer noch völlig okay und nicht steinhart oder dröge. Nur eben nicht mehr so saftig wie frisch ausm Ofen, is klar, oder?

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Deeeeeeeeeeeeeeeeeementsprechend muss ich festhalten, dass mein erster Versuch mit Sauerteig auf ganzer Linie geglückt ist – viel einfacher zu machen, als jemals gedacht, tolles Ergebnis in alles Punkten, heißt also:

Fünf von fünf Küchenkatzen.

 

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