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Kürbis-Schoko-Rolle


Naaaa, habt ihr’s Wochenende überlebt? Kein Jetlag davongetragen? Keine größeren Beschwerden? Kopfweh, Bauchaua, Haarausfall? Alle Zähne noch drin? Und der Gummibaum im Wohnzimmer lebt auch noch?

Naja, man weiß ja nie… diese Zeitumstellungen sind tückisch, ich sag es euch. Was man da immer so hört… herrje. Schlafstörungen. Verdauungsprobleme. Zyklusstörungen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass einige Leute sogar Ausschlag davon bekommen.

Ich merk’s ja auch schon im Kreuz. Schlimm is des. Ganz schlimm. Totalausfall für die Wirtschaft. Schikane für’s Volk. Ich sag’s euch – die wollen uns mit aller Gewalt in die Steinzeit zurückversetzen.

Wir sollten uns wehren. Boykott der Sommerzeit. Ach nee, warte mal, die finden die meisten ja gut, oder? Dann boykottieren wir eben die Winterzeit. Oder ist das nicht eigentlich die Normalzeit? Aber dann wird das doch immer so früh dunkel. Das is dann ja auch doof. Das wollen die Leute ooch nich. Da wird man dann ja ganz depri. Sowieso, muss dass im Winter schon so früh dunkel werden? Und morgens wird’s auch nich richtig hell. Das ist doch bestimmt auch nur Schikane vom Chef. Genauso wie Schnee und Eis. Da wird doch wieder dem Volk einer reingewürgt.

Okay, ihr merkt, worauf ich hinaus will, ja? Auf die simple Frage:

WOLLT IHR MICH EIGENTLICH VERARSCHEN?!?

Liebe Leute – im Winter wird’s nunmal später hell und früher dunkel, es schneit und friert und von einer Stunde mehr oder weniger wird man nicht gleich krank! Im Urlaub könnt ihr euern Hintern um die halbe Welt fliegen lassen und dit is allet schick, aber wenn dann die Uhren umjestellt werden, da lässt man sich erstmal ne Woche krankschreiben. Migräne und Schlafstörungen und so.

Ja nee, is klar.

Sicher, über Sinn und Unsinn dieser ganzen Geschichte kann man diskutieren, keine Frage. Aber wat soll dit Gejammer? Diese Überdramatisierung. Manchmal bekomm ich glatt das Gefühl, die Lebensqualität einiger Zeitgenossen (m/w) steht und fällt mit der Zeitumstellung.

Jessas.

Da muss ich doch glatt wieder backen.

Kürbis-Schoko-Rolle

Zutaten:

  • 85gr Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 TL Zimt
  • Je ¼ TL Nelken, Ingwer, Muskat und Piment
  • ½ TL Salz
  • 3 Eier
  • 110gr Zucker
  • 200gr Kürbispüree

Wir heizen unseren Ofen auf 180°C vor und legen unser Backblech mit Backpapier aus.

Die Eier, das Salz, die Gewürze und den Zucker ordentlich schaumig schlagen, so 5 Minuten mit dem Mixer dürfen’s schon sein. Ihr solltet am Ende einen sehr hellen, fluffigen Schaum haben.

Das Kürbispüree kurz untermixen.

Mehl und Backpulver mischen, sieben und per Hand unter die Eier-Kürbis-Masse ziehen, dabei möglichst kaum rühren.

Den Teig auf das Blech geben, glattstreichen und 15 Minuten backen. Nicht länger, sonst wird’s nix mit dem Rollen.

Die Teigplatte direkt aus dem Ofen auf ein mit Zucker bestreutes Handtuch stürzen, schnell das Papier abziehen und den Teig mitsamt dem Handtuch aufrollen. Auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten:

  • 100gr Butter
  • 100gr Frischkäse
  • 1-2 EL Kakaopulver, ungesüßt
  • 1 Prise Salz
  • ½ TL Vanilleextrakt
  • 250gr Puderzucker

Butter, Frischkäse, Kakao, Salz und Vanille aufschlagen, den Puderzucker portionsweise unterrühren, bis eine streichfähige Masse entstanden ist.

Die Rolle entrollen, mit der Füllung bestreichen und wieder aufrollen.

Nach Belieben dekorieren, eventuell im Kühlschrank noch ein bissl fest werden lassen und servieren.

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Fazit:

Fangen wir mal am Anfang an:

Der Teig ist recht fix zusammengerührt und grad für Leute geeignet, die sich nicht so recht an Biskuitteig trauen oder die mit Eischnee auf Kriegsfuß stehen: Beides ist hier nämlich kein Thema.

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Dadurch ist die Teigplatte auch ein wenig elastischer und lässt sich ohne Probleme rollen. Nix mit brechen und reißen und solchen Scherzen.

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Die Füllung ist auch kein Hexenwerk, passt aber hervorragend zum Teig – Schokolade und Gewürze ergänzen sich perfekt und der Frischkäse sorgt für die leicht säuerliche, frische Note, die das Ganze davor bewahrt, ins Pappsüße abzurutschen.

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Wer auf Biss steht, kann übrigens gerne gehackte Nüsse oder Schokostückchen in die Füllung rühren.

Bei der Deko kann man sich dann auch austoben. Ich hab jetzt für den Hausgebrauch einfach nur Puderzucker drüber gestäubt, für eine Halloween-Kuchentafel aber kann man auch einen Schokoguss wählen oder einen bunt eingefärbten Zuckerguss. Oder man bastelt ein wenig mit Fondantüberzug rum und baut sich was Gruseliges, die Rolle ist nämlich, anders als ihre Biskuitkollegen mit zarter Sahnefüllung, etwas robuster.

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Oder man schneidet sie in Scheiben, steckt diese auf Holzspieße und hat Kuchenlollis im Hypnose-Look. Geht alles.

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Wir haben hier also mal eine andere Version des klassischen Kürbiskuchens – einfach gemacht, hübsche Optik und dann auch noch lecker. Wer noch was für seine Party am Wochenende sucht, ist mit unserer Kürbisrolle gut beraten, das Ding kann man nämlich auch super schon einen Tag vorher machen und im Kühlschrank aufbewahren (am besten in Folie einwickeln, sonst wird’s n bisserl dröge von außen).

Ich sag dann also mal…. Dreieinhalb von fünf Küchenkatzen.

 

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