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Krötenaugentaler und Hypno-Kekse (Halloween-Cookies)


So.

Ihr habt jetzt genau drei Sekunden Zeit, abzuhauen.

Eins.

Zwei.

Wollt ihr euch nicht langsam in Sicherheit bringen?

Zweieinhalb.

Ich mein’s ernst.

Zweidreiviertel.

Nicht, dass mir dann einer weint.

DREI!

Muahahahhahahahahaaaaa! Thiiiiihiiihihihihihi! Ich hab euch gewarnt! Ihr hattet eure Chance! Jetzt gibt es kein Entrinnen mehr! Ihr seid mein! Meeiiiinnn! MEIN AUF EWIG!

Okay, wenigstens bis Ende Oktober. Dann is Halloween vorbei.

Aber bis dahin feuern wir hier aus allen Rohren! Bringt die Kürbisse, entstaubt die Skelette, zapft frisches Blut (für die Bowle)! Ich will Augäpfel, Eiterhände und… ja, was? Ach so, die Spinnenbeine bitte in die Küche, danke. Wo war ich? Ach richtig – Krötenaugentaler und Hypno-Kekse. Oder auch

Halloween-Cookies 2014

Zutaten für 3 ½ Bleche:

  • 500gr Weizenmehl
  • 180gr Zucker *siehe Text
  • 250gr Butter (keine Margarine!)
  • 2 Eier
  • ½ Päckchen Backpulver
  • Aromen und Speisefarben nach Wahl und Wunsch

Als Erstes ein Wort zum Sonntag, äh, Zucker:

Wenn ihr besonders zarte, mürbe Kekse haben wollt, nehmt ihr am besten Puderzucker. Für ein bisschen was Knusprig-Karamelliges empfiehlt sich brauner Zucker. Und alle anderen nehmen normalen weißen.

Die Herstellung des Grundteiges ist denkbar einfach, auch Hexenlehrlinge bekommen das hin:
Wir geben einfach alle Zutaten in unseren Kessel (ob Kupfer oder Eisen ist hier egal) und kneten einen Teig. Notiz vom Halbblutprinzen: Erst mit den Knethaken vermischen, bis man Krümel hat:

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dann nicht verzagen und mit den Händen weiterkneten, bis das dabei rauskommt:

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Für unsere heutigen Zwecke teilen wir diesen Basisteig nun in drei gleichgroße Teile und färben einen davon mit ca. 3 gehäuften TL echtem Kakaopulver dunkelbraun (nicht von den Schokoladendüften ins Delirium schicken lassen!),

dem zweiten fügen wir Speisepastenfarbe in orange und abgeriebene Orangenschale hinzu (ein Orangenaroma tut es aber auch),

und das dritte Drittel bekommt Vanille und Rumaroma ab (etwa ein TL Vanilleextrakt und ein halbes Fläschchen Backaroma).

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Diese drei Teigkugeln kommen jetzt für eine Stunde in den Kühlschrank.

Anschließend schnappen wir uns den Schoko- und den Orangenteig und rollen beide getrennt aus. Die Teigplatten sollten dabei möglichst rechteckig und gleich groß sein.

Aufeinanderlegen und einrollen. Dabei darauf achten, wirklich fest zu rollen, sonst fallen euch die einzelnen Schichten später auseinander. Rrrrrrriiiiiiiiiichtig fest zusammenrollen.

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In den Gefrierer damit, für etwa ne halbe bis dreiviertel Stunde. Man kann den Teig aber auch – verpackt in dem Fall – für mehrere Wochen einfrieren.

Dann den Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Rolle in ca. 0,5cm dicke Scheiben schneiden und auf ein Backblech legen.

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Die Reste, also die Randabschnitte sowohl von der Rolle, als auch von den Teigplatten kann man übrigens vorsichtig zusammenkneten und marmorierte Pilzchen ausstechen:

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Die Vanille-Rum-Teig rollen wir ebenfalls etwa einen halben Zentimeter aus und stechen runde Taler aus. Da musste mal wieder das Champagnerglas herhalten. Auch auf ein Blech legen.

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Alle Kekse backen ca. 12 Minuten.

Auskühlen lassen.

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Aus Puderzucker, Wasser und Speisefarbe Zuckerguss herstellen, hier in den Farben weiß, grün und violett.

Die Vanille-Rum-Taler damit bestreichen und mit unseren Krötenaugen aus Royal Icing belegen.

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Dazu ein Glas Butterbier und fertig.

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Fazit:

Dieser Teig ist idiotensicher und macht dabei alles mit – ihr könnt ihn färben, Aromen hinzufügen, Nüsse, Schokostreusel, Kokosraspel, Rosinen und wasweißichnicht unterkneten, ihn in allen erdenklichen Formen ausstechen und verzieren, wie euch der Schnabel gewachsen ist.

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Die Mutter aller Keksteige, sozusagen.

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In diesem Fall haben wir Orangen-Schoko-Kekse und Vanille-Rum-Taler und beides passt perfekt. Die Plätzchen sind mürbe, zart und genau richtig knusprig, nicht zu süß und schön buttrig. Deshalb auch bitte Butter nehmen und keine Margarine.

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Ein Standardrezept, das wirklich jeder besitzen sollte – einfach, gelingsicher, wandelbar, lecker. Besser geht’s nicht, fünf von fünf Küchenkatzen.

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