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Kokos-Rum-Gugelhupf


Leben ist das, was passiert, während man andere Pläne macht.

Der Lennon hat das gesagt, oder?

Oder wie wäre es mit:

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Oooooder aber auch:

Ma‘ hat ma‘ Glück, ma‘ hat ma‘ Pecht, Mahatma Ghandi.

Oder auch einfach nur:
ICH WOLLTE DOCH NUR EINEN NUSSKUCHEN BACKEN!!!!!!

Tja. Wollte. Die Betonung liegt hier auf dem Konjunktiv II. Wollte. Durfte aber nicht.

Denn augenscheinlich scheint es sich bei dem Produkt „Haselnüsse, gemahlen“ um eine ausgesprochen seltene Rarität zu handeln (man beachte den Pleonasmus). Quasi der Heilige Gral der Backwaren. Der Küchenyeti (und ich dachte immer, das wäre mein Mann).

Ihr glaubt ja wohl nicht, dass es irgendwie möglich gewesen ist, gemahlene Haselnüsse zu beschaffen! Oder TK-Suppengemüse, aber das tut jetzt grad nix zur Sache.

In vier (4) Läden war ich, in einem (1) habe ich, verschämt in der hintersten Ecke des Regals zusammengekauert, einen winzigen Rest 200gr-Beutelchen gefunden, bei deren Inhalt es sich allerdings um vom Papst höchstpersönlich gesegnete Haselnüsse gehandelt haben musste, anders lässt sich der Preis nicht erklären.

Okay.

Also keinen Nusskuchen.

Oder wenigstens keinen mit Haselnüssen:

Kokos-Rum-Gugelhupf

Zutaten für 1 Gugelhupfform:

  • 250gr Butter oder Margarine
  • 180gr Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder vergleichbares
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier, Raumtemperatur
  • 250gr Mehl
  • 50gr Speisestärke
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 150gr Quark (hier wurde welcher mit 40% Fett verwendet)
  • 100gr Kokosraspel
  • 50 – 100gr Rosinen (optional)
  • 1 Fläschchen Rum-Aroma (diese kleinen Glasröhrchen)

Den Ofen bitte auf 180°C vorheizen und die Backform einfetten und mit Mehl ausstreuen.

Zucker, Salz und Butter schaumig aufschlagen und ein Ei nach dem anderen unterrühren.

Quark und Rum-Aroma hinzufügen und zum Schluss Kokosraspel und Rosinen (wenn verwendet) untermischen.

Mehl, Speisestärke und Backpulver gut mischen und zu den anderen Zutaten sieben. Kurz unterrühren.

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In die Form geben und 60 – 75 Minuten backen.

IN DER FORM AUSKÜHLEN LASSEN!

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Ernsthaft, der bricht euch sonst kaputt.

Nach persönlichem Gutdünken dekorieren und schnabulieren.

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Fazit:

Ja okay, ich bin versöhnt.

Auch wenn es kein Haselnuss- sondern ein Kokosnuss-Kuchen ist. Aber der ist auch lecker. Sehr sogar.

Ich find eigentlich gar nix zu meckern hier, außer vielleicht die Tatsache, dass das Biest etwas krümelt und bröckelt beim Schneiden – ist n bissl schwierig, hier glatte Stücke rauszubekommen, aber nun gut. Also unbedingt Servietten bereithalten.

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Ansonsten – angenehm süß, schööööön saftig, sehr kokosnussig, mit einem schönen, weichen Rumgeschmack.

Die Rosinen gehen ein wenig unter, was vermutlich daran liegt, dass ich nur noch ca. 50gr hatte. Wenn ihr also Rosinen wollt, nehmt am besten mehr. Statt Rosinen kann man übrigens sicher auch sehr gut Mandelstifte nehmen.

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Als Deko habe ich mich für einen simplen Schokoguss in edelbitter entschieden, was dazu geführt hat, dass der Kuchen laut Herrn Holly Jolly Cupcake wie selbstgebackenes Bounty schmeckt.

Diese Schlieren in der Glasur kommen übrigens davon, dass ich sie zu stark erhitzt habe. Ja, auch mir passiert das mal. Und ihr wisst jetzt, wie's dann aussieht.

Diese Schlieren in der Glasur kommen übrigens davon, dass ich sie zu stark erhitzt habe. Ja, auch mir passiert das mal. Und ihr wisst jetzt, wie’s dann aussieht.

Ich muss sagen – er hat Recht.

Es wäre einen Versuch wert, weiße Kuvertüre zu verwenden, um einen Raffaello-Effekt zu erzielen.

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Schlussendlich möchte ich noch vermerken, dass dieser Kuchen sich – entsprechend verpackt – locker drei bis vier Tage frisch hält, ohne trocken zu werden. Also auch gut geeignet für kleinere Haushalte oder Leute, die nicht soviel Kuchen essen ooooooder wenn man für den 8ten Geburtstag der Tochter gefühlt 72 Kuchen backen muss. Mit dem kann man schon n paar Tage vorher anfangen.

Alles in allem: fünf von fünf Küchenkatzen.

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