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Key Lime Pie


Die deutsche Sprache ist ja was Herrliches. Ich liebe sie.

Kennt ihr zum Beispiel Pangramme?

Pangramme sind Sätze, in denen jeder Buchstabe des Alphabets einmal vorkommt. Beispiel?

Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern.

Geil, wa? Klar, Sinn macht das nicht zwingend, aber egal.

Oder kennt ihr die längsten Worte ohne „e“? Bitteschön:

  • Aufsichtsratssitzung
  • Bruttosozialprodukt
  • Hauptschulabschluss
  • Individualtourismus
  • Organtransplantation
  • Strafvollzugsanstalt

Das allerlängste ist aber: Wirtschaftsforschungsinstitut (29 Buchstaben, aber kein e).

Und dann wären da noch die wirklich wichtigen Fragen zu klären, wie beispielsweise:

Dürfen sich Bahnhofsvorsteher eigentlich auch hinter dem Bahnhof rumtreiben?

Was passiert, wenn ein Seiltänzer sich einen Seitensprung erlaubt?

Rentiert sich eigentlich der Schlitten vom Weihnachtsmann?

Tut es dem Meer eigentlich weh, wenn man in See sticht?

Heißen Teigwaren Teigwaren, weil sie früher Teig waren?

Darf ich in meinem Weinkeller eigentlich auch mal lachen?

Und immer daran denken: Mit den Bauernkriegen ist nicht das Gebären auf dem Land gemeint.

So, jetzt seids ihr erstmal fein versorgt mit allerlei Blödfug für den Party-Smalltalk dieses Wochenende, wenn ihr dann noch den hier mitbringt, kann gar nichts mehr schiefgehen:

Key Lime Pie:

Zutaten für eine 26cm-Springform:

  • 300gr Butterkekse (Vollkorn möglich)
  • 200gr zerlassene Butter
  • 4 Eigelb
  • 800gr gezuckerte Kondensmilch (keine normale, es muss gezuckerte sein!!!)
  • 240ml Limettensaft
  • 4 Eiweiß (optional)
  • 100g Zucker (optional)

Wir heizen den Ofen auf 180°C vor und bestücken unsere Springform mit Backpapier.

Die Kekse werden schön fein zerbröselt. Das kann in der Küchenmaschine geschehen, per Hand mit dem Nudelholz oder wie auch immer ihr wollt. Hauptsache, ihr habt am Ende schöne feine Brösel.

Die werden mit der Butter vermengt und als Boden in die Form gedrückt. Einen kleinen Rand dabei nicht vergessen!

Dieser Boden wird jetzt für 10 Minuten vorgebacken.

Das Eigelb, die Kondensmilch und den Limettensaft verrühren wir gut, geben diese Masse auf den vorgebackenen Boden (der muss nicht auskühlen) und schieben alles wieder zurück in den Ofen, für ca. 30 Minuten.

Optional: Das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen und ca. 15 Minuten vor Ende der Backzeit auf den Kuchen streichen. Fertig backen, bis die Baiserhaube zart gebräunt ist.

Die Füllung ist noch sehr weich, fast flüssig, wenn sie warm ist, wird aber beim Auskühlen fest, nicht irritieren lassen. Wenn es wackelt wie weicher Wackelpudding, dann ist der Kuchen fertig.

Mindestens 4 Stunden auskühlen lassen, am besten im Kühlschrank.

Eventuell mit Schlagsahne servieren.

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Fazit:

An diesem Pie schieden sich die Geister im Hause Holly Jolly.

Schatzi mochte den Boden, fand aber, dass es zu viel Füllung war.

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Für mich hätte es den Boden gar nicht gebraucht, dafür umso mehr Füllung.

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Was lernen wir daraus?

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Leute, die diese knusprigen Bröselböden total geil finden, sollten nur die Hälfte der Füllung machen.

Leute, die total auf cremige Füllungen stehen, machen die angegebene Menge.

Soviel dazu.

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Ansonsten kann man hier nicht meckern. Süß, säuerlich, cremig, sahnig, und dazu der knusprige Boden? Passt perfekt. Leicht gemacht ist der Kuchen auch noch, nur das Abkühlen dauert, darauf kann man aber nicht verzichten.

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Wie auf den Fotos zu sehen ist, hab ich die Variante ohne Baiser gemacht, weil ich aus dem Eiweiß noch eine Pavlova machen wollte. Leider ist mir die Tasse mit dem Eiweiß dann umgekippt, alles ausgelaufen und der Plan hatte sich erledigt.

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Besonders empfehlenswert ist der Key Lime Pie übrigens für Leute, die auf amerikanischen Cheesecake stehen – die Konsistenz ist ähnlich.

Einfrieren geht hier zwar nicht, aber im Kühlschrank hält sich der Pie schon ein paar Tage, ohne trocken zu werden (wie denn auch?), und wer keinen Bock hat auf Limetten-Auspressen – den Saft gibt es auch in Flaschen zu kaufen.

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Summa summarum ein Klassiker unter den amerikanischen Gebäckspezialitäten, an dem ich nix zu meckern habe, außer, dass er viel zu lecker ist – ich könnt mich reinlegen. Und deshalb gibt es heute fünf von fünf Küchenkatzen.

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P.S.: Und wer den so schön grün haben möchte, wie man das manchmal sieht, der gibt einfach ein wenig Speisefarbe in die Füllung. Dann sieht’s auch limmettiger aus.

Und so kuckt der Kater, wenn er nix abbekommt:

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