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Kartoffelkuchen


Aaaaaah, Sonntag.

Herrlich.

Die Vöglein zwitschern, der Kaffee dampft und ums Näschen weht ein zartes Lüftchen. In der sanften Frühlingssonne gondeln Schmetterlinge an Narzissen und Tulpen vorbei.

Die Elster plärrt.

Und irgendwo kläfft ein Hund.

Aber ansonsten… joa, ansonsten kann mans heut doch wirklich aushalten. Was für ein schon fast brechreizerregend idyllischer Sonntag. Da hat man ja glatt endlich mal Zeit, einen semi-interessierten Blick auf die Schlagzeilen aus aller Welt zu werfen. Sowas kommt im Alltag ja immer zu kurz, wa?

Wat ham wer denn hier Feines?

Ah ja. Wir warten aufs royale Britenbaby. Mal wieder. Wann wirft das Weib denn endlich?

Weselsky hat mal wieder seinen Willen nicht bekommen und bockt jetzt. Ich hab vierjährige ohne Lutscher gesehen, die sich vernünftiger aufgeführt haben. Vermute schweren Komplex bei dem Herrn. Der bekommt jedenfalls keine Kekse mehr.

Dem G36 wird’s langsam zu warm.

Die Griechen sind noch immer pleite.

Und Obama wäre gern Italiener. Na dann.

Ich sehe schon – ich habe nichts verpasst diese Woche. Und wenn ich mal so rausschaue – ja, die Realität, den Quatsch gibt’s immer noch. Dann ist doch alles supi und wir können uns dem Backwerk widmen.

Es gibt nämlich

Kartoffelkuchen

Gefunden auf Chefkoch.de.

Zutaten für ein Backblech:

  • 500gr Mehl
  • 40gr Hefe, frisch
  • 250ml lauwarme Milch
  • 80gr Margarine
  • 50gr Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Zitronenaroma (hab ich weggelassen)
  • 60gr Rosinen
  • 60gr Korinthen
  • 250gr Kartoffeln, gekocht
  • Butter, Zucker und Zimt

Reden wir zunächst einmal über die Rosinen: Ich hab nämlich nur Rosinen genommen, so ca. 150gr, und die hab ich auch noch über Nacht in Rum eingelegt. Bin nicht so der Fan von Zitronenaroma.

Nun denn – wir mischen Mehl, Zucker, seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr weiche Margarine, das Ei, die Rosinen und die zerstampften Kartoffeln in einer Schüssel, handwarme Milch und Hefe in einer anderen. Diese Hefemilch lassen wir etwa 10 Minuten stehen, bis sie ein wenig schaumig geworden ist.

Das Zeug kippen wir dann in Schüssel Nummer 1 und verrühren alles zu einem Teig. Ja, der ist recht weich und klebt auch ein bisschen. Bitte kein Mehl mehr hinzufügen. Einfach nur gut mit einem Löffel oder den Knethaken verrühren.

Dann decken wir ein Handtuch über die Schüssel und lassen das Ganze so ca. ne Stunde an einem warmen Ort aufgehen. Kann aber auch länger sein, das tut nicht weh.

Unser Backblech wird mit Backpapier bedeckt. Unser Teig wird geknetet auf dem Backblech irgendwie bis in alle Ecken verteilt. Mit nassen Pfötchen geht das ganz gut.

Und wieder aufgehen lassen, so ne Stunde.

Den Ofen auf 180°C vorheizen (im Rezept steht 210°C, aber das kam mir arg heiß vor), den Teig noch mit geschmolzener Butter bestreichen und mit Zimt und Zucker bestreuen und so ca. 25 – 30 Minuten backen.

Am besten noch warm verspeisen.

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Fazit:

Ich bin recht angetan. Keine Ahnung, ob es an den Kartoffeln lag, aber der Kuchen war auch noch am dritten Tag (luftdicht verpackt natürlich) sehr schön weich und fluffig. Und dann war er weg. Aber trocken und dröge war er nie.

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Die Kartoffeln selbst schmeckt man gar nicht so sehr raus, man muss seine Geschmacksknospen schon wirklich sehr anstrengen. Macht aber nix, wir haben ja Rosinen. Wer die nicht mag, kann übrigens auch gehackte Nüsse nach Wahl in den Teig geben, das gibt außerdem noch etwas Biss.

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Oder man belegt den Kuchen mit Äpfeln oder Zwetschgen, das wäre auch eine Variante. Dann aber aufs Butter-Bestreichen verzichten.

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Zu meckern hätte ich was an der Zuckermenge: Die war doch ein bissl zu gering. Ja. Echt. Ausgerechnet ich fand es zu wenig Zucker. Mit der hier angegebenen Menge bekommt man eher so eine Art Frühstücksstuten – gut als Unterlage für ein bisschen Butter oder einen Klecks Marmelade. Wer mehr in Richtung Kuchen gehen möchte, sollte vielleicht so 80gr Zucker nehmen.

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Am Ende des Tages handelt es sich aber bei dem Kartoffelkuchen um einen leckeren, unaufdringlichen Hefekuchen, der besonders durch seine Fluffigkeit überzeugt. Dazu ne Tasse Kaffee, n Schlag Sahne, und fertig. Einfach zu machen ist er auch, der Teig ist zwar ziemlich weich, aber trotzdem knetbar. Passt nur auf, dass eure Milch und die Kartoffeln nicht zu heiß sind, dann geht nix schief.

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Ich vergebe hier dann mal dreieinhalb von fünf Küchenkatzen.

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