IMG_4050
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 Bewertungen, durchschnittlich: 3,50 von 5)

Kanadischer Apfelkuchen


Hey, Vorsicht mit der Vase, ja? Die is antik.

Ähm, die Couch kommt da drüben hin, bitte, ja, genau so, danke. Sehr schön, dann kann ich ja gleich schon mal die Kissen drauf packen, dann sieht’s doch schon fast wieder gemütlich aus. Noch die Vorhänge gleich aufhängen… ist der Fernseher auch schon angeschl… ja? Super, fast wieder wie früher. Nah, die Kartons mit dem Geschirr lass erstmal stehen, die räum ich morgen ein. Einfach n bissl an die Seite stellen, passt schon.

Hach, so ein Umzug… ihr seht ja, wir sind hier noch voll am Rotieren. Muss ja auch alles wieder an seinen Platz. Und wo’s jetzt langsam n bissl kühler wird und nicht mehr sooooo brüllend heiß ist, kann man dann ja auch mal wieder dem Sommerdomizil im Kühlschrank Lebewohl sagen. Im Wohnzimmer isses dann doch gemütlicher.

Was? Ja, natürlich red ich von meiner Schokolade. Wovon denn sonst?

Wochenlang musste sie im kalten Kühlschrank ihr Dasein im Gemüsefach fristen (hey, es heißt KakaoBOHNE), so ganz allein und weggesperrt… ich mein, Geflügelmortadella ist nicht wirklich der beste Gesprächspartner. Und die Joghurtkulturen können mitunter ein wenig versnobbt sein.

Aber jetzt is ja alles wieder gut.

Und das feiern wir mit einem Stückchen

Kanadischem Apfelkuchen

Zutaten für eine 26cm-Springform:

  • 150gr Butter
  • 75ml Ahornsirup
  • 50gr Zucker
  • 3 Eier
  • 50gr Mehl
  • ½ Päckchen Backpulver
  • 125gr Haferflocken
  • Etwas Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 4 – 5 Äpfel, je nach Größe, vorzugsweise Boskoop

Springform mit Backpapier auslegen, Ofen auf 180°C vorheizen.

Butter, Zucker, Vanille, Salz und Sirup schaumig rühren. Die Eier jeweils einzeln unterrühren.

Mehl, Backpulver und Haferflocken mischen und zu der Buttermasse geben. Alles kurz miteinander vermischen und den Teig dann in die Form streichen.

Die Äpfel waschen, halbieren, entkernen und in Achtel schneiden. Wer will, schält sie auch noch, das mach ich allerdings nie. Die Apfelspalten auf dem Teig verteilen.

Alles in den Ofen schieben und 45 – 55 Minuten backen.

Am besten noch lauwarm genießen.

IMG_4050

Fazit:

Gibt es eigentlich etwas, das Heimeligkeit noch besser repräsentiert, als frischer Apfelkuchen? Ich mein, im Ernst – wenn dieser Duft durch die Bude zieht, wird doch auch das übelste Studentenloch zum gemütlichen Nest.

IMG_4061

So auch hier.

IMG_4064

Ich hätte mir zwar gewünscht, dass der Ahornsirup noch etwas mehr hervorsticht, geschmacklich, aber das ist nur ein ganz kleiner Minuspunkt. So verleiht er dem Kuchen ein ganz dezent erdiges Aroma, das sich eher im Hintergrund hält.

IMG_4063

Die Haferflocken machen das Ganze schön kernig und harmonieren geschmacklich hervorragend mit den Äpfeln.

Wer drauf steht, gibt übrigens noch ne Prise Zimt und Muskat an den Teig, sowas geht bei Apfelkuchen immer.

IMG_4062

Der Teig ist schön locker, leicht vanillig-buttrig, suppt nicht durch und bietet eine schöne Grundlage für die Äpfel. Da lässt sich nix meckern.

Dazu serviert man am besten kalte Schlagsahne oder, wer mal ganz dekadent sein will, ein Kügelchen gutes Bourbon-Vanilleeis.

IMG_4060

Und dann kraulen wir uns das Bäuchlein und schwelgen im nostalgischen Gefühl des trauten Eigenheims. Oder so.

Auf jeden Fall – viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

Kommentar erstellen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *