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Ingwerküsschen


Halbzeit!

Schiri, pfeif ab! Aus, genug, Pause! Alle Mann in die Umkleide, erstmal nen Schluck trinken. Mal kurz die geschundenen Gräten strecken. Den Kopf wieder auf Kurs bringen.

Jaja, noch 12 Tage bis Heiligabend.

Die Hälfte der Adventszeit hätten wir hinter uns.

Und ich muss gestehen – ick gloob, ick hab Vorweihnachtsblues.

Geht euch das auch so? Wo is denn bitte die Weihnachtsstimmung hin, gerade eben hatte ich sie doch noch, wo hab ich die denn wieder hingelegt…? Im Ernst – in den letzten zwei, drei Tagen ist mir gar nicht so weihnachtlich zumute gewesen, ganz seltsam.

Dit hatte Anfang Dezember noch janz anders ausjesehen.

Okay, ich bin mir sicher, das kommt schon noch wieder. Ist vermutlich der alljährliche Zwischenknick auf halber Strecke. Ein Formtief quasi. Nach der anfänglichen Euphorie geht einem mal kurz die Puste aus.

Spätestens beim dritten Advent bin ick wieder voll da.

Und bis dahin leiten wir die Notfallsequenz ein:

Weihnachtsfilme, heißer Apfel-Zimt-Tee mit Rum, Kekse, Kerzen, Lichterketten und ausm Lautsprecher plärrt Bing Crosby. Dazu noch die Kuscheldecke, Miezekatze und draußen kaltes Sauwetter. Vielleicht back ich nachher auch noch was. Wegen des Geruchs und so.

Zum Knabbern hab ich ja noch

Ingwerküsschen

Zutaten für 2 – 3 Bleche:

  • 165gr Butter
  • 150gr Zucker, braun
  • 1 Ei
  • 60gr Honig
  • 280gr Mehl
  • 2 TL Ingwerpulver
  • 1 TL geriebener frischer Ingwer
  • 1 TL Zimt
  • ½ TL Nelkenpulver
  • 2 TL Natron
  • ½ TL Salz
  • Nach Belieben fein gehackter kandierter Ingwer

Alles ganz einfach heute:

Den Ofen auf 180°C vorheizen und die Backbleche mit Backpapier auslegen.

Alle Zutaten in die Schüssel geben und zu einem Teig verarbeiten. Wer will, kann noch kandierte Ingwerstückchen oder sowas mit reintun, ich hab drauf verzichtet.

Aus diesem Teig formen wir jetzt hübsche, kleine Kugeln. Bei mir hatten die alle ein Gewicht von exakt 15gr. Besitzern einer Digitalwaage empfehle ich auch wirklich, das zu messen – so werden die fertigen Kekse schön gleichmäßig.

Diese Kugeln kommen dann aufs Blech (bisschen Abstand lassen) und das Blech dann in den Ofen für 12 Minuten.

Und schon sind sie fertig.

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Zu Dekorationszwecken kann man jetzt noch etwas Kuvertüre bemühen, aber auch ganz ohne alles sind diese Kekse völlig in Ordnung.

Fazit:

Wie Spekulatius, nur besser. Weil hausgemacht.

Ich glaub, hier knurpsts!

Ich glaub, hier knurpsts!

Sehr knusprig, schön würzig, der Ingwer schmeckt warm-fruchtig und wird durch Zimt und Nelken schön abgerundet.

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Wie schon gesagt – Deko braucht es eigentlich nicht, schon gar keinen Zuckerguss oder sowas. Wenn überhaupt, dann ein bissl Schokolade und ein Stück kandierter Ingwer drauf. Weils so hübsch ist.

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Das sind halt so Kekse, die man noch mal eben schnell machen kann, wenn einen grad die Backlust packt oder man spontan was zum Knuspern braucht. Ganz schlicht, ganz unprätentiös, aber richtig gut. Auch schön was zum Einpacken fürs Schlittschuhlaufen oder als Leckerli zum Glühwein.

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Ich fasse zusammen:

Einfach und schnell gemacht, keine wahnsinnig exotischen Zutaten, absolut idiotensicher und dann auch noch lecker. Viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

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Und ich geh jetzt in den Keller, meine Weihnachtsstimmung suchen.

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