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Ice Cream Cone Cupcakes


Seufz. Ich glaub, das war’s. Aus, Schluss, vorbei. Keine Chance mehr. Damit ist der Weg in die normale Gesellschaft für mich auf immerdar verschlossen. Es gibt kein Zurück mehr.

Vor mir liegt eine Zukunft am Rande.

Ich habe gerade allen Ernstes eine halbe Stunde damit zugebracht, mittels Heißklebepistole und Küchenmesser meiner Katze aus einem Karton eine Hütte zu bauen.

Ich sag ja, es ist vorbei.

Mein Gott, was man nicht alles macht für die Viecher. Unglaublich. „Komm, wir holen uns ne Katze.“ haben wir gesagt. „Das wird bestimmt total schön,“ haben wir gesagt. Und nu?

Der ganze Boden liegt voll mit Papierschnipseln, Plüschmäusen und Baldriansäckchen.

Bettenbeziehen ist inzwischen eine abendfüllende Aktivität geworden.

Das Wohnzimmer sieht aus wie ein Einzelhandelslager, überall Kartons.

Pflanzen werden nicht mehr gekauft, weil sie hübsch sind, sondern, weil sie ungiftig für Katzen sind.

Ach, wen verarsch ich hier? Wir kaufen eh nur noch Kakteen, die haben wenigstens ne Überlebenschance.

Ich hatte erst letztens eine ernsthafte Diskussion mit Jack, um ihm zu erklären, dass es nicht gut für mich ist, wenn er mir aus zwei Metern Höhe auf die Nieren springt.

Man gewöhnt sich auch an, immer zwei Bücher/Zeitschriften offen zu haben – auf einer liegt nämlich unter Garantie eine Katze.

Außerdem habe ich mich damit abgefunden, dass in meinem Totenschein als Todesursache irgendwann man stehen wird: nächtliches Ersticken durch Katze.

Und wer will jetzt Kuchen?

Ice Cream Cone Cupcakes

Nach Martha Stewart

Zutaten für ca 24 Stück:

  • 24 Waffeleishörnchen
  • 180gr Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • ½ TL Salz
  • 125gr weiche Butter
  • 180gr Zucker
  • 3 Eier
  • 2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 180ml Milch

Den Ofen heizen wir auf 180°C vor. Anschließend schnappen wir uns eine Kasten- oder Springform und spannen Alufolie über die Öffnung. In die Folie pieksen wir kleine Löcher, und in die stecken wir unsere Waffelhörnchen. Es ist wichtig, dass die Spitze der Hörnchen den Boden der Form berührt, sonst kippen euch die Dinger beim Backen um und der ganze Teig läuft raus. So in etwa sollte das aussehen:

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Das Mehl mischen wir mit dem Backpulver und stellen es beiseite.

Butter, Salz, Vanillezucker und Zucker schön hellcremig aufschlagen und anschließend die Eier einzeln gut unterrühren.

Mehl sieben und abwechselnd mit der Milch in zwei Fuhren zügig mit der Creme vermischen. Nicht überrühren!

Ja, der Teig ist flüssig. Muss er auch sein, sonst könnte er nicht bis ganz nach unten in die Hörnchen laufen. Clever, wa?

Mit dem Eisportionierer jeweils eine „Kugel“ Teig pro Hörnchen einfüllen, vorsichtig in den Ofen bugsieren und ca. 20 – 25 Minuten backen.

Vollständig auskühlen lassen.
Jetzt noch nach Belieben dekorieren:

Am einfachsten funktioniert hier schlichte Schlagsahne – wenn’s mal schnell gehen muss.

Ich hab mich diesmal aber für eine Schokoladen-Ganache und ein Frischkäse-Frosting entschieden.

Zutaten Schokoladen-Ganache:

  • 200gr Schokolade, Edelvollmilch oder Halbbitter
  • 200ml Sahne

Die Sahne erhitzen, nicht kochen lassen, über die gehackte Schokolade gießen, rühren, bis alles geschmolzen ist und im Kühlschrank über Nacht kühlen. Am nächsten Tag mit dem Mixer aufschlagen und verwenden.

Zutaten Frischkäse-Frosting:

  • 50gr Butter (keine Margarine!)
  • 50gr Frischkäse (light geht auch)
  • Puderzucker nach Bedarf (ca. 300 – 400gr)
  • Vanille nach Geschmack

Butter, Frischkäse und Vanille aufschlagen und anschließend soviel Puderzucker hinzufügen, bis die Masse die gewünschte Konsistenz hat. Ca. 4 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank kühlen und verwenden.

Feddisch.

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Fazit:

Like ice in the suuuuunshiiiineee… likee ice in the suuuuuuuuuuuuuuuuuuhuuuunshiiiineeeee….!

Süß, oder?

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Also, hübsch sind sie auf alle Fälle.

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Und was die Deko angeht – da könnt ihr euch austoben, bis der Arzt kommt. Das Frosting kann eingefärbt werden, oder ihr nehmt überhaupt eine andere Creme, ihr könnt frische Früchte draufpacken, Süßigkeiten, Streudeko, Kekse, wat auch immer.

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Nur von Katzen würde ich abraten.

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Und der Geschmack?

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Joa, Vanille halt. Zugegeben, etwas Besonders vom Geschmack her sind die Cupcakes nicht. Leckere, saftige, zarte Vanille-Cupcakes. Gut, aber eben nix Spektakuläres. Wer mag, gibt noch zwei EL Kakaopulver und einen extra Schuss Milch in den Teig, für die Schokovariante.

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Aber darum geht es hier ja eigentlich auch gar nicht. Hier geht’s um die Optik, und die ist der Knaller. Ihr wisst, was es beim nächsten Kindergeburtstag gibt, oder?

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Du wie gesagt – achtet darauf, dass die Waffeln wirklich fest in der Form stehen, mir ist meine erste Fuhre nämlich hübsch umgekippt. Hat auch noch geschmeckt, sah aber aus wie ein radioaktiver Zwischenfall.

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Und wer sich das mit der Alufolie doch nicht zutraut: Es gibt auch Waffelbecher zu kaufen, die kann man auch nehmen.

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Am Ende vergebe ich einmal drei Küchenkatzen für den Geschmack (vanillig, saftig, zart, nicht zu süß, ein vorbildlicher Vanille-Cupcake ohne Schnörkel), und fünf für die Optik. Macht unterm Strich: Vier von fünf Küchenkatzen.

Und wenn jemand ne Idee hat, was ich den Miezen hier zu Weihnachten schenken soll – bitte schreiben.

 

 

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