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Hjónabandssaela


Ha ja, die Ehe.

Trautes Heim, Glück allein und die wahre Erfüllung im Schoße der eigenen, kleinen Familie.

Oder wie es in Kreuzworträtseln immer so schön heißt:

Ende des Lebens mit drei Buchstaben.

Nah, ich mach nur Späßken. Ganz so schlimm isses dann auch nicht. Hat ja alles seine Vor- und Nachteile. Ein Nachteil beispielsweise wäre: Man hat das Pech und der Ehemann schnarcht. Vorteil: Als Ehefrau kann man ihn auf die Couch verbannen.

Doch, doch. Steht so im Gesetz. Könnt ihr mir glauben. Das Weib hat immer Recht.

Auch leben verheiratete Männer länger. Oder wenigstens kommt es ihnen so vor.

Noch ein Vorteil: Man bekommt ein größeres Bett. Okay, ER ist der Meinung, jedem stünde die Hälfte des Platzes zu, aber er wird schon noch früh genug rauskriegen, was wirklich läuft, wa?

Außerdem ist es auch einfach nur zu niedlich, so ein Exemplar der Gattung Mann mal rund um die Uhr beobachten zu können. Sie sind ja wirklich putzig manchmal. Ja ja, wirklich – lasst ihn nur mal ein Fußballspiel seiner Lieblingsmannschaft kucken. Oder nehmt ihn mal mit in die Kosmetikabteilung. Sehr unterhaltsam. Ihr müsst ihn anschließend vielleicht waschen („Nein Schatz, das ist Lippenstift, der kommt nicht aufs Auge!“), aber es ist wirklich große Unterhaltung.

Und ansonsten isses auch nicht zu verachten, dass man immer wen zum knuddeln hat, dass einem jemand ne Wärmflasche bringt, wenn’s Bauchi zwickt und hilft, wenn mal wieder der doofe Computer streikt.

Dafür backt man dem Göttergatten dann auch gerne mal nen Kuchen. Zum Beispiel einen

Hjónabandssaela

Nein, ich hab nicht geniest und bin mit dem Kopf auf die Tastatur geknallt, das ist ein isländisches Rezept, bedeutet übersetzt wohl Eheglück und gefunden hab ich’s hier.

Zutaten für eine 26cm-Springform:

  • 175gr Mehl
  • 175gr Haferflocken, kernig
  • 160gr Zucker (eventuell etwas weniger)
  • 190gr Butter oder Margarine, geschmolzen
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Salz, gestrichen
  • 400gr Marmelade *

*: Original soll wohl Rhabarber sein, die hab ich aber nicht bekommen und stattdessen zu Erdbeer gegriffen. Im Grunde könnt ihr aber nehmen, was ihr am liebsten mögt.

So. Die Springform wird mit Backpapier ausgekleidet und der Ofen auf 180°C vorgeheizt.

Mehl, Haferflocken, Zucker, Natron und Salz gründlich mischen und anschließend die Butter / Margarine dazukippen.

Alles schön vermengen, bis man einen recht bröseligen Teig hat.

Etwa die Hälfte dieser Brösel kommen jetzt als Boden in die Form und werden festgedrückt. Darauf streichen wir unsere Marmelade und bedecken das Ganze mit den restlichen Bröseln.

Ab in den Ofen und 35 Minuten backen. Nicht zuuuuu lange backen, sonst wird’s hart und trocken.

Bon appetit!

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Fazit:

Nee. Neeeee. Neeeeeeeeeeeee, also der geht mal gaaaaaaaaaar nicht. Gebt mir den mal lieber eben her, ich entsorg den kurz. Ja, in meinem Zimmer, ich hab da eine Kuchen-Entsorgungs-Maschine, da kommt der dann rein. Kann man ja keinem zumu-was?

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Ich verarsch euch?

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Würd mir nie einfallen! Was denkt ihr von mir! Welch infame Unterstellung! Wie könnt ihr es wagen, okay, ihr habt Recht.

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Heilige Makkaroni, ist der lecker! Ich schwöre beim Hintern meiner Katze, ich hätt den komplett alleine auffuttern können, so gut ist der.

Und dabei ist ja eigentlich nicht mal was drin – keine Vanille, kein Zimt, kein nix. In Ermangelung von Butter musste ich sogar Margarine nehmen (dann ist er übrigens vegan), und selbst das war KÖSTLICH.

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Warm und frisch ist er noch ein bissl weich und bröselig, aber sobald er ausgekühlt ist, hat der Kuchen ein bisschen die Konsistenz von Müsliriegel und lässt sich problemlos in Stücke schneiden.

Einzig die Zuckermenge lässt sich diskutieren, für mich persönlich war es schon fast zu viel, aber noch okay. Wer also weiß, dass er nicht gern sooooo süßen Kuchen mag, sollte vielleicht nur 130gr Zucker nehmen. Die Marmelade ist ja auch nochmal ziemlich zuckrig!

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Wir haben ihn ganz pur und schlicht vertilgt, ich könnte mir aber gut ne ungesüßte Schlagsahne dazu vorstellen oder eine Kugel Vanilleeis.

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Tja, also – blitzschnell gemacht, die Sachen hat man eigentlich immer im Haus, vollkommen idiotensicheres Rezept, bei Verwendung von Margarine vegan und dann auch noch irre lecker: Fünf von fünf Küchenkatzen, aber auch nur, weil Schatzi gesagt hat, ich darf keine sechste vergeben. Würd ich aber tun, wenn ich dürfte.

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