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Haselnuss-Cranberry-Herzen


Ach, wisst ihr, früher.

Früher war nicht nur mehr Lametta, nein. Früher war auch alles einfacher.

Okay, manches vielleicht.

Fiel mir letztens im Baumarkt auf.

Ich kann mich noch entsinnen, als ich ein Kind war, ist das erstens schon sehr lange her und zweitens war eine Sache ganz sicher wesentlich unkomplizierter als heute. Und zwar die Sache mit der Weihnachtsbeleuchtung.

In meinen Kindertagen gab es im Grunde genommen nur schnöde, simple Lichterketten. Die mit den großen Birnen, falls die noch jemand kennt. Wahlweise für drinnen oder draußen, verschiedene Längen, weiß, bumms. Fertig. Das war’s. Die kamen dann an den Baum / das Fenster / den Zaun / die Katze und alle waren glücklich. Man machte „Aaah!“ und „Ooooh!“ und kippte nen Glühwein. Dazu gröhlte Wham!.

Später hielt dann der technische Fortschritt Einzug in die kleinbürgerlichen Wohnzimmer – auf einmal hatte es so Lichterketten mit kleinen Lämpchen. Und dann waren die auch noch in bunt erhältlich. Und dann konnten einige davon auch noch blinken! (Halte ich persönlich übrigens für grausig, aber nun gut) Jessas, was hatten diese verrückten Wissenschaftler sich denn da wieder ausgedacht?

Und ab diesem Zeitpunkt muss irgendwas übelst schief gelaufen sein, denn es begab sich aber vor kurzem, dass Familie Cupcake den örtlichen Baumarkt betrat, auf der Suche nach Lichterketten. Unsere waren nämlich pünktlich in der Woche vorm ersten Advent übern Jordan gegangen. War ja klar.

Aber versucht das mal, geht mal in nen Baumarkt und versucht eine ganz einfache Lichterkette zu bekommen.

Ich will keine LEDs, ich will nix blinkendes, nix buntes, ick will ooch keene blöden Figuren oder Formen, kein Netz, keinen doppelten Boden, kein ferngesteuertes, timerprogrammierbares Beleuchtungssystem in warmweiß oder bernstein im praktischen Stecksystem (mit Trafo), kein akkubetriebenes, steckerfreies Leuchtrentier, ICH WILL EINE LICHTERKETTE!!!!

20 bis 50 Lämpchen, klein, weiß, fertig.

In der hintersten Ecke haben wir dann welche gefunden.

Wann ist Weihnachten eigentlich zu so ner Lightshow geworden? Muss ich nächstes Jahr einen Veranstaltungstechniker kommen lassen, der mir die 7000-Watt-Leuchtinstallation fachmännisch ans Netz bringt? Heiliger Keks, Weihnachtslichter schön und gut, aber manche übertreiben’s… und apropos Keks:

Haselnuss-Cranberry-Herzen

Zutaten für ca. 2 ½ Bleche:

  • 150gr Butter
  • 130gr gemahlene Haselnüsse
  • 150gr Mehl
  • 75gr Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 100 – 150gr getrocknete Cranberries

Im Grunde genommen ist das Ganze denkbar einfach:

Backpapier aufs Backblech legen, Ofen auf 175°C vorheizen und bis auf die Cranberries alles zu einem glatten Teig verkneten. Am Anfang ist das eine super bröselige Angelegenheit, aber keine Panik – das wird schon noch. Sieht zwar vielleicht grad nicht so aus, aber immer schön weiterkneten, ich verspreche euch, dit wird ein wunderbarer Nuss-Mürbeteig.

Zum Schluss die Cranberries unterkneten und den Teig etwa einen halben Zentimeter dick ausrollen.

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Herzen ausstechen (ist n bissl tricky wegen der Beeren, wer es sich leichter machen will, hackt diese bevor er sie zum Teig gibt), aufs Blech legen (der Abstand muss nicht soooooooooooooo sehr groß sein, nur berühren sollten sie sich nicht) und backen.

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Nicht länger als 10 Minuten, hört ihr?

Vorsichtig mitsamt Papier vom Blech ziehen, auskühlen lassen, nach Wunsch und Lustigkeit dekorieren und ab auf den Plätzchenteller.

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Fazit:

Mmmmmmmh. Buttrig, nussig, mürbe, lecker. Und die Cranberries sind mit ihrer süßen Säure ein herrlicher Antagonist zu den sanften Butter-Nuss-Aromen. Würd ich auch nicht austauschen gegen Rosinen oder so.

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War ne jute Idee von mir, die da rein zu tun.

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Backfeen-Tipp: Wer noch stärkeres Nussaroma möchte, röstet die Nüsse vorher in einer Pfanne ohne Fett an, aber Vorsicht! Die werden schnell schwarz und bähbäh, also gut aufpassen! Dann abkühlen lassen und normal verarbeiten.

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Glasur brauchen die Kekse eigentlich gar nicht, mir war nur einfach so nach Kuvertüre. Hier im Hause Cupcake sind wir uns übrigens einig, dass weiße Schokolade am besten passt, aber jeder Jeck ist ja nunmal anders.

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Und ich verrat euch noch was – die werden bestimmt auch gut, wenn man andere Formen aussticht. Aber nicht weitersagen.

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Leicht zu machen, wunderbar im Geschmack, nicht zu süß und schön mürbe und wenn man Margarine statt Butter nimmt, sogar vegan – viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

 

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