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Früchtebrot… kuchen… ding


Wa- ach, ihr seid’s, hi, hallo.

Ja ja, kommt nur rein, kommt nur rein… Vorsicht, du stehst genau in der Kunstschneekanonen-Schusslinie, geh mal besser auf Seite.

Äh, was kann ich euch denn Gutes antu… Moment mal kurz –

Wo zum Teufel ist das Christbaumkugel-MG, das darf doch nicht wahr sein! Die olle Krüppelkiefer hier ist noch total nackt, jetzt aber mal chop-chop hier! Und kann mir mal einer erklären, warum da IMMER NOCH Wasser aus meinen Hähnen kommt und kein Eierpunsch! Es ist der erste Advent und hier is grade mal die Hälfte fertig, das kann doch einfach nicht angehen… ick brauch nen Glühwein.

Ja ja, setzt euch, bloß nicht unbedingt auf die Weihnachtsbaumspitze, das ist unangenehm… diese Weihnachtswichtel schludern auch von Jahr zu Jahr mehr, das kann ich euch sagen. Wenn ich nicht genau aufpassen würde, dann wär an Heilig Abend hier nüscht fertig.

Wofür bezahl ich euch eigentlich mit heißer Schokolade? Und glaubt mal nicht, ich wüsste nicht, dass ihr die mit meinem Rum pimpt!

Naja, aber das meiste haben wir ja doch schon gewuppt bis jetzt. Hier fehlt noch ne Lichterkette, da noch ein paar Rentiere am Fenster und die Adventskalender müssen auch noch an die Wand, aber nun gut, sind nur Kleinigkeiten.

Ansonsten kann ich melden: Bereit zum ersten Advent.

Nachher gibt’s Weihnachtsfilmchen auf der Couch mit Schatzi und den Katzen, vorher noch Lebkuchen backen und den Winterapfel-Badezusatz ausprobieren (nicht im Lebkuchen, keine Panik), hach, wat isses wieder schön.

Ach so, wollt ihr zum Glühwein vielleicht noch ein Stück

Früchtebrot

Rezept mal wieder von hier, mit kleinen Änderungen.

Zutaten für eine Kastenform:

  • 200gr Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 2 TL Zimt
  • 4 Eier
  • 150gr Honig
  • 150gr Haselnüsse, ganz
  • 150gr Datteln, getrocknete
  • 150gr Aprikosen, getrocknete (Original: Feigen, die hatte ich aber nicht)
  • 150gr Rosinen
  • 125gr gemischte kandierte Früchte, gewürfelt (Original: Zitronat)
  • Rumaroma nach Wunsch

Vorwort: Bei den Nüssen und Früchten habt ihr im Grunde genommen total freie Hand. Nehmt halt, was ihr am liebsten mögt und bekommt, solange die Gesamtmenge stimmt: 150gr Nüsse und 575gr getrocknete und kandierte Früchte. Ich hätte zum Beispiel wirklich gerne Feigen statt Datteln genommen, aber die Feigen, die ich gefunden habe, müssen mit Gold gefüllt gewesen sein.

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Nun denn, schreiten wir zur Tat:

Die Kastenform GUT ausfetten und den Ofen auf 160°C vorheizen.

Mehl, Backpulver und Zimt mischen und beiseite stellen.

Ick bin ganz verdattelt.

Ick bin ganz verdattelt.

Die Eier mit dem Honig schön schaumig aufschlagen, ruhig ein paar Minuten lang, das schadet nix.

Jetzt das Mehl auf den Eier-Honig-Schaum sieben und die Nüsse und Früchte, so wie sie sind, hinterherschmeißen. Nein nein, da muss nix gehackt werden, kloppt das einfach alles so im Ganzen in eure Schüssel.

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Jetzt noch alles schön vermischen und ab in die Form.

Attention: Der „Teig“, wenn wir ihn so nennen wollen, ist sehr dünnflüssig und so gut wie gar nicht vorhanden. Es ist wirklich sehr wenig Teig, grad mal soviel, dass die Früchte ummantelt und zusammengehalten werden.

Bloß kein weiteres Mehl hinzufügen!

Dat Ganze etwa 60 Minuten backen und genießen.

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Fazit:

Ich bin überaus angetan. Ein Früchtebrot, wie man es besser nicht kaufen könnte.

Im Ernst, es sieht genauso aus und schmeckt einwandfrei. Und ist dabei sowas von fix zusammengerührt, ick dreh gleich durch.

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Wie schon gesagt – bei der Wahl der Früchte und Nüsse könnt ihr tun und lassen, was ihr wollt und euch von eurem Geschmack leiten lassen. Ebenso an der Gewürzfront – statt einfach nur Zimt könnt ihr auch Lebkuchengewürz nehmen, oder nur Vanille oder was weiß ich. Sehr variabel also.

Und es sieht so hübsch aus:

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Naturgemäß ist das Brot recht süß durch den Honig und die Früchte, aber durchaus nicht zu süß. Am besten möglichst dünne Scheiben schneiden (Pro-Tipp hier: Brotmesser nehmen, normales Küchenmesser funktioniert nicht), oder auch in kleine Würfel geschnitten auf dem Plätzchenteller drapieren.

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Und mit ein bisschen Butter ist dieses Früchtebrot auch eine schöne Bereicherung für den Adventsbrunch.

In Alufolie gewickelt hält sich das Brot übrigens ne ganze Weile und zieht dabei auch noch richtig schön durch.

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Summa summarum also ein sehr leckeres, tadelloses Früchtebrot, wie man es aus dem Laden kennt (nur ohne ätzende Zusatzstoffe), ein schnelles, einfaches uns gelinsicheres Rezept, das keiner weiteren Verbesserung bedarf, von daher:

Fünf von fünf Küchenkatzen.

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Und jetzt entschuldigt mich, ich muss zur Probe des Schneemann-Balletts.

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