ErdbeerSahneRolle04
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Erdbeer-Sahne-Rolle 1


Ooookay.

Kann mir mal bitte irgendwer erklären, was dieser weiße Mist da draußen soll? Nein, damit meine ich nicht die Republikaner, ick red vom Schnee.

Schnee!

Was soll das? Huh? Jetzt is auch zu spät, liebe Freunde von der Wetterabteilung, nu will ick ooch nich mehr.

Im Dezember hätten wir dit jebraucht, aber jetzt könnt ihr mir damit wegbleiben.

Ja, ich weiß – technisch gesehen gehört der Februar noch total in den Winter und alles, aber ganz ehrlich? Ich hab dieses Grau da draußen auch ein bisschen satt inzwischen. Klar, Frühling und Sommer sind nicht meine allerliebsten Jahreszeiten, aber mittlerweile hätte sogar ich nichts gegen ein bisschen Sonnenschein einzuwenden. Können wir nicht einfach in den August vorspulen?

Naja… ändern kann ich eh nix. Muss ich mit leben. Aber begeistert bin ich trotzdem nicht.

Wie dem auch sei, erinnert ihr euch noch? Naaaa? Was war letzten Freitag?

Richtiiiiiiiich, Hochzeitstag.

Und auch, wenn wir da kein riesen Brimborium drum machen – ein bisschen was Besonderes darf’s dann schon sein, also gab’s für meinen Schatz köstliche Miesmuscheln in Tomaten-Weißwein-Sud und zum Nachtisch eine

Erdbeer-Sahne-Rolle

Zutaten:

  • 5 Eier, getrennt
  • 100gr Zucker
  • 75gr Mehl
  • 30gr Speisestärke
  • ½ TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 350gr Erdbeeren*
  • 200ml Sahne
  • 50gr Puderzucker
  • 3 Päckchen Sahnesteif
  • Vanille nach Belieben

*Jahreszeitlich bedingt musste ich auf TK-Erdbeeren zurückgreifen, was an und für sich kein Problem ist (auftauen und GUT abtropfen lassen), allerdings rate ich dazu, IMMER auf frische Ware zu setzen, wenn saisonmäßig erhältlich.

Nun denn. Wir heizen unseren Ofen auf 180°C vor und bestücken ein Backblech mit Backpapier. Klar soweit?

Das Eiweiß schlagen wir mit dem Salz schön steif.

Das Eigelb wird mit dem Zucker schaumig aufgeschlagen, bis wir eine schöne hellgelbe Creme haben. Das darf ruhig so 5 Minuten dauern, nicht zu früh schlappmachen.

Mehl, Stärke und Backpulver mischen wir und sieben das Ganze zur Eiercreme. Schnell unterrühren und anschließend PER HAND den Eischnee unterheben. Geht gut mit einem Schneebesen (ratet mal, wo der seinen Namen her hat?).

Diesen wahnsinnig luftigen und zarten Teig befördern wir auf das Backblech, streichen ihn glatt und backen ihn für ca. 15 Minuten.

Die Oberfläche soll dabei trocken sein, aber nicht gebräunt. Hier ist ein bisschen Augenmaß gefragt, eventuell immer noch so ein Minütchen dazugeben, aber nicht zu lange! Sonst wird’s trocken und bricht.

Währenddessen legen wir auf unsere Arbeitsfläche ein sauberes Küchenhandtuch, welches wir mit Zucker bestreuen.

Ist der Biskuit fertig, stürzen wir ihn sofort mitsamt Backpapier kopfüber auf dieses Handtuch und ziehen das Papier vooooooooooooorsichtig ab. Ja, das ist der Moment, in dem man sich gut die Pfötchen verbrennen kann, das alles muss nämlich passieren, während der Teig noch heiß ist.

Anschließend mitsamt dem Tuch aufrollen und so auskühlen lassen.

Eventuelle Brandwunden versorgen.

150gr der Erdbeeren pürieren.

Sahne steif schlagen, dabei Zucker, Vanille und Sahnesteif einrieseln lassen. Zum Schluss das Erdbeerpüree unterrühren (es sieht auch hübsch aus, wenn man die Sahne mit dem Püree nur marmoriert).

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Wenn der Biskuit ausgekühlt ist, entrollen wir ihn wieder und bestreichen ihn mit der Erdbeersahne. Die restlichen Erdbeeren auf der Sahne verteilen und alles wieder aufrollen.

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Nach Wunsch dekorieren und bis zum Servieren am besten kühl stellen.

Fazit:

Es gibt vieles, das ich gut kann.

Meine Crêpes zum Beispiel sind legendär.

Ich kann aus dem Stehgreif Shakespeare zitieren.

Und ich habe null Probleme damit, mir als Rechtshänderin die Fingernägel der rechten Hand tadellos zu lackieren.

Was ich nicht gut kann, sind Biskuitrollen zu rollen.

Nein, da muss ich an meiner Technik feilen.

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Optisch gesehen ist mir diese Rolle also leider nicht sooooooooooooo schön gelungen, die Biskuitplatte ist mir ein bisschen gebrochen und so wirklich gleichmäßig hab ich das auch nicht hinbekommen.

Aber das ist meine Schuld, nicht die des Rezeptes.

Das ist nämlich wirklich gut. Der Biskuit ist einfach und schnell hergestellt, für die Füllung braucht man auch kein Expertenwissen oder besondere Fähigkeiten und geschmacklich lässt sich nix meckern.

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Wenn man auf Sahne steht.

Mein persönlicher Fall sind solche reinen Sahnefüllungen nicht, mir wäre ne Quarksahne lieber gewesen, aber Schatzi war begeistert.

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Darüber hinaus empfehle ich noch einmal – nehmt frische Erdbeeren, wenn’s geht, die Früchte leiden doch ein wenig durch das Einfrieren und werden matschig. Das tut dem Geschmack nix, fühlt sich im Mund aber seltsam an.

Und selbstverfreilich könnt ihr auch andere Früchte nehmen.

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Ansonsten gibt es für diesen Kuchenklassiker 4 von 5 Küchenkatzen und ich geh jetzt rollen üben. Huuuii.

P.S.: Für mich gab’s übrigens einen herrlichen irischen Whisky von Schatzi. Mjammi.

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