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Double Chocolate Muffins 1


Lasst uns doch mal übers Älterwerden reden.

Ja, doofes Thema, ich weiß. Das riecht so nach Falten und Haftcreme. Und mehr als ein ganzer Industriezweig setzt auf die Angst der Menschen davor. Oder das Schüren solcher Ängste.

Aaaaaber nicht mit mich! Nee, nee. Okay, zugegeben – man hat erst vor einem halben Jahr aufgehört, mich regelmäßig nach meinem Ausweis zu fragen (auch für Haarfarbe!). Und 31 is ja auch kein Alter. Dennoch, so ein bisschen merkt man’s ja schon, dass man irgendwie nicht mehr zu den jungen Studentenhüpfern in der Wohnung über einem gehört.

Aber das ist super! Im Ernst!

Ehrlich, überlegt doch mal:

  • Man braucht keinen Wetterbericht mehr, weil die Gelenke eh zuverlässiger sind.
  • Man hat mehr Haare in den Ohren als auf dem Kopf.
  • Wenn man ne Party feiert, merken die Nachbarn davon nix.
  • Endlich weiß man, wofür man der Krankenkasse jahrelang Geld in den Rachen geworfen hat.
  • Wenn man keinen Bock hat, kann man sich taub stellen und jeder kauft es einem ab.
  • Um vier Uhr nachmittags Abendessen ist normal.
  • Und man hat endlich Zeit für so lustige Aktionen, wie

Die Schokomuffins-Testreihe.

In den nächsten Wochen, liebe Gemeinde, werden wir uns ganz intensiv einem Klassiker des Kleingebäckes widmen – dem Schokomuffin. Wir werden die verschiedenen Varianten kennen lernen, versuchen, das perfekte Rezept zu finden und uns ganz und gar dem Schokoladengenuss hingeben.

Hach, wat wird das schön.

Und anfangen werden wir natürlich mit der Basisversion, dem

Double Chocolate Muffins

Rezept gefunden auf Chefkoch.de

Zutaten für 16 Stück:

  • 250gr Mehl
  • 150gr Zucker
  • 2 EL Kakao, gehäuft (sehr gehäuft)
  • 2 TL Backpulver
  • ½ TL Natron
  • 150gr Schokostücke, grob
  • 75gr Schokoraspel, fein
  • 250ml Milch
  • 90ml Öl
  • 1 Ei

Zunächst einmal: Ich habe statt der zwei Sorten Schokostücke einfach ca. 200gr Weihnachtsüberbleibsel zerhackstückelt.

Ich befürchte, das wird noch Konsequenzen haben, nächsten Dezember...

Ich befürchte, das wird noch Konsequenzen haben, nächsten Dezember…

Ruhig ein paar grobe Brocken lassen, die kommen später extrem gut.

Es war ein Massaker.

Es war ein Massaker.

Außerdem hab ich die gesamte Schokolade in den Teig gegeben, nicht wie im Rezept angegeben, einen Teil obendrauf gestreut.

Nun denn – Förmchen vorbereiten und den Ofen vorheizen auf 170°C.

Mehl, Kakao, Backpulver und Natron mischen und beiseite stellen.

Zucker, Milch, Öl und Ei ebenfalls gut mischen. Das geht auch ganz wunderbar mit dem Schneebesen, man muss eigentlich noch nicht einmal den Mixer anschmeißen.

Die Mehlmischung dazusieben und rasch mit den flüssigen Zutaten verrühren. Wirklich nur ganz fix mal eben so, wenn da noch Mehl zu sehen ist, macht das gar nix. Auf keinen Fall zu lange rühren, sonst gehen die Muffins nicht auf und werden zäh (weil wegen zu viel Gluten = Klebereiweiß, das durch das Rühren frei wird).

Zum Schluss noch die Schokostücke unterheben – auch hier nur ganz kurz und per Hand – und dann mit dem Eisportionierer eine Kugel Teig pro Form einfüllen. Ruhig etwas größere Kugeln, die Förmchen sollten so zu ¾ gefüllt sein. Und nicht davon irritieren lassen, dass der Teig verhältnismäßig flüssig ist. Das muss so.

Ab in den Ofen, 20 – 25 Minuten backen und fertig.

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Fazit:

Es steht zu bezweifeln, dass diese Muffins jemals abkühlen – meistens sind sie vorher schon verspeist.

Mit Fug und Recht kann man hier von einem perfekten Grundrezept für Schokomuffins sprechen, mir fällt wirklich nichts, aber auch rein gar nichts ein, was ich zu meckern hätte.

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Einfach und schnell gemacht.

Simple Zutaten, die man meistens daheim hat.

Idiotensicher (wenn man das mit dem Rühren beachtet).

Wunderbar schokoladig, saftig, flaumig, fluffig und weder zu viel, noch zu wenig Süße.

Und dann auch noch einigermaßen fettarm.

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Und halten tun die Dinger sich auch noch ein paar Tage lang, ohne dröge zu werden. Wenn man sich so lange beherrschen kann. Einfach luftdicht verpacken, dann passt das schon.

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Glasur oder Frosting braucht’s eigentlich nicht, aber wer mag, kann natürlich seinen Gelüsten freie Bahn lassen. Geschmacklich passt hier im Grunde alles – Schoko, Vanille, Kaffee, Karamell, Minze, Orange, Nougat, Marzipan oder auch einfach nur Schlagsahne. Oder was euch sonst so einfällt.

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Mit anderen Worten: Die Mutter aller Schokomuffins-Rezepte, ein anderes braucht ihr nicht, fünf von fünf Küchenkatzen.

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