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Devil’s Food Cupcakes


Jetzt ist er weg (weg)

und ich bin wieder allein (allein)

Jetzt ist er weg (weg)

Davor war’s schöner allein zu sein.

(Der heutige Ohrwurm wird Ihnen präsentiert mit freundlicher Unterstützung der Fantastischen Vier und The Holly Jolly Cupcake.)

Tja, was soll ich sagen? Mein Gatte ist weg. Aus dem Haus. Hat sein Köfferchen gepackt und ist heut Morgen auf und davon. Fährt zu seinen Eltern, hat er gesagt.

Und kommt Donnerstag wieder, was denkt ihr denn?

Und ich bin frischgebackene Strohwitwe. Dafür kriegt ihr das Rezept aber nicht.

Ihr kriegt heute das Rezept für Devil’s Food Cupcakes, und zwar in der Martha Stewart-Version. Aufmerksame Leser werden vielleicht schon bemerkt haben, dass ich die Frau irgendwie mag.

Da liegt ihr vollkommen richtig.

Ich will ja keine Werbung machen (jedenfalls nicht entgeldfrei), aber wenn ihr Bücher zum Thema Cupcakes oder Cookies sucht – schaut mal bei Frau Stewart nach. Ich habe zwar zu kritisieren, dass die Verarbeitung der Bücher unter aller Sau ist (haltet Klebeband bereit), der Inhalt allerdings macht dieses qualitative Manko wieder wett. Einzig über den Zucker könnte man diskutieren, da nehm ich grundsätzlich mindestens die Hälfte, ich bin halt Europäerin. Und wenn ihr nicht über ein halbes Dutzend Abnehmer oder ein Tiefkühlfach verfügt, solltet ihr die Rezepte am besten ganz halbieren, die gute Frau backt nämlich immer in Kompaniestärken.

Aber schmecken tut’s immer, so auch die

Devil’s Food Cupcakes

(nach Martha Stewart)

Zutaten

–          45gr Kakaopulver (kein Instant-Getränkepulver)

–          90ml kochendes Wasser

–          180gr Mehl

–          ½ TL Natron

–          ½ TL Backpulver

–          ½ TL Salz

–          170gr Butter

–          150gr Zucker (wenn ihr kein Frosting verwendet, könnt ihr bis auf 200gr erhöhen)

–          2 Eier, Raumtemperatur

–          1 TL Vanille-Extrakt

–          115gr Saure Sahne

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Als erstes bereiten wir unsere Förmchen vor: Ich habe diesmal ein Blech Mini-Muffins gebacken und aus dem Rest Teig noch 6 normale Muffins. Könnt ihr also halten wie ein Dachdecker.

Der Ofen wird auf 180°C vorgeheizt.

Kakaopulver und Wasser mischen, das gibt eine dickflüssige Paste, die sehr intensiv nach Schokolade riecht – ich empfehle, die Nase mal drüber zu halten.

Mehl, Backpulver und Natron gut miteinander vermischen und beiseite stellen. Kann sich ja mit der Kakaopaste unterhalten.

Butter und Zucker schöööööööööööööööööööön cremig aufschlagen. So zwei bis drei Minuten dürfen das schon sein. Anschließend die Eier einzeln unterrühren und immer erst eins gründlich unterarbeiten, bevor das nächste dazukommt.

Salz und Vanille dazugeben, unterrühren und dann die saure Sahne hinterher und schließlich die Kakaopaste.

Wenn das alles gut miteinander vermischt ist, sieben wir das Mehl dazu und rühren es KURZ unter.

In die Mini-Muffin-Förmchen hab ich jeweils einen Teelöffel Teig pro Mulde eingefüllt, die normalen haben jeweils wieder eine Kugel Teig abbekommen (ihr wisst schon, mit dem Eisportionierer).

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Dann ab in den Ofen und backen: Mini-Muffins ca. 15 Minuten, normale 25.

Und auskühlen lassen.

Die normalen Muffins hab ich diesmal in klassische Cupcakes verwandelt, will sagen – sie bekamen eine standesgemäße Haube aus Schokoladen-Frosting.

Gummifröschchen gab's gratis dazu.

Gummifröschchen gab’s gratis dazu.

Dafür einfach 125gr weiche Butter mit zwei bis drei Esslöffeln Kakaopulver richtig cremig aufschlagen und anschließen ca. 250 – 300gr Puderzucker unterarbeiten. Im Kühlschrank aufbewahren. Selbstverständlich könnt ihr auch jedes andere Frosting eures Vertrauens verwenden.

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Die Mini-Muffins jedoch waren als Mitbringsel für die Parentalgeneration meines Gatten gedacht (und für die Omma), die bekamen aus transporttechnischen Gründen also ein stabileres Kleid:

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Ist einfach nur Kuvertüre in zartbitter und weiß, sieht aber hübsch aus.

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Tja, lange Rede, kurzer Sinn:

Diese Cupcakes sind wahrlich teuflisch. Sowas von unverschämt zart und fluffig, es war in der Tat schwierig, das Frosting aufzutragen, ohne sie zu zermatschen. Auf der anderen Seite sind sie aber auch nicht klebrig-klitschig, sondern einfach nur zart und saftig und weich.

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Geschmacklich gesehen ist ein Frosting oder eine Glasur eigentlich gar nicht nötig, der intensive Schokoladengeschmack kann auch ganz gut auf eigenen Füßen überzeugen. In dem Fall würde ich aber den Zuckeranteil doch ein wenig erhöhen.

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Wer hingegen ein Topping wünscht, kann sich hier austoben, die Dinger vertragen alles: Buttercreme, Cream Cheese Frosting, Schlagsahne, Vanille, Schokolade, Karamell etc. etc. etc.

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Und egal, wie sehr ich auch überlege, ich kann beim besten Willen nix finden, was ich bemängeln könnte (außer, dass ich zu wenige hierbehalten habe), von daher kann es nur ein Urteil geben:
Fünf von fünf Küchenkatzen. Diese Cupcakes werdet ihr einmal backen. Und dann nochmal. Und nochmal. Und nochmal.

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