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Chai-Latte-Cupcakes


Ah, hallo. Ja, schön, dass sie’s auch einrichten konnten… hier entlang bitte. Sie können sich dann da vorne hinsetzen… ach so, das Trauergebinde, das nehm ich mal eben, das kommt dann da drüben… ja, schrecklich, ich weiß. Es hat uns auch sehr hart getroffen, besonders meinen Mann. Ja, furchtbar, völlig am Boden zer- oh, ich muss mal eben die neuen Gäste…

Hach, Kinners.

Damit hat ja jetzt nun niemand gerechnet. So völlig aus dem Off heraus. Ohne Vorwarnung. Herrje. Das hat uns gestern wirklich eiskalt erwischt, wir haben ja nix geahnt. Vor allem Schatzi ist natürlich extrem bestürzt. So hab ich den Mann ja noch nie gesehen, heieiei. Eine Tragödie. Von einem Tag auf den anderen – alles aus. Vorbei. Schluss.

Da kannste als Ehefrau natürlich nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Trauerfeier organisieren. Den Priester holen. Die Flagge auf Halbmast setzen. Ich muss da wirklich mal ein ernstes Wörtchen mit dem Herrn reden. Wenigstens mich hätte er ja kurz vorwarnen können.

Der Klopp, der Jürgen.

Hört der einfach so auf, und sacht mir nix, unglaublich.

Herr Klopp – das nächste Mal rufen Sie aber bitte kurz an, dann hab ich auch ausreichend Taschentücher im Haus!

Männer. Typisch.

Dann also jetzt, in stiller Anteilnahme – Cupcakes für alle!

Chai-Latte-Cupcakes

A la Martha Stewart

Zutaten für 12 Stück:

  • 180ml Milch
  • 2 Beutel Tee, schwarz, kräftige Sorte
  • 200gr Mehl
  • 40gr Speisestärke
  • 1 ½ TL Backpulver
  • ½ TL Salz
  • ¼ TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • ¼ TL Zimt, gemahlen
  • ¼ TL Ingwer, gemahlen
  • ¼ TL Kardamom, gemahlen
  • 1 Prise Nelken, gemahlen
  • 1 Prise Muskatnuss, gemahlen
  • 125gr Butter, weich
  • 180gr Zucker
  • 2 Eier

Schritt 1: Die Milch mit den Teebeuteln erhitzen und abkühlen lassen. Anschließend die Beutel guuuuuuut ausdrücken.

Das Muffinblech mit Papierförmchen bestücken und den Ofen auf 180°C vorheizen.

Mehl, Speisestärke, Backpulver und Gewürze mischen und beiseite stellen.

Die Butter mit dem Zucker schön schaumig schlagen, anschließend die Eier einzeln hinzufügen.

Mehlmischung sieben und abwechselnd mit der Teemilch in zwei Portionen unterziehen. Nicht zu viel rühren!!

20 Minuten backen.

Vorsicht: Nicht zu lange backen, die werden schnell trocken.

Währenddessen einen Guss zubereiten aus Teemilch (wie oben) und Puderzucker.

Die kalten Muffins mit dem Deckel in den Guss tauchen, fest werden lassen und genießen.

Plöpp.

Plöpp.

Fazit:

Es macht Spaß, die Dinger zu backen.

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Im Ernst, die Küche riecht total gut nach Tee und Milch und Gewürzen, herrlich. Und der Teig schmeckt auch wirklich gut nach Tee.

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Die fertigen Cupcakes dann leider nicht mehr so.

Im Grunde genau das Gleiche wie bei Kaffeekuchen – der Teig ist toll, im fertigen Gebäck ist von dem Geschmack leider nicht mehr viel übrig.

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Hier hat der Guss dann für Abhilfe gesorgt – im Original nimmt Frau Stewart einen Guss aus Butter, gesüßter Kondensmilch und Puderzucker.

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Davon mal abgesehen sind die Cupcakes aber lecker. Die Gewürze kommen gut, besonders der Pfeffer ist ungewöhnlich, die Konsistenz ist super-fluffig und weich und zu süß sind sie auch nicht (ich hab aber auch mal wieder die Zuckermenge aus dem Originalrezept reduziert).

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Einfach zu machen sind sie auch, es kann eigentlich wirklich nichts schief gehen. Wie gesagt – nur nicht zu lange backen, 22 Minuten sollten das Maximum sein.

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Ohne Guss lassen die Dinger sich auch toll einfrieren.

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In diesem Sinne Dreieinhalb von fünf Küchenkatzen.

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Und ich kümmer mich mal weiter um den Trauernden. Was sagt eigentlich Helene Fischer zu der ganzen Sache?

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