Möhrenkuchen33
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Carrot Cake, old-fashioned


Okay. Ooookay.

Ich, äh, ich hätte da mal kurz ne Frage, darf ich? Ja? Okay, also.

Jetzt am Wochenende, also am letzten, da wurden die Uhren doch vorgestellt, oder? Okay, gut. Eine Stunde vor, richtig? Eine einzige?

Und nicht zufällig, ich weiß auch nicht… so acht oder neun Monate?

Nein, wirklich nur eine Stunde, in Ordnung.

Dann hätte ich da noch ne zweite Frage:

KANN MIR MAL JEMAND BITTE DEN SCHNEE DA DRAUSSEN ERKLÄREN???

Kein Witz, wir hatten hier heute Morgen herrlichsten Schneefall. Dichtes Treiben, dicke, wattige Flocken, es war ein Träumchen. Beinahe hätte ich den Weihnachtsbaum hervorgekramt und Wham! aufgelegt. Und irgendwo hab ich noch ein paar Spekulatius, wenn ich mich recht entsinne.

Und der Quatsch ist auch noch liegen geblieben.

Okay, nur kurz, jetzt ist schon wieder allet wech, aber so schönen Schnee hatten wir den ganzen Winter hier nicht. Wenn das so weiter geht, sollten wir darüber nachdenken, Ostern und Weihnachten einfach zu tauschen. Ich mein, hat ja beides eh mit dem gleichen Kerl zu tun, da hat der bestimmt nix gegen. Man muss auch mal flexibel sein.

Und wo wir grad bei Ostern sind: Serviert doch am Wochenende dann einfach ganz klassisch einen

Möhrenkuchen (Carrot Cake)

Originalrezept hier, ich hab’s nur ein winziges bisschen verändert. Außerdem habe ich mich an die Mengenangaben in den Kommentaren gehalten, und das war auch gut so.

Zutaten für eine 26cm-Springform:

  • 225gr Butter, seeeeeehr weich
  • 180gr Zucker
  • 300gr Mehl
  • 240ml Buttermilch
  • 300gr Möhren
  • 3 Eier, getrennt
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 halbes Röhrchen Zitronenaroma
  • 3 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Eine gute Handvoll Nüsse nach Wahl oder Rosinen

Ich hatte außerdem noch ein Eiweiß übrig, das ich nicht wegschmeißen wollte – das hab ich auch noch verwendet. Müsst ihr aber nicht unbedingt, der Kuchen wird auch mit nur drei Eiern was.

Den Ofen heizen wir auf 180°C vor, die Springform bekommt Backpapier und die Möhren werden geraspelt. Tipp: Ich raspel immer eine Hälfte fein, eine Hälfte grob.

Das Eiweiß wird zu sehr steifem Schnee geschlagen.

Mehl und Backpulver werden gemischt.

Butter, Zucker, Salz und Gewürze schlagen wir schön schaumig und geben dann die Eigelbe einzeln hinzu, und anschließend die Möhrenraspel.

Jetzt noch das gesiebte Mehl abwechselnd mit der Buttermilch zügig einarbeiten und den Eischnee per Hand unterheben. Ganz zum Schluss Nüsse oder Rosinen kurz unterziehen.

Den Teig in die Form gießen und ca. 60 – 70 Minuten backen. Stäbchenprobe machen! Und wenn ihr euch nicht sicher seid – hier kann man ruhig noch 5 Minuten zugeben, ohne dass der Kuchen staubtrocken wird.

Auskühlen lassen.

Traditionell kommt jetzt noch ein Vanille-Frosting auf den Kuchen, dazu einfach Frischkäse, Vanille und soviel Puderzucker verrühren, dann eine streichfähige, nicht zu flüssige Masse entsteht, die man dann auf dem Kuchen verteilt. Jetzt noch österliche Deko nach Wahl draufschmeißen und genießen.

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Fazit:

Möhrenkuchen ist ja immer so ein Ding. Ganz oft sind mir schon Rezepte untergekommen, bei denen ich am Ende mit einer klebrigen, klitschigen, traurigen Masse dastand, die eher Ähnlichkeit mit Jabba the Hutt hatte, als mit einem Kuchen.

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Der hier nicht.

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Klar, luftig wie ein Biskuit ist er auch nicht, sondern immer noch sehr saftig und feucht, aber keineswegs klebrig-schlabbrig. Eher zart und cremig.

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Auf sowas wie Nüsse oder Rosinen würde ich im Übrigen nicht verzichten – das gibt der ganzen Geschichte noch ein wenig Biss und Struktur. Was man nimmt, hängt dabei vom persönlichen Geschmack und der Verfügbarkeit ab.

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Der Guss ist hier, wie schon erwähnt, klassisch und gehört eigentlich dazu. Wer sowas aber nun partout nicht mag – Schlagsahne passt auch dazu.

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Und auch, wenn der Kuchen am zweiten Tag dann ein bisschen von seiner Zartheit verloren hatte und etwas zusammengesunken war (wirklich nur ein ganz bisschen!) – immer noch keine Spur von klitschig-gummig-bääääh.

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In diesem Sinne: Möhrenkuchen zu Ostern muss sein, und das Rezept hier braucht sich nicht zu verstecken – viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

Möhrenkuchen33

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